﻿<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>The KingOli Blog &#187; TV</title>
	<atom:link href="http://www.kingoli.net/blog/tag/tv/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.kingoli.net/blog</link>
	<description>The KingOli Blog</description>
	<lastBuildDate>Mon, 06 Feb 2012 22:36:50 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Halle ist Budapest</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2011/12/10/halle-ist-budapest/</link>
		<comments>http://www.kingoli.net/blog/2011/12/10/halle-ist-budapest/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 17:40:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gefunden]]></category>
		<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[Halle]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kingoli.net/blog/?p=2909</guid>
		<description><![CDATA[Jedenfalls für den Film Carlos über den Terroristen Ilich Ramírez Sánchez, der vor kurzem als Directors Cut auf arte lief. Wann immer eine Außenaufnahme in Budapest im Bild zu sehen ist, sieht der Zuschauer in Wirklichkeit das Paulusviertel mit seinen Villen im Gründerzeitstil. Anfangs kamen mir die Straßenzüge nur seltsam bekannt vor, doch dann wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jedenfalls für den Film <em>Carlos</em> über den Terroristen Ilich Ramírez Sánchez, der vor kurzem als Directors Cut auf <em>arte</em> lief. Wann immer eine Außenaufnahme in Budapest im Bild zu sehen ist, sieht der Zuschauer in Wirklichkeit das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paulusviertel_(Halle)">Paulusviertel</a> mit seinen Villen im Gründerzeitstil. Anfangs kamen mir die Straßenzüge nur seltsam bekannt vor, doch dann wurde in einem Schwenk die markante Pauluskirche auf ihrem Hügel erfasst und damit war ein Irrtum auszuschließen. Da haben die Produzenten ihren Aufenthalt in Halle (in der <a href="http://www.halleforum.de/Halle-Nachrichten/HalleMesse-wird-OPECSitz/20441">Messe</a> wurden die Innenaufnahmen zum Überfall von Carlos auf die Konferenz der OPEC-Länder in Wien gedreht) gleich noch für weitere Szenen genutzt, was ich deutlich angenehmer &#8211; weil unverbrauchter &#8211; finde, als immer und immer wieder Berlin in internationalen Filmen zu sehen.</p>
<p><img src="/blog/wp-content/uploads/2011/12/carlos.jpg" alt="Die Pauluskirche in Carlos" title="Die Pauluskirche in Carlos" width="500" height="222"/></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kingoli.net/blog/2011/12/10/halle-ist-budapest/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Dreileben</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2011/10/03/dreileben/</link>
		<comments>http://www.kingoli.net/blog/2011/10/03/dreileben/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 Oct 2011 22:40:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kingoli.net/blog/?p=2646</guid>
		<description><![CDATA[Am Anfang stand ein Diskurs. Per E-Mail debattierten Dominik Graf, Christoph Hochhäusler und Christian Petzold über den aktuellen Zustand des deutschen Kinos und speziell über die Berliner Schule. Graf warf seinen beiden Kollegen vor, nur noch &#8220;Schneewittchenfilme&#8221; zu machen, in denen Menschen leblos hinter Glas präsentiert werden. Er kritisierte das erstarrte deutsche Mainstreamkino, das versucht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Anfang stand ein Diskurs. Per E-Mail debattierten Dominik Graf, Christoph Hochhäusler und Christian Petzold über den aktuellen Zustand des deutschen Kinos und speziell über die Berliner Schule. Graf warf seinen beiden Kollegen vor, nur noch &#8220;Schneewittchenfilme&#8221; zu machen, in denen Menschen leblos hinter Glas präsentiert werden. Er kritisierte das erstarrte deutsche Mainstreamkino, das versucht, sich dem amerikanischen anzugleichen und das Leblose offensichtlich nur wählt, weil es sich so gut gestalten lässt: Wachsfiguren, die manchmal verdammt wertvoll drein schauen (siehe <a href="http://www.revolver-film.de/Inhalte/Rev16/html/Berliner.htm">Ausschnitte beim Revolver</a>).</p>
<p>In Fortführung der Diskussion um diese Vorwürfe entstand schließlich ein gemeinsames Projekt der drei Regisseure; ein Experiment um die Auseinandersetzung in der Praxis fortzuführen. Zusammen wurde ein Thema (entflohener Sexualstraftäter) und ein Ort (das fiktive Dreileben im Thüringer Wald) gefunden und beschlossen, sich zum Stand des deutschen Kinos jeweils im eigenen Stil zu äußern und das Ergebnis für sich sprechen zu lassen. Dieses Dreigestirn von Konzeptfilmen hatte schließlich auf der diesjährigen Berlinale Premiere und wurden vor kurzem von der produzierenden ARD im Fernsehen ausgestrahlt.</p>
<p>Die Filme tragen den Namen <em>Etwas Besseres als den Tod</em> (Christian Petzold), <em>Komm mir nicht nach</em> (Dominik Graf) und <em>Eine Minute Dunkel</em> (Christoph Hochhäusler). Letzterer erfüllt in seiner Darstellung des entflohenen Straftäters und eines ihn suchenden Kommissars noch am ehesten das Konzept eines Krimis, den man aufgrund der Rahmenhandlung erwarten würde. Doch gerade hier finden sich einige der von Graf kritisierten Punkte, denn die beiden Figuren erweckten bei mir kein Interesse an ihnen. Zu wenig konnte ich in sie hineinsehen, obwohl sie ausgiebig bei ihrem jeweiligen Tagesablauf gezeigt werden. Die meisten Szenen sind aber nur für den Handlungsablauf relevant und werden nicht für die notwendige Charakterisierung genutzt. Diese verlässt sich lieber auf das im Kopf des Zuschauers geprägte Bild vom Kommissar und dem gestörten Sexualstraftäter &#8211; wenngleich das Ende mit zumindest einer der beiden Charakterblaupausen bricht.</p>
<p>Im Sinne des ursprünglichen Diskurses sind die beiden anderen Filme die interessanteren Anschauungsobjekte. Denn trotz der Tatsache, dass sowohl Petzold als auch Graf ihrer Linie treu geblieben sind, und trotz der verschiedenen eingesetzten Stilmittel, haben sie bei mir eine ähnliche Wirkung erzielt. Diese lässt sich am Besten mit dem Blick durch ein Fenster beschreiben; einen durch nichts getrübten Blick auf die Handlung aus nächster Nähe, der jedoch eine gewisse Distanz bedeutet, einen Abstand bzw eine unsichtbare Wand darstellt.</p>
