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	<title>The KingOli Blog &#187; Berlinale</title>
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		<title>Trash auf der Berlinale</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 20:20:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist endlich soweit &#8211; seit heute ist nicht nur der Wettbewerb der 62. Berlinale komplett, sondern auch das vollständige und wie gewohnt total unübersichtliche Programm der 2012er Ausgabe der Internationalen Filmfestspiele von Berlin online. Nach dem ersten Überfliegen der Filme habe ich ein paar Favoriten in der Panorama-Sektion im Auge, wobei ich vor allem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist endlich soweit &#8211; seit heute ist nicht nur der <a href="http://www.berlinale.de/de/presse/pressemitteilungen/alle/Alle-Detail_13460.html">Wettbewerb der 62. Berlinale komplett</a>, sondern auch das vollständige und wie gewohnt total unübersichtliche <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/programmsuche.php">Programm</a> der 2012er Ausgabe der Internationalen Filmfestspiele von Berlin online. Nach dem ersten Überfliegen der Filme habe ich ein paar Favoriten in der Panorama-Sektion im Auge, wobei ich vor allem auf <a href="http://www.ironsky.net/">Iron Sky</a> gespannt bin. Der Nazi-Trash-Sci-Fi-Film setzte von Anfang an auf eine direkte Ansprache und Einbeziehung der potentiellen Zuschauer über das Internet inklusive einer Teilfinanzierung durch Crowdfunding (dazu folgt später ein separater Artikel) und hat so bei mir über die Jahre eine Erwartungshaltung aufgebaut, die es nun zu befriedigen gilt. Etwas seltsam ist es schon, diesen Film auf der Berlinale zu sehen (die Weltpremiere findet im Friedrichsstadtpalast statt!), aber so gibt es einen Grund mehr, sich auf das Festival zu freuen.</p>
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		<title>Vampire</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 23:10:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berlinale-Filmdatenblatt Ein romantisch-schwermütiger Film über einen Vampir &#8211; das klingt nicht unbedingt nach der Berlinale und passt eher in die Zielgruppe pubertierender Mädchen. Noch dazu, wo der Cast von Vampire fast ausschließlich aus jungen, hübschen Darstellern besteht. Doch Multitalent Iwai Shunji (Regisseur, Drehbuchautor, Cutter, Kameramann und Komponist der Filmmusik in einem) fängt zwar die typische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20116179">Berlinale-Filmdatenblatt</a></p>
<p>Ein romantisch-schwermütiger Film über einen Vampir &#8211; das klingt nicht unbedingt nach der Berlinale und passt eher in die Zielgruppe pubertierender Mädchen. Noch dazu, wo der Cast von <em>Vampire</em> fast ausschließlich aus jungen, hübschen Darstellern besteht. Doch Multitalent Iwai Shunji (Regisseur, Drehbuchautor, Cutter, Kameramann und Komponist der Filmmusik in einem) fängt zwar die typische Stimmung eines Vampirfilms ein, sein Hauptdarsteller hat mit den mythischen Blutsaugern jedoch nur das Verlangen nach menschlichem Blut gemeinsam.</p>
