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	<title>The KingOli Blog &#187; Halle</title>
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	<description>The KingOli Blog</description>
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		<title>Halle ist Budapest</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Dec 2011 17:40:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jedenfalls für den Film Carlos über den Terroristen Ilich Ramírez Sánchez, der vor kurzem als Directors Cut auf arte lief. Wann immer eine Außenaufnahme in Budapest im Bild zu sehen ist, sieht der Zuschauer in Wirklichkeit das Paulusviertel mit seinen Villen im Gründerzeitstil. Anfangs kamen mir die Straßenzüge nur seltsam bekannt vor, doch dann wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jedenfalls für den Film <em>Carlos</em> über den Terroristen Ilich Ramírez Sánchez, der vor kurzem als Directors Cut auf <em>arte</em> lief. Wann immer eine Außenaufnahme in Budapest im Bild zu sehen ist, sieht der Zuschauer in Wirklichkeit das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paulusviertel_(Halle)">Paulusviertel</a> mit seinen Villen im Gründerzeitstil. Anfangs kamen mir die Straßenzüge nur seltsam bekannt vor, doch dann wurde in einem Schwenk die markante Pauluskirche auf ihrem Hügel erfasst und damit war ein Irrtum auszuschließen. Da haben die Produzenten ihren Aufenthalt in Halle (in der <a href="http://www.halleforum.de/Halle-Nachrichten/HalleMesse-wird-OPECSitz/20441">Messe</a> wurden die Innenaufnahmen zum Überfall von Carlos auf die Konferenz der OPEC-Länder in Wien gedreht) gleich noch für weitere Szenen genutzt, was ich deutlich angenehmer &#8211; weil unverbrauchter &#8211; finde, als immer und immer wieder Berlin in internationalen Filmen zu sehen.</p>
<p><img src="/blog/wp-content/uploads/2011/12/carlos.jpg" alt="Die Pauluskirche in Carlos" title="Die Pauluskirche in Carlos" width="500" height="222"/></p>
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		<title>An der Saale breitem Strande</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jan 2011 10:31:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; stehen Industrieanlagen stolz und kühn. Mit diesem leicht abgeänderten Text eines altes Volkslied kann man die Sichtweise von Manfred Sprinzek, Präsident des Vereins zur Hebung der Saaleschifffahrt e.V., beschreiben. Dieser betreibt seit 15 Jahren Lobbyarbeit für die im Verein versammelten Firmen mit dem Ziel, die Saale zu einer ganzjährig befahrbaren Wasserstraße für Containerschiffe auszubauen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8230; stehen Industrieanlagen stolz und kühn.</em></p>
<p>Mit diesem leicht abgeänderten Text eines altes Volkslied kann man die Sichtweise von Manfred Sprinzek, Präsident des <em>Vereins zur Hebung der Saaleschifffahrt e.V.</em>, beschreiben. Dieser betreibt seit 15 Jahren Lobbyarbeit für die <a href="http://www.saaleverein.de/der-verein/mitglieder-und-sponsoren/">im Verein versammelten Firmen</a> mit dem Ziel, die Saale zu einer ganzjährig befahrbaren Wasserstraße für Containerschiffe auszubauen. Dabei kann er persönliche Erfolge wie den <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/laenderreport/823026/">Ausbau des Hallenser Hafens (&#8220;ein Hafen ohne Schiffe&#8221;)</a> und viele Bauprojekte entlang der Saale zur Verbesserung der Schiffbarkeit vorweisen. Doch eine Wasserstraße ohne direkten Zugang zu einem Seehafen nützt nur, wenn sie durchgängig befahrbar ist, und da hapert es momentan an den letzten Kilometern der unteren Saale kurz vor der Mündung in die Elbe.</p>