<p><em>Etwas Besseres als den Tod</em> erzeugte diese Wahrnehmung durch seine vielen Totalen und wiederkehrenden Bildeinstellungen. Der Akteur der Handlung, Johannes, lernt als Zivi in einem Waldkrankenhaus das Zimmermädchen Ana kennen. Es entwickelt sich eine stürmische Liebe, doch bald wird sichtbar, dass die impulsive Ana und der angehende Medizinstudent nicht viel gemeinsam haben. Petzold verdeutlicht diese Entwicklung durch Reduktion auf das Wesentliche, es gibt bei ihm keine Einstellung und keinen Dialog zu viel. Stattdessen wird durch den seltsam bedrohlich wirkenden Soundtrack und die ausgesuchten Kamerablickwinkel Wert auf eine Stimmung gelegt, die dem Zuschauer vermittelt, dass da im Hintergrund etwas wartet &#8211; dass hinter dem gegenseitigen Begehren und der frischen Liebe ein baldiger Konflikt und in der Idylle des Thüringer Waldes der entflohene Mörder wartet. Lebendig wirken die Figuren durch die Fokussierung nicht, aber alle Emotionen und Handlungen sind trotzdem gut nachvollziehbar. Die Charakterisierung ist schlüssig, es werden genau die erforderlichen Wesenszüge dargestellt und so kann von Leblosigkeit keine Rede sein.</p>
<p>Ganz anders Dominik Graf. Er führt die Berliner Polizeipsychologin Jo nach Dreileben, um den entflohenen Straftäter zu finden. Sie übernachtet bei ihrer Studienfreundin Vera und ihrem Mann Bruno, einem Autoren, die zusammen ein Haus restaurieren. In nächtlichen Gesprächen finden die beiden Frauen heraus, dass sie einst den selben Mann geliebt haben und plötzlich brechen Wunden auf, die beide für geheilt hielten. Die Rahmenhandlung um den Polizeifall tritt dabei fast komplett in den Hintergrund, der Fokus liegt klar auf den Dialogen und den aus der Charakterkonstellation entstehenden Konflikten. Um seine Figuren mit Leben zu füllen gestattet Graf dem Zuschauer viele intime, private Einblicke, füllt deren Leben mit Details und lässt in Dialogen genausoviel ungesagt wie in Gesten und Blicken angedeutet wird.</p>
<p>So wirken alle Charaktere unglaublich authentisch, aber dies bringt auch Nachteile mit sich. Denn zum Einen bekommen die Figuren so viele Seiten, so viele Facetten verpasst, dass es anfangs schwerfällt, zwischen Gesagtem und Unausgesprochenem das Verhältnis der Figuren zueinander richtig zu verstehen. Zum anderen hatte ich den Eindruck, zu Besuch bei einer Privatparty zu sein und die Gastgeber nicht zu kennen, die sich gerade über ihre privatesten Details auslassen. Da diese sich auf ihre jahrelang eingeübte Kommunikation verlassen können, bekommt der unbedarfte Zuhörer oft nicht den gesamten Inhalt der Unterhaltung mit. Und dies führte bei mir zu dem Gefühl, als Zuschauer nicht vollständig in die Handlung integriert zu werden und wie durch ein Fenster darauf zu schauen.</p>
<p>Zusammengefasst mag Graf in seiner Kritik sicherlich vorhandene Probleme angesprochen haben, die zu tendenziell schlechteren Ergebnissen wie Hochhäuslers <em>Eine Minute Dunkel</em> führen können. Die sehenswerten Filme von ihm und Petzold zeigen jedoch, dass beide Stilrichtungen ihre Berechtigung haben und ganz ähnliche Wirkungen beim Zuschauer hervorrufen können; der Stil also nicht allein für einen guten oder schlechten Film verantwortlich ist.</p>
<p>Schade ist, dass das Filmprojekt <em>Dreileben</em> nur auf dieser Konzeptebene funktioniert. Die Filme greifen nicht so gut ineinander, wie sie es könnten; ich hatte das Gefühl, dass sich die drei Regisseure entweder nicht ausreichend abgesprochen haben oder bewusst durchgängige Handlungsstränge torpedieren und so ein nicht lösbares Puzzle erschufen. Gerade <em>Komm mir nicht nach</em> und <em>Eine Minute Dunkel</em>, die sich stark mit dem geflohenen Sexualstraftäter beschäftigen, müssten viel mehr Einfluss aufeinander haben, als sie es tun. Aber weder die Aufdeckung einer korrupten Polizeitruppe noch die schlussendliche Festnahme des Flüchtenden werden im abschließenden Film thematisiert, so dass der Eindruck entsteht, sie hätten nichts miteinander zu tun.</p>
<p>Da fehlt die Harmonie und deshalb sollten die Filme besser unabhängig voneinander betrachtet werden und nicht als Einheit oder gar Trilogie &#8211; und erst Recht nicht als Krimi. Ein verteilter Sendetermin z.B. an drei aufeinander folgenden Abenden hätte dem Format bestimmt besser getan und sich sicherlich auch in den Einschaltquoten niedergeschlagen. Aber qualitativ hochwertige Filme um Mitternacht zu senden hat ja Tradition bei der ARD, und die Zuschauerzahlen auf diesen Ausweichsendeplätzen entsprechen dann als selbsterfüllende Prophezeihung dem nicht vorhandenen Vertrauen in das eigene Programm.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kingoli.net/blog/2011/10/03/dreileben/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sherlock</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2011/08/08/sherlock/</link>
		<comments>http://www.kingoli.net/blog/2011/08/08/sherlock/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 20:21:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kingoli.net/blog/?p=2548</guid>
		<description><![CDATA[Als Kind habe ich in meiner Krimiphase neben Agathe Christie auch die Sherlock-Holmes-Geschichten von Arthur Conan Doyle verschlungen. Dementsprechend war ich alles andere als abgeneigt, mir die Neuinterpretation der BBC anzuschauen, welche versucht die Handlungen in die Gegenwart zu transformieren &#8211; und der das sehr gut gelingt. Dabei halten sich die Drehbücher erstaunlich nah an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Kind habe ich in meiner Krimiphase neben Agathe Christie auch die Sherlock-Holmes-Geschichten von Arthur Conan Doyle verschlungen. Dementsprechend war ich alles andere als abgeneigt, mir die Neuinterpretation der <a href="http://www.sherlock-bbcgermany.de/">BBC</a> anzuschauen, welche versucht die Handlungen in die Gegenwart zu transformieren &#8211; und der das sehr gut gelingt.</p>