<p>Denn der Simon ist weder unsterblich noch lichtscheu, sondern ein einfacher Highschool-Lehrer, der sich auf einer Website für gemeinsamen Suizid mit jungen Frauen verabredet, die er dann überredet, ihrem Leben durch Ablassen des Blutes ein Ende zu bereiten. Dieses fängt er in Gläsern auf und ernährt sich davon. Doch seine Kontaktaufnahmen im Internet sind nicht frei von Gefahr und als eine erste seiner Leichen gefunden wird, gibt es plötzlich ungewollte Aufmerksamkeit für den &#8220;Vampir&#8221;. Die potentiellen Opfer sind vorgewarnt und vorsichtiger und Simon lernt auch verrückte Fans seiner Masche kennen. Zudem hat er die Bekanntschaft einer Polizistin gemacht, vor der er verzweifelt versucht, seine Sucht geheim zu halten, obwohl diese sich in sein Privatleben drängt.</p>
<p>Als jedoch eine japanische Austauschschülerin seiner Highschool-Klasse sich umbringen möchte, entwickelt Simon plötzlich Gewissensbisse. Seine nächste Suizid-Verabredung, Ladybird, kann er einfach nicht umbringen, obwohl sie seine Identität kennt und trotzdem bereit ist, ihr Blut zu geben. Und da sind wir schon wieder bei einem typischen Vampirthema, denn Simon verliebt sich in Ladybird und der Film driftet gerade in Richtung Happy-End, als die Polizei in Simons Wohnung mehrere blutleere Suizidleichen findet und er enttarnt wird.</p>
<p>Bis dahin lebt der Film vor allem von seinen teilweise surrealen Momenten, die sich im Spannungsfeld zwischen Suizid-Community und der Sucht nach Blut abspielen. So entgeht Simon nur knapp dem Tod, als er an eine Gruppe Selbstmörder gerät, die in einem Van eine tödliche Säure freisetzen, und muss sich dann selbst von einer Verabredung Blut absaugen lassen, als er Blutegel an seinen Beinen findet. Dass er seine demente Mutter mit riesigen weißen Luftballons und Gummiseilen in der Wohnung festhält gehört ebenfalls zu den eigenartigen, aber prägnanten Szenen von <em>Vampire</em>, die dem Film einen gewissen ironischen Unterton geben, mit dem er das Vampir-Thema variiert.</p>
<p>Die eigentlichen Blutabnahmesequenzen sind dafür sehr melancholisch inszeniert mit einer anfangs sehr passend empfundenen Streicher- und Pianomusik. Dieser fehlt es jedoch an Variationen und so langweilt sie schließlich bei der x-ten Wiederholung. Es dauert eine ganze Weil, bis <em>Vampire</em> dem Zuschauer endlich eine Option anbietet, wie diese verquere Geschichte zu deuten ist. Kurz vor Schluss wird Simon nämlich gezeigt, wie er seiner Schülerin im Krankenhaus Blut spendet. In ebensolchen Aufnahmen wie bei der Blutentnahme seiner Suizidverabredungen sieht man das Blut aus seinem Arm entfließen, und zusammen mit den folgenden traumartigen Sequenzen (u.a. eine Flucht vor der Polizei, bei der Simon plötzlich in der Luft schwebt) kann ich nur schließen, dass bis auf den Selbstmordversuch der Austauschschülerin sich die gesamte Handlung nur im Kopf von Simon abspielt als Folge des Blutverlustes.</p>
<p>Festgehalten wurden die oft sehr schönen Bildkompositionen übrigens von einer Spiegelreflexkamera (der Canon EOS 5D). Dies merkt man in einigen Szenen, wenn ihre Schwächen wie vermatschte Farben im Dämmerlicht, geringe Auflösung und dadurch entstandenes Aliasing sichtbar werden. Über die gesamte Spielzeit des Films überrascht jedoch die Qualität der Bilder; durch die Kompaktheit der Kamera werden einige interessante Perspektiven ermöglicht.</p>
<p><em>Vampire</em> ist sicherlich nicht der künstlerisch anspruchsvollste Film auf der diesjährigen Berlinale. Iwai Shunji verliert sich einfach zu oft in verträumt schwermütigen, aber nichtssagenden Bildern und übertreibt es mit dem selbstgeschriebenen Score. Dennoch ist genau diese Stimmung gut bei mir angekommen und der Film hat seine Momente, an denen er mehr ist als der leicht ironisch angehauchte Versuch, ein eigentlich ernstes Thema (die hohe Suizidquote in Japan) romantisierend zu verarbeiten.</p>