<p>Über den Ausbau dieser letzten Kilometer bzw deren Umgehung mittels eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Saalekanal">Kanals</a> wird nun schon seit über zwei Jahren erbittert gestritten. Sprinzek hat es geschafft, das Verkehrsministerium des Landes mit seiner Argumentation zu überzeugen, die Binnenschifffahrt in Sachsen-Anhalt als Alternative zum Gütertransport auf Schiene und Straße aufzustellen. Als Gegenspieler hat sich <a href="http://www.elbeinsel.de/06kontakt.html">Ernst Paul Dörfler</a> positioniert, der seit Jahren gegen des Ausbau der Elbe kämpft. Als Argument auf seiner Seite wird vor allem genannt, dass die Elbe aufgrund ihrer wechselnden Pegelstände selber keine ganzjährige Beschiffbarkeit aufweist, so dass die großen Containerschiffe gar nicht erst zur Saale kommen.</p>
<p>Nun hat sich aber das Bundesverkehrsministerium als wichtigster Geldgeber <a href="http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&#038;atype=ksArtikel&#038;aid=1296110199183&#038;openMenu=1013016724285&#038;calledPageId=1013016724285&#038;listid=1018881578312">in die Diskussion eingemischt</a>. Dort soll nach neoliberaler Denkweise nur noch gefördert werden, was ohnehin schon wirtschaftlich arbeitet. Und dies sind in erster Linie die westdeutschen Wasserwege, auf Saale und Elbe gehen die Transportzahlen seit Jahren auf niedrigem Niveau sogar zurück. Damit würde sich der Saaleausbau nicht nur in seiner Umweltverträglichkeit, sondern ganz klar auch wirtschaftlich disqualifizieren.</p>
<p>Aus meiner Sicht sollte von einem weiteren Ausbau der Saale abgesehen werden. Halle hat das diesjährige Hochwasser wie auch viele zuvor gut überstanden, weil im Bereich der natürlichen Überschwemmungsgebiete der Saaleaue so gut wie keine Gebäude stehen. Ein begradigender Ausbau von Flüssen und Einschnitte in die Auen sind deshalb aus Sicht des Hochwasserschutzes negativ zu sehen. Für die Verlagerung von wenigen Tonnen Gütertransporte auf den sicherlich ökologisch sinnvollen Wasserweg müssten dann vielleicht viele Menschen entlag der unteren Saale und der Elbe die Konsequenzen tragen. Dieses Risiko sind die geringen wirtschaftlichen Erfolgsaussichten nicht wert, auch wenn ich die Denkweise des Bundesverkehrsministeriums nicht unterstütze.</p>
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		<title>Schillers sämtliche Werke &#8230; leicht gekürzt</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 23:35:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Halle]]></category>

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		<description><![CDATA[Was haben Don Carlos und Der Pate, Wallenstein, Bruno Ganz und Goethe gemeinsam? Eigentlich gar nichts. Und doch mischt das Kabarettstück Schillers sämtliche Werke &#8230; leicht gekürzt alle diese Themen zu einem zweistündigen unterhaltsamen Theaterabend zusammen. Ursprünglich am Altonaer Theater in Hamburg aufgeführt, hat es eine sanft lokalisierte Fassung des Stückes nun nach Halle geschafft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was haben <em>Don Carlos</em> und <em>Der Pate</em>, <em>Wallenstein</em>, Bruno Ganz und Goethe gemeinsam? Eigentlich gar nichts. Und doch mischt das Kabarettstück <em>Schillers sämtliche Werke &#8230; leicht gekürzt</em> alle diese Themen zu einem zweistündigen unterhaltsamen Theaterabend zusammen. Ursprünglich am <a href="http://www.schillerban.de/">Altonaer Theater in Hamburg</a> aufgeführt, hat es eine sanft lokalisierte Fassung des Stückes nun nach Halle geschafft und wird von der <a href="http://www.kulturreederei.de/">Kulturreederei</a> im alten Fernsehstudio gespielt.</p>