<p>Dabei halten sich die Drehbücher erstaunlich nah an der Vorlage, was für die Universalität der Motive von Arthur Conan Doyle spricht. Sogar der Kriegseinsatz von Dr Watson in Afghanistan konnte wiederverwendet werden &#8211; History repeating. Ansonsten wird aus seinem Tagebuch eben ein Blog und aus Kutschen die modernen Londoner Cabs; Scotland Yard, Obdachlose und die Baker Street gibt es auch heute noch. Daneben bedient sich Sherlock moderner Kommunikationsmittel wie Handy und Internet und hat Freunde in der Street-Art-Szene. Diese neuen Elemente werden jedoch gut in die subtil modernisierten Handlungen integriert. </p>
<p>Weniger dezent wirkt die Optik der Serie. Fast jeder denkbare optische Schnick-Schnack, der momentan hip und angesagt ist, wird auch eingesetzt: Ein Tilt-&#038;-Shift-Intro, dreidimensionale Schrifteinblendungen im Stile der Augmented Reality, schnelle Schnitte wie in Guy Ritchies Konkurrenz-Adaption und eine Hochglanz-Digicam-Optik verwehren fast den Blick auf die guten Sets und die liebevolle Ausstattung.</p>
<p>Doch die Stärke von <em>Sherlock</em> liegt ganz woanders: Es sind die pointierten Dialoge und die Verlagerung der Handlungen in die heutige Zeit. Der Sherlock Holmes von Arthur Conan Doyle war aufgrund seiner Genialität ein anerkanntes Mitglied der Gesellschaft, doch seine moderne Version wird von Polizisten trotz aller Qualitäten als Freak bezeichnet, da er im zwischenmenschlichen Bereich ein Autist ist. Zeitweise verdächtigt ihn die Polizei sogar persönlich, für die untersuchten Verbrechen verantwortlich zu sein, da er so viele Details darüber schlussfolgert. Zudem wird ihm und Watson ständig eine gleichgeschlechtliche Beziehung unterstellt, was zu einer Art Running Gag der Serie wird. Leider leidet die Rolle des Dr. Watson unter der Überspitzung seines Partners; in der ersten Folge ist er kaum mehr als ein Stichwortgeber und Lobpreiser, dem trotz der prominenten Besetzung mit Martin Freeman kaum Sympathien zuteil werden.</p>
<p>Trotzdem funktioniert die Figurenkonstellation dank der Schauspieler hervorragend und bietet den Nährboden für die Dialoge, die sich dem Tempo der Inszenierung anschließen und einfach nur großartig sind. Sherlock wird dermaßen arrogant dargestellt, dass es eine Freude ist, ihm zuzuschauen. Überheblich und selbstsicher muss er in jeder Gelegenheit seinen Mitmenschen deutlich machen, dass er so viel schlauer ist als sie. Dies bewirkt dementsprechende Reaktionen, und die daraus resultierenden Dialoge machen einen Großteil des Unterhaltungswertes der Serie aus.</p>
<p>Nicht durchgängig mithalten kann da das Drehbuch. Bereits in der ersten Folge wusste ich eher als Sherlock, wer der Mörder war. Frei nach dessen eigenem Motto &#8220;Wenn man das Unmögliche ausgeschlossen hat, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unwahrscheinlich sie auch klingen mag&#8221;, konnte es nur der Taxifahrer sein. In der zweiten Folge häufen sich diese inszenatorischen Fehler bis zu einem nicht nachvollziehbaren Finale, so dass diese die schlechteste Episode darstellt. Der Abschluss &#8211; wie die erste Folge unter der Regie von Paul McGuigan &#8211; lief jedoch wieder zu der alten Form auf und bietet mit einer surrealen Kampfszene in einem Planetarium zwischen Sherlock und einem Riesen ein erinnerungswürdiges Highlight.</p>
<p>Obwohl sich also sowohl die Serie <em>Sherlock</em> als auch die Verfilmungen von Guy Ritchie um eine Modernisierung des Stoffes bemühen und ähnlich schnell und actionreich inszeniert sind, hat mich die BBC mit ihrem Ansatz mehr überzeugt. Wer die drei Filmepisoden noch nicht gesehen hat, sollte dies im September auf EinsFestival definitiv nachholen!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kingoli.net/blog/2011/08/08/sherlock/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schwierigkeiten bei der Interpretation von Inland Empire</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2010/11/21/schwierigkeiten-bei-der-interpretation-von-inland-empire/</link>
		<comments>http://www.kingoli.net/blog/2010/11/21/schwierigkeiten-bei-der-interpretation-von-inland-empire/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Nov 2010 21:48:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kingoli.net/blog/?p=1868</guid>
		<description><![CDATA[Einen Film von David Lynch nicht sofort zu verstehen, ist keine Schande. Der Regisseur bietet seinen Zuschauern ja bewusst keinen leichten Zugang, sondern verwirrt sie gerne mit verschiedenen Realitätsebenen, deren Unterscheidung schwerfällt. In Inland Empire treibt er diese Chiffrierung jedoch auf die Spitze. Als Reaktion auf die wohl erfolgreichen Ansätze zur Interpretation der letzten Filme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen Film von David Lynch nicht sofort zu verstehen, ist keine Schande. Der Regisseur bietet seinen Zuschauern ja bewusst keinen leichten Zugang, sondern verwirrt sie gerne mit verschiedenen Realitätsebenen, deren Unterscheidung schwerfällt. In <em>Inland Empire</em> treibt er diese Chiffrierung jedoch auf die Spitze. Als Reaktion auf die wohl erfolgreichen Ansätze zur Interpretation der letzten Filme <em>Lost Highway</em> und <em>Mulholland Drive</em>, die seinem Verständnis zur Rezeption seiner Filme widersprechen, ist er diesmal schon bei der Produktion andere Wege gegangen. Mit preiswerter Digitaltechnik, ohne zusammenhängendes Drehbuch und unter Ausnutzung von Auszügen eines gescheiterten Serienprojektes (u.a. die Hasenszenen) ließ er seiner Kreativität freien Spielraum und entwickelte die Kinofassung des Films erst beim Schnitt. Die wichtige Szene, in der die von Laura Dern gespielte Hauptperson ihre Leidenslebensgeschichte in einem Monolog vorträgt, wurde von 40 Minuten auf die Auszüge heruntergekürzt, die sich nun im Film wiederfinden.</p>
<p>Doch trotz des Wissens, dass David Lynch vielleicht in vollem Bewusstsein einen Film geschaffen hat, der sich jeder eindeutigen Interpretation entzieht und eigentlich eher als Ausdruck von Gefühlen und Stimmungen wahrgenommen werden sollte, gibt es im Internet ausreichend Versuche, das Gesehene in eine verständliche Reihenfolge und Kausalität zu bringen und ihm damit einen Sinn zu verleihen über das hinaus, was der Regisseur öffentlich verkündet.</p>