<p><img src="/blog/wp-content/uploads/2011/02/vampire.jpg" alt="Vampire" title="Vampire" width="500" height="269" /></p>
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		<title>Mishen</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 21:26:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berlinale-Filmdatenblatt Russland im Jahr 2020: Eine breite Autobahntrasse zwischen China und Europa hat dem Land den nötigen Reichtum gebracht, um das System der Oligarchen aufrecht zu erhalten. Nikolai, ein hohes Tier in einem Ministerium, lebt dementsprechend ein sorgenfreies Leben mit einer hübschen Frau und allem, was mit Geld zu kaufen ist. Doch das Altern kann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20115949">Berlinale-Filmdatenblatt</a></p>
<p>Russland im Jahr 2020: Eine breite Autobahntrasse zwischen China und Europa hat dem Land den nötigen Reichtum gebracht, um das System der Oligarchen aufrecht zu erhalten. Nikolai, ein hohes Tier in einem Ministerium, lebt dementsprechend ein sorgenfreies Leben mit einer hübschen Frau und allem, was mit Geld zu kaufen ist. Doch das Altern kann er nicht aufhalten, und so organisiert er sofort eine Reise, als er von einer alten russischen Forschungsanlage hört, die angeblich wie ein Jungbrunnen für alle Besucher wirkt.</p>
<p>Zusammen mit seiner Frau Zoe, deren Bruder Mitja (ein angesehener Fernsehmoderator), dessen Freundin Anna und Victor, einem Sicherheitsbeamten der Autobahntrasse, macht sich Nikolai auf in das Altai-Gebirge. Und tatsächlich scheint die Wirkung der Anlage einzutreten; alle fühlen sich jung, beschwingt und voller Energie. Doch dann treten Zerwürfnisse innerhalb der Gruppe auf, bestimmte Eigenheiten der Charaktere treten verstärkt hervor und führen zu starken Auseinandersetzungen. Bald müssen die Fünf sich bewusst werden, dass die erlebte Veränderung auch Nachteile mit sich bringt, und jeder muss für sich die Entscheidung treffen, ob er den eingeschlagenen Weg bis zum bitteren Ende weiterverfolgt oder lernt, sich einzuschränken und fortan zurückgezogen zu leben.</p>
<p><em>Mishen</em> hat einen sehr zwiegespaltenen Eindruck bei mir hinterlassen. Dies liegt weniger an seiner typisch russischen Art, die man nun mögen kann oder nicht, sondern vielmehr daran, dass er seine eigentlich profane Aussage in einem Figurenkollektiv versteckt, welches wohl als Kritik des momentanen Systems in Russland anzusehen ist, allerdings sehr irritierend wirkt, und mit dem leicht utopisch angehauchten Szenario etwas verspricht, was der Film später nicht hält. Die reichen, mittelalten Männer mit ihren jungen, schönen Frauen werden gezeigt, wie sie Luxusautos fahren, reiten gehen, teure Parties veranstalten und sich Frauen nehmen, wann und wie sie es wollen. Bei all der Darstellung des Luxus und der alltäglichen Gewalt, die immerhin 154 Minuten dauert, saß ich unbeteiligt da ob der unsympathischen Charaktere und hoffte, mehr Hinweise zu bekommen, wie die Wirkung des Jungbrunnens genau aussieht.</p>
<p>Doch diese Hinweise kommen nicht. Ebensowenig Erklärungen zu den weiteren utopischen Elementen wie der obsessiven Idee von Nikolai, das Potential von Gut und Schlecht in Menschen und Gegenständen durch eine besondere Brille sichtbar zu machen. Zumindest bietet dieses Plotelement ein paar nachdenkenswerte Aussagen zum zerstörerischen Einfluss von widernatürlichen Eingriffen in die Natur, die am Ende jedoch dem orgiastischen Finale der Hautphandlung geopfert werden. So hat der Film leider nicht mehr zu sagen als dass das ewige Leben kein erstrebenswerter Zustand ist, da er einen einfachen Lebenswandel erzwingt, wie ihn kaum einer der Charaktere bereit ist zu leben.</p>