<p>Als Hommage an den großen deutschen Dichter gedacht, wechseln sich auf der Bühne vier Akteure dabei ab, Episoden aus Schillers Biographie und kurze Auszüge aus seinen Werken vorzutragen und deren mögliche Einflüsse auf moderne Unterhaltungswerke aufzuzeigen. Dabei sind die Übergänge zwischen den einzelnen Rollen und Stücken fließend und es gibt eine weitere inhaltliche Ebene, in der die vier Akteure eigene Schauspielercharaktere verkörpern, die jedoch sehr klischeehaft angelegt sind. So nervte mich die im Original von Hilmi Sözer dargestellte Rolle, die nur auf Vorurteilen gegenüber Ausländern basiert, und ständig unpassend zwischen Pseudo-Slang und Hochdeutsch pendelt. Das passt innerhalb des Stückes nicht, und zu Schillers Werken schon gar nicht.</p>
<p>Vorbildung in Sachen Schiller ist ansonsten nicht notwendig &#8211; alle Szenen werden in ihren inhaltlichen wie zeitlichen Kontext gesetzt. Etwas popkulturelle Bildung kann dagegen nicht schaden, um u.a. die Dialoge aus dem Paten zu erkennen. Klassische Hochkultur ist also nicht erwarten, eher postmodernes Referenzentheater. So schafft es das Stück, gleichzeitig unterhaltsam zu sein und beim Publikum Interesse für das Werk von Schiller zu wecken, das seine Dramen betreffend vollständig abgehandelt wird.</p>
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		<title>Solei &#8211; das unbekannte Wesen</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 16:54:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich kenne Soleier von klein auf. Seit ich denken kann gab es bei meinen Eltern zu Ostern die in einer Salzlake eingelegten Eier und mittlerweile habe ich diese Tradition übernommen. Doch dann musste ich heute bei einer nicht repräsentativen Umfrage unter meinen Kollegen in Berlin (Spreewälder, Lausitzer, Magdeburger, aber auch Berliner) feststellen, dass niemand &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/blog/wp-content/uploads/2010/03/soleier.jpg" alt="Soleier" title="Soleier" width="500" height="244" /></p>
<p>Ich kenne Soleier von klein auf. Seit ich denken kann gab es bei meinen Eltern zu Ostern die in einer Salzlake eingelegten Eier und mittlerweile habe ich diese Tradition übernommen. Doch dann musste ich heute bei einer nicht repräsentativen Umfrage unter meinen Kollegen in Berlin (Spreewälder, Lausitzer, Magdeburger, aber auch Berliner) feststellen, dass niemand &#8211; wirklich <strong>niemand</strong> &#8211; diesen Osterbrauch kennt. Dabei behauptet die Wikipedia, dass Soleier <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soleier">ein traditionelles Gericht der Berliner Küche</a> sind.</p>
<p><a href="http://www.gcb.de/DEU/staedte/stadt_54.htm">Andere Quellen</a> wissen zu berichten, dass die <a href="http://www.halloren.com/">Halloren</a>, die Salzwirkerbruderschaft aus meiner Heimatstadt Halle, das Solei erfunden haben &#8211; was durchaus einen Sinn ergibt und auch mein Umfrageergebnis erklären würde. Vielleicht sollte ich ja <a href="http://www.brigitte.de/kochen/kuechen-basics/soleier-1023228/">eines der vielen bebilderten Rezepte</a> auf Arbeit verteilen oder gleich die fertigen Eier, um dieses Kulturgut weiter zu verbreiten. Denn Soleier sind einfach zu lecker!</p>