<p>Und dabei hat er sich so große Mühe gegeben, jegliche Linie aus dem Film zu nehmen. So gibt es zwar ein paar grundsätzlich stark voneinander abweichende Handlungsebenen (das Hollywood des Filmstars Nikki, das Hollywood der Film-im-Film-Sue, die Südstaaten der 60er/70er Jahre, Polen wohl in den 90ern), doch die allgegenwärtige DV-Qualität der Aufnahmen macht es schwer, zu jeder Szene sofort zu antizipieren, in welcher Ebene sie sich gerade abspielt.</p>
<p>Auch die Mode und die Frisuren lassen nur selten Rückschlüsse zu, während zumindest Laura Derns Ausdrucksweise zwischen zwei ihrer Rollen unterscheiden helfen kann. Viele der Schauspieler, ob nun Männer oder Frauen, tauchen in mehreren der Handlungsebenen auf, doch bei meiner ersten Sichtung hatte ich enorme Schwierigkeiten, diese wiederzuerkennen. Dies ist leider ebenfalls der DV-Bilder geschuldet, die mit ihrer sehr wechselhaften Schärfe und der oft irritierenden Perspektive der Handkameras nur wenig Hilfe geben.</p>
<p>Ein weiteres Problem schleppt die deutsche Synchronisation mit ein. Obwohl in der Originalfassung des Films die Hälfe der Dialoge auf Polnisch gesprochen wird, dürfen wir in der deutschen Fassung alles in unserer Muttersprache hören. Dies bedeutet nicht nur, dass wichtige Hinweise auf die sich gerade abspielende Handlungsebene verloren gehen, sondern auch, dass ich auf Gedeih und Verderb einer Synchronisation ausgeliefert bin, die nicht nur gleichzeitig des Englischen wie des Polnischen mächtig sein muss, sondern auch den Film verstanden haben sollte. Da es dafür aber keine Unterstützung von David Lynch gibt, kann ich nur hoffen, dass die deutsche Synchronisation aus Unwissen keine Fehler eingebaut hat, die mir die Interpretation unnötig erschweren.</p>
<p>Aber vielleicht sind das alles nur Ausreden um mein persönliches Scheitern beim Verständnis von <em>Inland Empire</em> zu verschleiern. Ich mag es, über Filme nachzudenken und deren Inhalte zu entschlüsseln. Ein Film, der sich aber bewusst schon durch den Produktionsprozess einem kausalen Begreifen entzieht und nicht über seine Handlung verstanden werden will, der macht es mir schwer, damit klarzukommen. Ich mag es wirklich, wenn Lynch seine surrealen Szenen über mich einstürzen lässt, aber das kann es doch nicht gewesen sein?! Da muss doch noch mehr an diesem Film sein, etwas das dem Gesehenen einen gewissen Sinn verleiht. Und so werde ich wohl trotz der schlechten Aussichten auf Erfolg weiter versuchen, mich <em>Inland Empire</em> anzunähern&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kingoli.net/blog/2010/11/21/schwierigkeiten-bei-der-interpretation-von-inland-empire/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>TV-Tipp</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2010/07/19/tv-tipp/</link>
		<comments>http://www.kingoli.net/blog/2010/07/19/tv-tipp/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 18:26:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gefunden]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kingoli.net/blog/?p=1742</guid>
		<description><![CDATA[Für Fans des Animationsfilms, wie ich einer bin, gibt es diese Woche ein Pflichtprogramm für den Videorekorder. Denn 3Sat sendet im Rahmen der Reihe Trickreich ausgesuchte Perlen dieser Filmgattung, die deren weite Bandbreite präsentieren: Computeranimation trifft auf Puppentrick, Stop-Motion auf Anime, Kurzfilm auf Klassiker (Hayao Miyazaki fehlt natürlich nicht). Da die meisten der Filme kaum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für Fans des Animationsfilms, wie ich einer bin, gibt es diese Woche ein Pflichtprogramm für den Videorekorder. Denn 3Sat sendet im Rahmen der Reihe <a href="http://www.3sat.de/page/?source=/film/145889/index.html">Trickreich</a> ausgesuchte Perlen dieser Filmgattung, die deren weite Bandbreite präsentieren: Computeranimation trifft auf Puppentrick, Stop-Motion auf Anime, Kurzfilm auf Klassiker (Hayao Miyazaki fehlt natürlich nicht). Da die meisten der Filme kaum Aussicht auf eine häufige TV-Ausstrahlung haben, sollte jeder Liebhaber des Trickfilms diese Gelegenheit nutzen!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kingoli.net/blog/2010/07/19/tv-tipp/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die GEZ ist tot, lang lebe die GEZ</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2010/06/09/die-gez-ist-tot-lang-lebe-die-gez/</link>
		<comments>http://www.kingoli.net/blog/2010/06/09/die-gez-ist-tot-lang-lebe-die-gez/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 20:09:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[gefunden]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kingoli.net/blog/?p=1715</guid>
		<description><![CDATA[Es ist Hochsommer in unserem schönen Land. Die sich im WM-Fieber befindenden Deutschen nutzen dies für ausgiebiges Grillen oder Chillen in den Beachbars. Der ideale Zeitpunkt also für die Regierung, ein Gesetz unterhalb der allgemeinen Aufmerksamkeitsschwelle schnell und ohne breite Diskussion in den Medien durchzubringen. Nun mag die Gebührenfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Vergleich zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Hochsommer in unserem schönen Land. Die sich im WM-Fieber befindenden Deutschen nutzen dies für ausgiebiges Grillen oder Chillen in den Beachbars. Der ideale Zeitpunkt also für die Regierung, ein Gesetz unterhalb der allgemeinen Aufmerksamkeitsschwelle schnell und ohne breite Diskussion in den Medien durchzubringen.</p>