<p>Ganz zum Schluss wird der Zuschauer mit einer langen Kamerafahrt über die kreisförmige Forschungsanlage entlassen, die noch einmal auf die Einsamkeit der Entscheidung für ein ewiges Leben hinweist. Doch wie so viele der interessanten Ansätze passt diese Zurschaustellung des für russische Verhältnisse großen Budgets nicht recht in den Film, fügen sich die teils widerstrebenden Elemente nicht zu einem harmonischen Ganzen zusammen und bleiben zu viele Fragen zurück. Und deshalb weiß ich bis heute nicht so richtig, was ich mit <em>Mishen</em> anfangen soll&#8230;</p>
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		<title>Un mundo misterioso</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 22:48:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berlinale-Filmdatenblatt Gut dass wir darüber geredet haben. Bzw eben nicht. Denn Un mundo misterioso fängt an und endet mit einem Paar, dessen Beziehung nicht optimal läuft. Sie will deshalb eine Auszeit. Warum, dass scheint ihr nicht so klar zu sein, und was die Auszeit ändern soll ebensowenig. Und doch trennen sie sich auf Zeit und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20112685">Berlinale-Filmdatenblatt</a></p>
<p>Gut dass wir darüber geredet haben. Bzw eben nicht. Denn <em>Un mundo misterioso</em> fängt an und endet mit einem Paar, dessen Beziehung nicht optimal läuft. Sie will deshalb eine Auszeit. Warum, dass scheint ihr nicht so klar zu sein, und was die Auszeit ändern soll ebensowenig. Und doch trennen sie sich auf Zeit und kommen am Ende wieder zusammen, ohne über sich geredet zu haben und ohne schlauer zu sein.</p>
<p>Dazwischen verfolgt der Film ihn, Boris, wie er durch sein temporäres Single-Leben stolpert. Sich ein Auto kauft, Frauen kennenlernt, im Hotel übernachtet und es schafft, in einer Autowerkstatt Silvester zu verbringen. Das hört sich wenig spannend an und ist es leider auch, da <em>Un mundo misterioso</em> weitgehend auf erhellende Dialoge verzichtet und Boris von einer Situation in die andere schickt, ohne das ein Ziel in Sicht wäre.</p>
<p>Als Ausdruck der Ziellosigkeit und Verlorenheit des vor die Tür gesetzten Boris funktioniert dies zwar, aber für einen Film ist das zu wenig. Mehrere Minuten am Stück dabei zuzusehen, wie ein Auto durch ein Gewitter gesteuert wird, langweilt einfach nur. Mitten im Film sieht der Zuschauer Boris aus einem Bus aussteigen und darf daraufhin verfolgen, wie der Bus an zwei roten Ampeln wartet und an der nächsten Haltestelle seine Freundin einsteigt. Die Aussage ist wohl, dass sich die beiden gar nicht so weit voneinander entfernen im Film. Doch so lethargisch und sinnlos auschweifend habe ich selten einen Gedanken präsentiert bekommen.</p>
<p>Und obwohl die Party, die Boris besucht, und die Erlebnisse mit seinem Auto, das ebenso schnell wieder aus der Handlung verschwindet, wie es hineinkam, nicht gerade alltäglich erscheinen, so rechtfertigen sie noch lange nicht, diese Welt mysteriös zu nennen. Sie mag es aus der Sicht von Boris sein, doch auch dies wird nicht weiter motiviert und so ist es eher rätselhaft, an wen sich dieser Film mit seinen übertrieben langen Einstellungen im seltsamen 4:3-Format richtet. Ich jedenfalls kann nur davon abraten.</p>