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		<title>Locationrotation</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2009 14:03:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem die Stadt Halle die Turntable Days verbannt hat und das Splash nach der kurzen Stippvisite in Pouch nach Ferropolis weitergezogen ist, sah es um Halle herum mau aus mit Festivals. Doch dies scheint sich jetzt zu ändern. Zuerst schaffte im letzten Jahr mein Stammfestival Rock Harz den Sprung in den Ostharz, und nun hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem die Stadt Halle die <em>Turntable Days</em> verbannt hat und das <a href="http://blogs.splash-mag.de/splash-mag/2009/07/01/das-splash-09-wird-in-ferropolis-gefeiert/">Splash</a> nach der kurzen Stippvisite in Pouch nach Ferropolis weitergezogen ist, sah es um Halle herum mau aus mit Festivals. Doch dies scheint sich jetzt zu ändern. Zuerst schaffte im letzten Jahr mein Stammfestival <a href="http://www.rockharz.com/">Rock Harz</a> <a href="/blog/2009/07/12/rock-harz-2009/">den Sprung in den Ostharz</a>, und nun hat sich auch das <a href="http://www.highfield.de/">Highfield</a> einen neuen Platz gesucht und im Süden von Leipzig gefunden, wo die DDR-Tagebaulandschaft gerade aufwendig zur <a href="http://www.mitteldeutsche-seenlandschaft.de/">Mitteldeutschen Seenlandschaft</a> umgestaltet wird.</p>
<p>Ein wenig schade ist, dass das Highfield seine idyllische Location am Stausee Hohenfelden verlässt. Von 2000 bis 2003 war ich vier Jahre in Folge dort und immer begeistert. Allein der Sandstrand vor der Bühne hat das Festival immer zu etwas Besonderem gemacht, und die Möglichkeit den See zum Baden zu benutzen habe ich gerne genutzt. Vielleicht kann man einiges davon auch am Störmthaler See wieder aufleben lassen; die Nähe zur Heimat ist auf jeden Fall ein wichtiger Faktor für mich, auch bei einem nicht so tollen Lineup das Ticket zu buchen.</p>
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		<title>Lyonel-Feininger-Ausstellung in der Stiftung Moritzburg</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 20:27:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal wird man von den Eltern stärker und subtiler in seinem Geschmack geprägt, als man es glaubt. Bei mir geschah dies durch ein Plakat, mit dem mein Vater mein Kinderzimmer ausstattete, als ich vielleicht sechs, sieben Jahre alt war. Der Nachdruck eines Ölgemäldes zeigte mit wenigen klaren Linien und warmen Farben ein Segelschiff; der Name [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal wird man von den Eltern stärker und subtiler in seinem Geschmack geprägt, als man es glaubt. Bei mir geschah dies durch ein Plakat, mit dem mein Vater mein Kinderzimmer ausstattete, als ich vielleicht sechs, sieben Jahre alt war. Der Nachdruck eines Ölgemäldes zeigte mit wenigen klaren Linien und warmen Farben ein Segelschiff; der Name des Künstlers war <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lyonel_Feininger">Lyonel Feininger</a>.</p>
<p>Nun muss man wissen, dass mein Vater am <a href="http://www.bauhaus-dessau.de/">Bauhaus in Dessau</a> gelernt hat und versteht so sein Interesse für die Künstler der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blaue_Vier">Blaue Vier</a>. Zudem trieb es ihn beruflich ausgerechnet nach Halle, also derjenigen Stadt, die in ihrer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Rive">Blütezeit</a> Lyonel Feininger beauftragte, eine Bilderserie zu erstellen und ihm dafür ein Atelier in der Moritzburg zur Verfügung stellte.</p>
<p>Das Land Sachsen-Anhalt hat nun einen verfallenen Flügel der Moritzburg zum Kunstmuseum ausgebaut und lockt aktuell mit einer <a href="http://stiftung-moritzburg.de/ausstellungen/sonderausstellungen/einzelansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=8&#038;tx_ttnews%5BbackPid%5D=22&#038;cHash=1ae8cfbd23">Sonderausstellung über Feiningers Spätwerk</a> nach der Vertreibung aus Deutschland. Das ließen sich mein Vater und ich natürlich nicht entgehen und haben uns zudem zum ersten Mal die Dauerausstellung (u.a. mit Feiningers Marktkirche) angesehen.</p>