<p>Nun mag die Gebührenfinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Vergleich zum ebenfalls angegangenen Rückbau des Sozialstaates kein spannendes Thema sein, doch zumindest in meinem Bekanntenkreis gibt es eine breite Abneigung gegen diese Behörde und die teilweise angewandten Spitzelmethoden, mit denen Nichtzahler ausfindig gemacht werden. Aus meiner Sicht war eine Reform der Gebührenerhebung längst fällig; ich hätte mir ein einfaches System gewünscht, das gleichzeitig sozial ist, den Bürger so wenig wie möglich seiner Daten preisgeben lässt und die Behörde selber überflüssig macht. Eine Finanzierung als Einkommensteuer wäre ein Beispiel dafür.</p>
<p>So ist es jetzt aber nicht gekommen. Das <a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/rundfunk-neues-gebuehrenmodell-alle-zahlen-und-die-gez-schnueffler-bleiben-daheim-1.956461">neue Finanzierungsmodell</a> sieht nach einem Kompromiss eines typischen Verhandlungsmarathons aus, in dem die ursprünglichen Ziele der beteiligten Parteien nur noch zu erahnen sind. Wichtigstes Ergebnis: Die Behörde bleibt bestehen, wenngleich die Spitzeltätigkeiten gegen einen Datenabgleich mit den Einwohnermeldeämtern ausgetauscht wird. Denn es soll keine Gerätegebühr mehr geben, sondern eine Haushaltsgebühr. Die GEZ muss also fortan nur noch feststellen, was ein Haushalt ist, der Mieter oder Besitzer muss danach für die Gebühr aufkommen. Im Endeffekt wurde eine Kopfpauschale gegen die andere ausgetauscht; und auch weiterhin wird es Probleme geben diejenige Person ausfindig zu machen, die am Ende zahlt. Zudem wurde es versäumt, einen einfachen Weg für die Befreiung von der Gebührenpflicht zu gehen; Bedürftige und sozial schwache Mitglieder der Bevölkerung müssen weiterhin bürokratische Hürden überwinden, die eine Erhaltung der GEZ notwendig machen.</p>
<p>Es wurde somit eine Chance vertan, einen wirklich großen Schritt zu machen. Ob das neue Modell die gesteckten Ziele erfüllt, einfacher und gerechter zu sein, muss ich doch stark anzweifeln. Zumindest sind jedoch die Zeiten der direkten Bespitzelung durch GEZ-Mitarbeiter bald vorüber; indirekt nutzt Vater Staat nun einfach stärker die ohnehin vorhandenen Daten der Einwohnermeldeämter (die m.W. bisher auch an die GEZ weitergeleitet wurden). Für mich als Gebührenzahler ändert sich also nichts &#8211; und das ist traurig!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kingoli.net/blog/2010/06/09/die-gez-ist-tot-lang-lebe-die-gez/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ein Tag, fünf Filme</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2010/04/05/ein-tag-funf-filme/</link>
		<comments>http://www.kingoli.net/blog/2010/04/05/ein-tag-funf-filme/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Apr 2010 21:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kingoli.net/blog/?p=1641</guid>
		<description><![CDATA[Feiertag. Ausschlafen. Und dann gar nicht mehr vom Sofa aufstehen. So habe ich es heute geschafft, fünf Filme am Stück zu sehen. Angefangen habe ich mit drei Klassikern der Science-Fiction. Tron ist die visuell überraschend eigenständige Umsetzung, nein: Vorstellung von einem Computerspiel Anfang der Achtziger Jahre. Der endlich Oscar-prämierte Jeff Bridges springt mit den Babylon-5-Veteranen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Feiertag. Ausschlafen. Und dann gar nicht mehr vom Sofa aufstehen. So habe ich es heute geschafft, fünf Filme am Stück zu sehen.</p>
<p>Angefangen habe ich mit drei Klassikern der Science-Fiction. <strong><em>Tron</em></strong> ist die visuell überraschend eigenständige Umsetzung, nein: Vorstellung von einem Computerspiel Anfang der Achtziger Jahre. Der endlich Oscar-prämierte Jeff Bridges springt mit den Babylon-5-Veteranen Bruce Boxleitner und Peter Jurasik durch eine Welt von vermenschlichten Programmen, um den von ihm selber geschriebenen <em>Master Control Program</em> den Stecker zu ziehen. Story und Action sind dabei Mittelmaß, aber der Film schafft es, durch Reduktion der Darstellung des Innenlebens eines Computers auf den Kontrast von wenigen, klaren hellen Linien und einfachen dunklen Flächen, eine ganz spezielle Optik zu erzeugen, die nachhallt. Dazu kommen die seltsam illuminierten Kostüme der menschlichen Programme, und fertig ist der Klassiker. Ich musste zudem feststellen, dass ich <em>Tron</em> als kleines Kind schon einmal gesehen habe, eine Szene kurz vor Schluss aber fälschlicherweise einem anderen Film zuschrieb. Allein diese Erinnerung endlich aufgeklärt zu haben, war mir wichtig.</p>
<p>Weiter ging es mit <strong><em>Alphaville</em></strong>, Godards Dystopie, die bereits 1965 auf der Berlinale den goldenen Bären gewann. Darin finden sich Elemente aus Orwells <em>1984</em> mit der Neusprech-Bibel, es werden Ängste vor Computern geschürt, die allerdings monoton langsam sprechende Kisten mit Bandlaufwerken sind, und es gibt vor allem einen zynischen Agenten, der rauchend und schießend durch die jeglicher Emotion beraubte Stadt <em>Alphaville</em> streift und trotz seiner Rotzigkeit die Denkmaschinen mit Logikpuzzlen außer Gefecht setzt und philosophische Statements postuliert. Ein aus heutiger Sicht sehr verworrener Film, dessen Utopie sich hauptsächlich über die Dialoge entwickelt, da Godard vollkommen ohne Special Effects in Paris gedreht hat. Strange!</p>
<p>Bodenständiger gibt sich dagegen Truffauts Bradbury-Verfilmung <strong><em>Fahrenheit 451</em></strong>, die von einer nahen Zukunft erzählt, in welchem der Staat alle Bücher verbrennt, damit seiner Bürger sich der emotionalen Auseinandersetzung mit fiktiven Problemen nicht stellen müssen und somit glücklicher sind. Das Verbrennen der wie Schätze gehüteten letzten Bücher hat ironischerweise die Feuerwehr übernommen. Der ganze Film lebt von diesen Gegensätzen wie den beiden Frauen, um die sich Hauptcharakter Guy Montag dreht: Die eine mit Kurzhaarschnitt, aber sehr emotionalem Auftreten, die andere mit langen Haaren dem Emotionen unterdrückenden Staat Untertan &#8211; beide von derselben Schauspieler dargestellt. Der Verlust der geschriebenen Sprache findet Ausdruck in Zeitungen, die aus Comics ohne Dialoge bestehen, und einem Filmvorspann, der nur Fernsehantennen zeigt und die an der Produktion Beteiligten von einem Ansager vortragen lässt. Zusammen mit dem unwirklichen, aber wunderbar literarischen Ende, welches eine Gruppe von Menschen zeigt, die jeweils ein Buch auswendig gelernt haben und damit zum Bewahrer von Literatur und Kunst geworden sind, hat sich dieser Film seinen Platz in der Ruhmeshalle des Science-Fiction redlich verdient.</p>