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		<title>Berlinale-Nachruf</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Feb 2011 20:53:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In klassisch amateurhafter Art wurden soeben auf der Berlinale die Bären vergeben. Die Preisträger sind wohl unter Favoritensiege einzuordnen, doch ich habe große Probleme damit, dass sich das Festival so schlecht präsentiert. Eine Preisverleihung in 50 Minuten abzufackeln, weil alle Sieger nur kurz die Bühne streifen und ins Publikum winken &#8211; dafür muss diese Veranstaltung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In klassisch amateurhafter Art wurden soeben auf der <em>Berlinale</em> die Bären vergeben. Die Preisträger sind wohl unter Favoritensiege einzuordnen, doch ich habe große Probleme damit, dass sich das Festival so schlecht präsentiert. Eine Preisverleihung in 50 Minuten abzufackeln, weil alle Sieger nur kurz die Bühne streifen und ins Publikum winken &#8211; dafür muss diese Veranstaltung nicht stattfinden. Es gibt keine Begründungen für die Auswahl der Jury und es gibt keine Reden der Gewinner; eine Veröffentlichung der Ergebnisse im Internet hätte mir zumindest Anke Engelkes Auftritt erspart. Da ist die von Dieter Moor moderierte Nachbereitung auf 3Sat die deutlich bessere Show.</p>
<p>Nach Meinung einiger <a href="http://www.perlentaucher.de/berlinale-blog/202_einaeugige_und_halbblinde">Kritiker</a> deckt sich die Qualität der Rahmenveranstaltungen aber mit der künstlerischen Qualität der Wettbewerbsfilme, und dies in fast allen Sektionen. Mein Eindruck ist ähnlich, wobei meine persönliche Auswahl so speziell ist, dass sie schlecht das ganze Festival widerspiegeln kann. Trotzdem habe ich weniger gute Filme gesehen als <a href="/blog/2010/02/21/vorhang-zu/">im letzten Jahr</a>.</p>
<p>Morgen schließe ich die <em>Berlinale 2011</em> mit <em>Un Mundo Misterioso</em> ab und verweise zum Schluss neben den Kritiken beim <a href="http://festivalblog.com/">Festivalblog</a> noch auf das <a href="http://wordpress.p136020.webspaceconfig.de/">epdFilm Berlinale-Blog 2011</a>, bei dem u.a. <a href="/blog/2010/10/26/perception-is-a-strange-thing-die-filme-von-terry-gilliam/">Harald Mühlbeyer</a> und Jörg Buttgereit schreiben.</p>
<p><a href="/blog/2011/02/18/heavens-story/"><img src="/blog/wp-content/uploads/2011/02/ticket-heavens-story.jpg" alt="Heaven&#039;s Story" title="Heaven&#039;s Story" width="500" height="210" /></a><br />
<a href="/blog/2011/03/22/vampire/"><img src="/blog/wp-content/uploads/2011/02/ticket-vampire.jpg" alt="Vampire" title="Vampire" width="500" height="212" /></a><br />
<a href="/blog/2011/02/18/rundskop/"><img src="/blog/wp-content/uploads/2011/02/ticket-rundskop.jpg" alt="Rundskop" title="Rundskop" width="500" height="272" /></a><br />
<a href="/blog/2011/02/15/the-guard/"><img src="/blog/wp-content/uploads/2011/02/ticket-the-guard.jpg" alt="The Guard" title="The Guard" width="500" /></a><br />
<a href="/blog/2011/03/21/mishen/"><img src="/blog/wp-content/uploads/2011/02/ticket-mishen.jpg" alt="Mishen" title="Mishen" width="500" height="231" /></a><br />
<a href="/blog/2011/02/22/un-mundo-misterioso/"><img src="/blog/wp-content/uploads/2011/02/ticket-mundo-misterioso.jpg" alt="Un mundo misterioso" title="Un mundo misterioso" width="500" height="212" /></a></p>