<p>Das Museum selber beeindruckt vor allem durch seine <a href="http://stiftung-moritzburg.de/uploads/pics/dauerausstellungen1.jpg">Einbindung der mittelalterlichen Burgmauern</a> in eine moderne Betonfassade. Darin präsentieren sich neben einigen Werken der Moderne von Feininger, Gustav Klimt, Edvard Munch und Franz Marc auch eine sehr breite Sammlung der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brücke_(Künstlergruppe)">Brücke</a>-Künstler. Abgerundet wird der neue Teil des Museums durch eine von der Decke hängende Box mit Werken von 1945 bis in die Gegenwart, wobei eine Installation durch ihre ständig wiederholt von Videoband abgespielte Geräuschkulisse den Genuss der restlichen Ausstellungsstücke beeinträchtigte.</p>
<p>Im Nordflügel der Moritzburg mit seinem Aluminiumdach erwartete uns schließlich auf zwei Etagen die Feininger-Sonderausstellung. Den Hauptteil machen dabei Ölgemälde aus, wobei sich Feininger zwar auch seiner neuen, alten Heimat New York mit der Manhattan-Serie widmete, aber weiterhin seinen wiederholten Themen Segelschiffe und Strandlandschaften widmete. Auch seine thüringischen Dörfer und Kirchen finden sich in dieser letzten Schaffensphase, obwohl ihm die direkten Vorlagen ja fehlten. Doch Feininger lebte von seinen Aufzeichnungen und Skizzen, von denen einige ausgestellt sind und einen Einblick in den Arbeitsprozess des Künstlers erlauben.</p>
<p>Von einigen Motiven muss Feininger so besessen gewesen sein, dass er sie wieder und wieder malte. Immer in derselben Ansicht, aber in abgewandelten Stilen. So experimentierte er mit Holzschnitten und anderen Techniken und versuchte so, neue Perspektiven aus den Vorlagen zu gewinnen. Auch zu seinen Wurzeln, den Comicstrips und Karikaturen, findet Feininger in dieser Phase zurück; die Ausstellung zeigt also eine unglaubliche Breite im Schaffen des Künstlers und Bauhausprofessoren.</p>
<p>Wer also Interesse an den Werken Lyonel Feiningers hat, der sollte auf jeden Fall nach Halle kommen und sich die beeindruckende Zusammenstellung aus seinem Spätwerk ansehen, die tiefe Einblicke in dessen Arbeitsweise ermöglicht.</p>
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		<title>Halle und seine Verkehrszählung</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2009/05/10/halle-und-seine-verkehrszahlung/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 18:33:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Halle arbeitet ebenso wie viele andere Städte an einem Konzept für die Lenkung des seit der Wende deutlich zugenommenen Verkehrsstroms. Eine neuartige Form der Verkehrszählung soll dabei eine objektive Entscheidungsgrundlage liefern. Die MZ berichtet bewundernd davon, wie die beauftragte Firma an verschiedenen Messpunkten die Kennzeichen aller vorbeifahrenden Autos scannt und speichert. Ziel ist es, den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Halle arbeitet ebenso wie viele andere Städte an einem Konzept für die Lenkung des seit der Wende deutlich zugenommenen Verkehrsstroms. Eine neuartige Form der Verkehrszählung soll dabei eine objektive Entscheidungsgrundlage liefern. Die <a href="http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&#038;atype=ksArtikel&#038;aid=1241588389406">MZ berichtet</a> bewundernd davon, wie die beauftragte Firma an verschiedenen Messpunkten die Kennzeichen aller vorbeifahrenden Autos scannt und speichert. Ziel ist es, den Fahrzeugstrom in ein-, aus- und durchfahrenden Verkehr aufzuspalten, indem die Daten aller Verkehrsknotenpunkte zusammen ausgewertet werden.</p>