<p>Zu <strong><em>Asterix bei den Olympischen Spielen</em></strong> kann ich leider nur sagen, dass mich lange Kamerafahrten über beeindruckende Landschaften und am Computer entstandene Kulissen nur noch nerven. Generell ist der Film viel zu lang, das ewig in die Länge gezogene Ende mit den Sportstars ist so nützlich wie der Wurmfortsatz und die meisten Gags und Ideen zünden nicht. Da schaue ich mir lieber noch einmal die klassischen Zeichentrickverfilmungen der Comics aus den achtziger Jahren an, diese sind deutlich besser!</p>
<p>Der eigentliche Grund für diesen Beitrag ist jedoch <strong><em>Reconstruction</em></strong>, ein dänischer Film, der auf den Spuren von Lynch mit der Realität und dem Zuschauer spielt. Dieser weiß nämlich nicht, was wahr ist und was Fiktion (im Film immer eine spannende Frage), und so sieht er Aimee, die Frau des Schriftstellers August Holm, sich an mehreren Abenden hintereinander mit dem ihr unbekannten Alex in unterschiedlichen Bars treffen, und jedes Mal von vorne sich in eine Affäre stürzen. An den Tagen dazwischen passieren Alex plötzliche seltsame Dinge: Seine Wohnung ist verschwunden, seine Freundin Simone erkennt ihn nicht wieder (auch hier ist die doppelte Frauenrolle mit derselben Schauspielerin besetzt), sogar der Vater hat keine Erinnerung an den eigenen Sohn. Sein einziger Anker in der Realität ist Aimee; mit ihr werden Feuerzeuge, Ringe und Emotionen ausgetauscht, und am Ende lernt Alex Simone von neuem kennen und muss Aimee ziehen lassen.</p>
<p>All dies spielt sich vermutlich in dem Skript ab, an dem Erzähler und Autor August Holm arbeit, und das er seiner Frau widmet. So gibt es zwischendurch ein vielsagendes Interview mit ihm, in dem er die Herangehensweise von Frauen und Männern an Liebesgeschichten aus seiner Perspektive beschreibt, und auch ein, zwei Dialoge zwischen ihm und Aimee, in der er sich entschuldigt, dass er seine Gefühle für sie so schlecht ausdrücken kann. Also liegt die Vermutung nahe, dass er dafür das Medium eines Romans gewählt hat und der Zuschauer dessen Entwicklung im Kopf des Schriftstellers miterlebt.</p>
<p>Neben der teilweise surrealen Handlung ist es vor allem die Kamera, die den Film so sehenswert macht. Immer wieder werden die für den Film so wichtigen Bars und Hotels durch Satellitenaufnahmen mit weißen Punkten für die Aufenthaltsorte der Charaktere manifestiert; die durchgängig stark kontrastierten Bilder, meist Nachtaufnahmen, spielen mit Detailaufnahmen der Schauspieler aus allen erdenklichen Blickwinkeln, die das Spiel der Handlungsvariationen gut aufgreifen und auf einer weiteren Ebene die Idee des Ausprobierens unterstützen. Die titelgebende Rekonstruktion könnte dabei die Frage des Autors sein, was seine Frau in der vergangenen Nacht getan hat. Eine spannender Film ist dabei definitiv herausgekommen, den ich nur weiterempfehlen kann.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kingoli.net/blog/2010/04/05/ein-tag-funf-filme/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>HDTV &#8211; Geschichte und Zukunft</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2010/02/22/hdtv-geschichte-und-zukunft/</link>
		<comments>http://www.kingoli.net/blog/2010/02/22/hdtv-geschichte-und-zukunft/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 22:20:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gefunden]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kingoli.net/blog/?p=1533</guid>
		<description><![CDATA[Vor acht Tagen schrieb ich noch über meine Erfahrungen mit dem HDTV-Regelbetrieb der öffentlich-rechtlichen Sender ARD HD und ZDF HD und wagte den Ausblick, dass das verwendete 720p50-Format aufgrund seiner Außenseiterrolle nur eine Zwischenlösung darstellt. In den Niederlanden hat es nach Zuschauerprotesten bereits 2008 einen Wechsel auf das momentan weltweit am weitesten verbreitete Format 1080i [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor acht Tagen <a href="/blog/2010/02/13/hdtv-ein-holpriger-start/">schrieb ich</a> noch über meine Erfahrungen mit dem HDTV-Regelbetrieb der öffentlich-rechtlichen Sender ARD HD und ZDF HD und wagte den Ausblick, dass das verwendete 720p50-Format aufgrund seiner Außenseiterrolle nur eine Zwischenlösung darstellt. In den <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Niederlaender-sehen-HDTV-kuenftig-in-1080i-statt-720p-185464.html">Niederlanden</a> hat es nach Zuschauerprotesten bereits 2008 einen Wechsel auf das momentan weltweit am weitesten verbreitete Format 1080i gegeben, und dies hat nun Mitglieder eines Forums dazu veranlasst, eine <a href="http://www.ipetitions.com/petition/jetzt1080i/">Petition</a> zu starten, die selbiges für Deutschland fordert.</p>
<p>Ich habe diese natürlich sofort unterzeichnet, selbst wenn die Petition wohl kaum die Aufmerksamkeit der Entscheider bei ARD und ZDF erringen wird. Alle Argumente der Initiatoren kann ich jedoch nicht unterschreiben. Ich stimme zu, dass von der besseren zeitlichen Auflösung der 50 Vollbilder bei der Übertragung von in 1080i produzierten Sendungen wie aktuell Olympia nichts zu sehen ist, aber dennoch möchte ich nicht erst den Zwischenschritt auf 1080i gehen sondern gleich 1080p vorschlagen bzw Bilder in der bei der Produktion verwendeten Qualität ausgestrahlt sehen &#8211; da gibt es den wenigsten Transferverlust, nämlich keinen. Kein Probleme sehe ich dagegen bei der Darstellung von 720p auf Full-HD-Fernsehern (wie meinem), diese stellen Bilder auch in der kleineren HD-Auflösung 1280&#215;720 scharf dar, die &#8220;bedeutend schlechtere Technologie der Aufskalierung&#8221; ist eben nicht &#8220;kontraproduktiv für eine perfekte Bilddarstellung&#8221;, da sie von Anfang an Teil des HD-Standards war und alle Geräte darauf ausgelegt sind.</p>