<p>Nun sind Kennzeichen an sich keine sensiblen Informationen, allerdings kann man darüber auf die Halter des KFZs rückschließen und erhält so Bewegungsprofile, die nicht die Hände einer privatwirtschaftlichen Firma gehören. Die Stadt Halle hat diesen Punkt mehr Beachtung geschenkt als die MZ und <a href="http://www.halle.de/index.asp?MenuID=887&#038;NewsID=22370&#038;NewsLocation=7&#038;TotalNews=40">informiert</a>, dass die Daten codiert werden und die Datenschutzbeauftragte der Stadt dies abgesegnet hat. Eine vorbildliche Herangehensweise, auf die jedoch seit gestern ein Schatten fällt: Um die verwendete Software zur Kennzeichenerkennung gibt es einen <a href="http://www.pflaster-info-agentur.de/index.php?area=1&#038;p=news&#038;newsid=6015">Rechtsstreit</a> und der Kläger weist darauf hin, dass es möglich ist, aus den codierten Daten die Kennzeichen wieder zu entschlüsseln.</p>
<p>Ob dies nun der Wahrheit entspricht oder nicht kann ich nicht beurteilen. Aber es ist ein generelles Problem festzustellen, ob eine Software auch wirklich das tut, was der Hersteller verspricht. Deshalb ist es sehr vernünftig, dass Wahlcomputer verboten wurden, da sonst die Herstellerfirmen der Versuchung ausgesetzt wären, Einfluss auf einen der grundlegendsten Prozesse unserer Demokratie zu nehmen. Im Fall der halleschen Kennzeichendaten sind die potentiellen Folgen natürlich nicht annähernd so schwerwiegend, aber ich werde das Thema weiter im Auge behalten.</p>
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		<title>Mauern</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2009/03/13/mauern/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Mar 2009 14:18:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[gefunden]]></category>
		<category><![CDATA[Halle]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Mauern kennt man sich aus in Halle. Ob es sich nun um Nachbauten der Berliner Mauer für einen Film handelt oder bewegliche Exemplare aus Polizisten (Beitrag von TV-Halle vom 09.03.2009), in der Saalestadt findet man sie alle. Doch das Derby Halle gegen Magdeburg steht sinnbildlich für das gespannte Verhältnis zwischen den beiden größten Städten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Mauern kennt man sich aus in Halle. Ob es sich nun um <a href="http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&#038;atype=ksArtikel&#038;aid=1236150453832&#038;calledPageId=987490165154">Nachbauten der Berliner Mauer für einen Film</a> handelt oder bewegliche Exemplare aus Polizisten (<a href="http://www.tvhalle.de/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=404&#038;Itemid=84">Beitrag von TV-Halle vom 09.03.2009</a>), in der Saalestadt findet man sie alle.</p>
<p>Doch das Derby Halle gegen Magdeburg steht sinnbildlich für das gespannte Verhältnis zwischen den beiden größten Städten Sachsen-Anhalts, die Mauer in den Köpfen. Dies ist wohl in dem Selbstverständnis von Halle begründet, als größte Stadt und kulturelles Zentrum des wiedergegründeten Bundeslandes nach der Wende nicht Hauptstadt geworden zu sein (<a href="http://sanity.madcynic.com/2009/01/26/wie-man-eine-stadt-vor-den-kopf-stost/">ein Argument, dass Magdeburg mit seiner Geschichte wiederum nicht versteht</a>). Seitdem wird jede Entscheidung des Landes für eine der beiden Städte von den Magdeburgern und Hallensern auf die Goldwaage gelegt (<a href="/blog/2008/09/25/eu-bestatigt-it-always-rains-on-me/">auch von mir</a>) und das gute Verhältnis der Oberbürgermeister kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass gerade in den Stadträten diese Befindlichkeiten aus politischem Interesse öfters bedient werden.</p>