<p>Wie dieser Standard sich entwickelt hat und welcher interessante Alleingang der Europäer mit einem analogen Standard bereits 1992 zu HDTV-Übertragungen von den olympischen Spielen in Barcelona und Albertville führten, kann man auf den Seiten des <a href="http://www.fernsehmuseum.info/fernsehnorm-hdtv.html">Fernsehmuseums</a> nachlesen. Die Texte dort sind zwar recht unzusammenhängend, aber trotzdem enorm informativ und deshalb lesenswert!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kingoli.net/blog/2010/02/22/hdtv-geschichte-und-zukunft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Metropolis 2010</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2010/02/13/metropolis-2010/</link>
		<comments>http://www.kingoli.net/blog/2010/02/13/metropolis-2010/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 22:43:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kingoli.net/blog/?p=1476</guid>
		<description><![CDATA[Karten für den Friedrichstadtpalast hatte ich keine und Lust auf zweieinhalb Stunden Frieren am Brandenburger Tor auch nicht, also musste ich die Welturaufführung der restaurierten Fassung von Metropolis in Originallänge und mit Original-Soundtrack eben in geselliger Runde auf der Couch im TV verfolgen &#8211; dank der kurzfristig realisierten Aufrüstung sogar in HD. Und es hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Karten für den Friedrichstadtpalast hatte ich keine und Lust auf <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2010/02/metropolis_am_b.php5">zweieinhalb Stunden Frieren am Brandenburger Tor</a> auch nicht, also musste ich die Welturaufführung der restaurierten Fassung von <a href="/blog/2010/01/22/metropolis/">Metropolis</a> in Originallänge und mit Original-Soundtrack eben in geselliger Runde auf der Couch im TV verfolgen &#8211; dank der <a href="/blog/2010/02/13/hdtv-ein-holpriger-start/">kurzfristig realisierten Aufrüstung</a> sogar in HD.</p>
<p>Und es hat sich gelohnt. Die fast dreißig Minuten neues altes Material geben dem Film mehr Tiefe; die wiedergefundenen Szenen runden die Geschichte an viele Stellen ab, stellen Verbindungen her, die vorher unklar waren und schenken uns mit dem <em>Schmalen</em> einen Charakter, der zusammen mit seiner Nebenhandlung beim Neuschnitt fast komplett entfernt wurde. Eine besondere Rolle spielt jedoch die Musikuntermalung, die mit den Bildern eine starke Symbiose eingeht und die Handlung unterstützt &#8211; dies war 1927 alles andere als üblich. Vielmehr sollte die Begleitmusik nicht vom Film ablenken, während sie in <em>Metropolis</em> die Geschichte auf der Leinwand vorantreibt, an anderer Stelle deren Tempo aufnimmt und zeitlich auseinanderliegende Szenen durch wiederkehrende Motive verbindet. Sie leistet damit das, was man heute von einem Soundtrack erwartet, funktioniert aber nur so gut, weil die dazugehörigen Szenen wieder im Film enthalten sind.</p>
<p>Deren optische Qualität ist hingegen unterirdisch. Während die 2001 restaurierten Szenen aufgrund des Abtastens der Positiv-Originale nur die Probleme der damaligen Kameratechnik offenbaren (vor allem die ungleiche Belichtung an den Rändern), ist das wiedergefundene Material eine schlechte Kopie eines Filmnegativs. Dieses hat nicht dasselbe Format, weshalb links und rechts und auch oben schwarze Ränder zu sehen sind. Desweiteren enthält es deutlich mehr optische Fehler wie Risse und das weitgehende Fehlen von Kameraschwenks verhindert die Rekonstruktion verdeckter Bildelemente, so dass ein gewisser optischer Bruch vorhanden ist. Einen Eindruck kann man sich auf der <a href="http://www.metropolis2710.de/de/restaurierung.html">Seite zur Restaurierung</a> machen.</p>
<p>Doch trotz &#8211; oder vielleicht auch gerade aufgrund &#8211; des schlechten Bildes verliert der Film niemals seine Anziehungskraft. Nach einiger Zeit hat das Auge gelernt, mit den Fehlern umzugehen und irgendwann nimmt man nur noch die Handlung wahr, wird förmlich hineingezogen in den Film und lässt so den Schleier der Zeit hinter einem zurück. <em>Metropolis</em> hat seinen Platz in der Filmgeschichte längst sicher, doch mit der vollständigen Fassung wird noch einmal deutlich, was für ein Mammutwerk Fritz Lang geschaffen hat!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kingoli.net/blog/2010/02/13/metropolis-2010/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>HDTV &#8211; ein holpriger Start</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2010/02/13/hdtv-ein-holpriger-start/</link>
		<comments>http://www.kingoli.net/blog/2010/02/13/hdtv-ein-holpriger-start/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 19:49:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[getan]]></category>
		<category><![CDATA[TV]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kingoli.net/blog/?p=1467</guid>
		<description><![CDATA[Pünktlich zu den olympischen Winterspielen in Vancouver haben es die Öffentlich-Rechtlichen Sender ARD und ZDF geschafft, ihre HDTV-Ausstrahlung in den Regelbetrieb übergehen zu lassen. Während arte schon seit über einem Jahr hochauflösend auf Sendung ist, haben die beiden ersten Programme erst ein paar Showcases wie zur Leichtathletik-WM und über Weihnachten ausprobiert, bevor der große Schritt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pünktlich zu den olympischen Winterspielen in Vancouver haben es die Öffentlich-Rechtlichen Sender <a href="http://www.ard-digital.de/HDTV/Startseite-HDTV">ARD</a> und <a href="http://www.unternehmen.zdf.de/index.php?id=29">ZDF</a> geschafft, ihre HDTV-Ausstrahlung in den Regelbetrieb übergehen zu lassen. Während arte schon seit über einem Jahr hochauflösend auf Sendung ist, haben die beiden ersten Programme erst ein paar Showcases wie zur Leichtathletik-WM und über Weihnachten ausprobiert, bevor der große Schritt gewagt wurde.</p>