<p>Aktuelles Thema sind dabei die <a href="http://www.flickr.com/photos/7891209@N04/3314619976/">Magdeburger Halbkugeln</a>, ein Geschenk der Landeshauptstadt zum Hallenser Stadtjubiläum. Diese wurden von den in meiner Heimatstadt allgegenwärtigen Sprayern verunstaltet und werden im Zuge der <del datetime="2009-03-13T13:44:10+00:00">Restauration</del> Neugestaltung <a href="http://www.halleforum.de/Halle-Nachrichten/Halbkugeln-kommen-in-EinsteinKita/19798">an einen weniger öffentlichen Platz verlegt</a>, was Diskussionen in der lokalen Presse hervorrief.</p>
<p>Nun könnte man, ohne über die o.g. Mauer zu blicken, den Standpunkt vertreten, dass dieses Geschenk selber schon eine Unverschämtheit war und nie öffentlich ausgestellt gehörte. Denn das <a href="http://www.magdeburger-halbkugeln.de/">Kunstwerk</a> ist in seiner Intention eine Erinnerung an ein Magdeburger Jubiläum, also Werbung für die schenkende Stadt. Und während in Magdeburg Exemplare herumstehen, die von Künstlern gestaltet wurden (eine Aktion, die von <a href="http://www.buddy-baer.com/de.html">Berlin mit seinem Bären</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tierparaden">Leipzig mit dem Löwen</a> abgeschaut wurde), ist die Schenkung an Halle von Kindern gestaltet und könnte bösartig als Herabwürdigung der selbsternannten Kulturhauptstadt interpretiert werden.</p>
<p>Der Magdeburger OB will kein Öl in das Feuer gießen und hat geäußert, dass an das Geschenk keine Bedingungen geknüpft sind, er also kein Problem darin sieht, wenn die Halbkugeln aus dem halleschen Stadtbild verschwinden. Und das ist vielleicht sogar die beste Lösung für alle. Denn zum Einen werden die Hallenser nicht mehr an diese unglückliche Schenkung erinnert, und zum Anderen lernen die Kinder der Kita, kreativ mit dem Präsent der Landeshauptstadt umzugehen und so zu verhindern, dass sie die vorherrschenden Denkmuster übernehmen.</p>
<p>Wie man sieht, ist Mauern aufzubauen einfach, sie einzureißen aber schwierig. Seit ich Halle in Richtung Berlin verlassen habe, schaue ich etwas gelassener auf die Städtebeziehung, und dies wünsche ich allen Sachsen-Anhaltern (oder -Anhaltinern) zum Wohle des gesamten Landes.</p>
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		<title>Feuchtgebiete</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 22:19:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gewesen]]></category>
		<category><![CDATA[Halle]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich gehe ja nicht oft ins Theater. Das Hallenser nt hat mich bisher nur zweimal gesehen, einmal zur Dreigroschenoper und zuletzt vor zwei Jahren zu Dinner for Six. Nun führte der Medienrummel um die Inszenierung von Charlotte Roches Ekelroman Feuchtgebiete dazu, dass sich eine größere Runde in meinem Freundeskreis fand und wir die sehr begehrten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gehe ja nicht oft ins Theater. Das Hallenser <a href="http://www.kulturinsel-halle.de/aktuell/index.php?id=5">nt</a> hat mich bisher nur zweimal gesehen, einmal zur <em>Dreigroschenoper</em> und zuletzt vor zwei Jahren zu <a href="http://www.simone-danaylowa.de/Dinner%20for%20Six/Dinner%20for%20Six.html">Dinner for Six</a>. Nun führte der Medienrummel um die Inszenierung von Charlotte Roches Ekelroman <em>Feuchtgebiete</em> dazu, dass sich eine größere Runde in meinem Freundeskreis fand und wir die sehr begehrten Karten für den letzten Samstag ergatterten.</p>
<p>Die Sitzplätze in der Werft waren mit Laken belegt, und wir sollten schnell herausfinden, warum. Auf der Bühne wird nämlich passend zum Thema ordentlich rumgesaut. Da werden mit Körperflüssigkeiten gefüllte Ballons zerdrückt, ganze Beutel voll mit Erde verteilt, auf dem Bühnenboden Teig geknetet und verschiedene Phallussymbole in Wassereimer gestoßen. Die Zuschauer der ersten Reihen haben den einen oder anderen Teil dieser Requisiten mit abbekommen. Aber auch wir auf den oberen Plätzen durften die Schauspieler aus nächster Nähe bewundern, als diese tanzend durch den Zuschauerraum zogen.</p>
<p>Auf der Bühne waren sieben gebärmutterförmige Wannen in den Boden eingelassen, in denen die nur mit übergroßen weißen Männerunterhosen bekleideten Darsteller das Stück begannen. Leider ist die Inszenierung sehr fragmentarisch, es gibt keine durchgehende Handlung und über den Inhalt der Vorlage bekommt man nicht viel mit. Schlimmer noch, weite Teile sind nur verständlich, wenn man das Buch bereits gelesen hat &#8211; und das habe ich nicht. So verkommt <em>Feuchtgebiete</em> zu einer puren Aneinanderreihung von bildhaften Interpretationen einzelner Textzeilen, die für mich in ihrer Zusammenstellung keinerlei Sinn ergaben und fragend zurückließen.</p>
<p>Viel Medienlärm um nichts also; ich kann das Stück definitiv nicht weiterempfehlen und bin mir weiterhin unsicher, ob meine Verehrung für Charlotte Roche ausreicht, ein Buch zu lesen, dessen Inhalt einige Grenzen meines Geschmacks überschreitet. Bleibt zu hoffen, dass der nächste Theaterbesuch wieder erfolgreicher ausfällt.</p>
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		<title>Alles so wie vorher</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 22:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Halle]]></category>

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		<description><![CDATA[So kam es mir jedenfalls vor, als ich letztes Wochenende zur Abwechslung die Hallenser Kneipen besuchte. Die selben verqualmten Klamotten wie vor einem Jahr, die selben Probleme mit den Kontaktlinsen aufgrund der verrauchten Luft. Denn die Entscheidung des Landesverfassungsgerichts von Sachsen-Anhalt hat dazu geführt, dass in den vorwiegend kleinen Kneipen meiner Heimatstadt wieder geraucht werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So kam es mir jedenfalls vor, als ich letztes Wochenende zur Abwechslung die Hallenser Kneipen besuchte. Die selben verqualmten Klamotten wie vor einem Jahr, die selben Probleme mit den Kontaktlinsen aufgrund der verrauchten Luft. Denn die <a href="http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&#038;atype=ksArtikel&#038;aid=1224651546012&#038;calledPageId=987490165154">Entscheidung des Landesverfassungsgerichts von Sachsen-Anhalt</a> hat dazu geführt, dass in den vorwiegend kleinen Kneipen meiner Heimatstadt wieder geraucht werden darf. Da die Wahl, alle Raucher auszusperren, aus Sicht der Kneipenbesitzer keine ist, wurde also nur die Essenskarte beschnitten und ein Raucherschild an die Tür gepappt; fertig ist der Status Quo von 2007.</p>
<p>Irgendwie verstehe ich nicht, wieso die eingeschränkte Berufsfreiheit der Betreiber die guten Ansätze eines Gesetzes zum Schutz der Gesundheit so komplett hinwegfegen kann. Iterative Verbesserungen sind wohl nicht möglich? Bis das Land das Gesetz überarbeitet hat ist meine Freiheit, abends rauchfrei weg zu gehen, auf jeden Fall deutlich eingeschränkt &#8211; vielleicht sollte ich ja auch klagen. Es bleibt zu hoffen, dass es nach diesem Rückschritt demnächst wieder vorwärts geht mit dem Schutz der Nichtraucher.</p>
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