<p>Trotzdem ist natürlich nicht alles HD, was auf den HDTV-Versionen der Sender läuft. Der Löwenanteil der Sendungen wird immer noch in SD produziert und für die HD-Ausstrahlung einfach nur hochgerechnet. Neben Mischformen wie der Bundesliga-Sportschau, deren Studioaufnahmen hochauflösend sind, die Spielzusammenfassungen jedoch nicht, gibt es aber bereits einige Programmformate in HD. In der <a href="http://programm.ard.de/Programm/Sender?sender=28106">ARD-Programmübersicht</a> sind diese als solche markiert; <a href="http://www.zdf.de/ZDFdeEPG/include-extended-searchform.jsp">beim ZDF kann man gezielt nach HD suchen</a>. In den nächsten vierzehn Tagen dominiert die Olympia-Berichterstattung diesen Bereich.</p>
<p>Technisch hat man sich bereits vor Jahren für 720p50 entschieden, d.h. für 50 Bilder pro Sekunde in der kleineren der beiden HD-Auflösungen. Begründet wird dies mit dem angeblich besseren Bild durch die höhere zeitliche Auflösung gegenüber dem weitverbreiteten 1080i50, also 50 Halbbildern in voller HD-Größe. So richtig ich die Entscheidung gegen das Interlaced-Format finde, dass als Relikt aus analogen TV-Tagen zu Zeiten von LCD-Fernsehern eigentlich längst ausgestorben sein sollte, so ärgerlich finde ich die Wahl der geringeren Auflösung. Denn zum Einen hat sich 1080p als Standardformat auf Blu-Rays längst durchgesetzt, zum Anderen wird weltweit das meiste HD-Material in 1080i produziert. Dies bedeutet, dass das gewählte Format nur eine Zwischenlösung darstellt und vermutlich bald wieder abgelöst wird. Bis dahin entsteht viel Konvertierungsaufwand, wenn fremdproduzierte Sendungen ausgestrahlt werden sollen wie aktuell die olympischen Spiele. Und selbst internationale Großereignisse wie die Leichtathletik-WM letztes Jahr in Berlin wurden von ARD/ZDF in 1080i produziert und nur dem eigenen Publikum in 720p50 präsentiert&#8230;</p>
<p>Neben dem höher aufgelösten Bild bringt der HDTV-Start auch Dolby Digital als Standardtonformat für die Öffentlich-Rechtlichen. Ob das abseits der Filme, bei denen dies bereits üblich war, wirklich Vorteile bringt, muss ich jedoch anzweifeln. Bei den Olympia-Übertragungen bedeutet dies nur, dass der Kommentator auf den Center-Lautsprecher gelegt wird und alle anderen Umgebungsgeräusche wie die Zuschauer auf den Surroundboxen erscheinen. Leider ist die Abmischung nicht optimal, der Kommentator geht teilweise in den Umgebungsgeräuschen unter, und beim Wechsel auf die nicht in 5.1 produzierte Werbung stören die großen Lautstärkeunterschiede.</p>
<p>Dennoch ist es wichtig, dass der Schritt zu HD endlich vollzogen wurde und ich verspreche mir einen wichtigen Impuls für die gesamte Fernsehlandschaft in Deutschland. Der Unterschied zum analogen Fernsehen und selbst zum digitalen SD-Bild ist deutlich zu sehen; endlich kann ich die Fähigkeiten meines HD-Fernsehers einmal ausnutzen.</p>
<p>Dabei standen die Chancen bis vor kurzem noch schlecht, dass ich als <a href="/blog/2009/02/20/wer-nicht-horen-will/">Zwangskunde von Kabel Deutschland</a> das HDTV-Signal überhaupt eingespeist bekomme. Denn entgegen anderer Kabel-Monopolisten wollte Kabel Deutschland von den Sendern Geld dafür verlangen, dass es dem für den Anschluss zahlenden Kunden die hochaufgelösten Kanäle anbietet. Erst <a href="http://kabel-blog.de/2010/01/28/hdtv-start-bei-kabel-deutschland/">Ende Januar</a> hatte das Pokerspiel ein Ende und Kabel Deutschland lenkte ein; seit einer Woche kann man das Signal nun empfangen und dies sogar ohne die ansonsten übliche Grundverschlüsselung.</p>
<p>Zum HD-Glück fehlte jetzt nur noch ein HD-Receiver. Denn mein Samsung-LCD besitzt keinen eingebauten DVB-C-Tuner wie der Philips meiner Eltern, bei denen ich über Weihnachten bereits erste Erfahrungen mit ARD/ZDF HD machen konnte. Da Kabel Deutschland bis vor kurzem außer Premiere/Sky, die eigene Receiver anbieten, keine HD-Sender im Programm hatte, fehlt noch jegliches HD-Angebot an die eigenen Kunden. Das bestmögliche angebotene Gerät war bisher ein digitaler Festplattenrekorder, der jedoch nicht einmal einen HDMI-Ausgang besaß sondern das digitale Signal über Scart an den Fernseher weitergab. Ein qualitativ hochwertiges Bild liegt eindeutig nicht im Fokus des Kabelanschlussanbieters &#8211; einige digitale Sender wie Eurosport 2 wurden mit einer geringen Bitrate eingespeist, die Erinnerungen an die ersten Internetvideos weckte. Erst im Sommer zur Fußball-WM soll das Angebot erweitert werden; mit etwas Glück kann ich dann gleich auf einen <a href="http://kabel-blog.de/2010/02/10/festplatten-receiver-fuer-hdtv-bei-kabel-bw/">HD-Festplattenrekorder wie bei Kabel-BW</a> wechseln.</p>
<p>So blieb mir nichts anderes übrig, als mir selbständig einen Receiver zuzulegen. Die Auswahl an preiswerten Geräten ist klein, und so kurz vor dem olympischen Spielen waren auch die Lager der Händler leer. Ich entschied mich für den Philips DCR-5000, der gerade rechtzeitig zum Regelbetrieb von ARD und ZDF HD per <a href="http://www.hdtv-pro.de/hdtv-news/firmware-update-fuer-hdtv-kabelreceiver-philips-dcr-50009000-verfuegbar-5193.html">Firmware-Update</a> überhaupt einen fehlerfreien Empfang der Sender ermöglicht. Anschluss und Einrichtung verliefen problemlos und so kann ich nun seit gestern die Winterolympiade in HD verfolgen.</p>
<p>Die Umschaltzeiten des Philips sind relativ gering und Bild und Ton können überzeugen; die Integration in meinen HiFi-Stack stellte keine Probleme dar. Zudem hat das Gerät eine tolle Fernbedienung und einen Stromsparmodus für das Standby, der aber auch die Aktualisierung des EPG verhindert. Probleme in Sachen Zukunftssicherheit sehe ich in der Beschränkung des HDMI-Ausgangs auf 1080i; Vollbilder in der großen HD-Auflösung sind so nicht möglich. Dies ist zwar momentan ausreichend für alles, was in Deutschland an HD-Fernsehen gesendet wird, aber wie gesagt gehört die Zukunft ganz klar dem 1080p-Format.</p>
<p>So muss man also vielerorts noch einige Hürden überwinden und den üblichen Preis der Early Adopters zahlen, um an der Zukunft des Fernsehens teilhaben zu können. Doch für mich hat sich die Investition ganz klar gelohnt und ich freue mich auf zwei Wochen Olympia in HD!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kingoli.net/blog/2010/02/13/hdtv-ein-holpriger-start/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