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		<title>Heaven&#8217;s Story</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 22:29:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berlinale-Filmdatenblatt Auf der Berlinale gibt es neben vielen internationalen Filmen, die wohl niemals im Kino laufen werden, auch viele Experimente und extreme Filme zu sehen. In letztere Kategorie fällt der japanische Beitrag Heaven&#8217;s Story, der mit ingesamt 278 Minuten eine Laufzeit von fast 5 Stunden (inklusive einer Pause nach 120 Minuten) besitzt und dem Zuschauer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20116083">Berlinale-Filmdatenblatt</a></p>
<p>Auf der Berlinale gibt es neben vielen internationalen Filmen, die wohl niemals im Kino laufen werden, auch viele Experimente und extreme Filme zu sehen. In letztere Kategorie fällt der japanische Beitrag <em>Heaven&#8217;s Story</em>, der mit ingesamt 278 Minuten eine Laufzeit von fast 5 Stunden (inklusive einer Pause nach 120 Minuten) besitzt und dem Zuschauer einiges an Sitzfleisch abverlangt.</p>
<p>Dabei beschreibt der Film eigentlich nur eine Rachegeschichte, welche die meisten Beteiligten ins Unglück stürzt. Doch diese Geschichte wird erzählt über einen Zeitraum von fast zehn Jahren und in sicher einem Dutzend paralleler Handlungsstränge, die sich naturgemäß ständig kreuzen und am Ende zusammenlaufen. Dreh- und Angelpunkt sind dabei Sato und Tomoki, die beide ihre Familie durch Morde verloren haben. Der Mörder von Satos Eltern und Schwester hat sich danach selber umgebracht, während der junge Mitsuo, der Frau und Baby von Tomoki erschlug, ins Gefängnis wanderte. Tomoki leistet daraufhin im TV einen Racheschwur, welcher die junge Sato stark beeindruckt und fortan am Leben hält.</p>
<p>Jahre später hat sich Mitsuo von einer an Alzheimer erkrankten Puppenmacherin adoptieren lassen und darf für die Pflege seiner Adoptivmutter das Gefängnis verlassen. Sato sucht deshalb Tomoki auf, der inzwischen ein neues Leben mit Frau und Kind aufgebaut hat, um ihn an seine Rache zu erinnern. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Mitsuo, doch damit besiegeln sie nicht nur das Schicksal des Jungen.</p>
<p>Diese Stellvertreterrache ist der zentrale Plot von <em>Heaven&#8217;s Story</em>, doch um diese Hauptstoryline gibt es noch mehr Charaktere, denen viel Zeit gewidmet wird. So lernt der Zuschauer den Polizisten Kaijima kennen, der nebenbei als Auftragskiller arbeitet, um die Familie eines Kriminellen zu unterstützen, den er im Einsatz getötet hat. Dabei vernachlässigt er jedoch seinen Sohn, der immer wieder durch Diebstähle auffällt, und am Ende mit einer jungen, schwangeren Frau im Krankenhaus landet.</p>
<p>In diesem Teil der Handlung finden sich die schönsten Bilder, die der Film komponiert. So muss Kaijima einen Mann ermorden, der sich in einer winterlich verschneiten und verlassenen Siedlung in den Bergen verschanzt hat und ihm eine Schneeballschlacht liefert, während er später in einem Zoo einem angeschossenen Wächter hinterherläuft. Dabei werden ständig die Tiere in ihren Gehegen gegengeschnitten, so dass eine fast surreale Atmosphäre entsteht.</p>
<p>Doch hinter den schönen Bildern steckt nicht immer genügend Substanz, um die lange Laufzeit zu rechtfertigen. So blieb mir die Motivation von Kaijima verborgen, der einen Mord in Notwehr damit büßen will, indem er für die Hinterbliebenen sorgt. Doch warum hat er sich dann ausgerechnet einen Nebenjob als Auftragskiller ausgesucht, in welchem er noch mehr morden muss? Ganz abgesehen davon, dass den Film nicht einmal die Frage interessiert, wie man zu so einem Job kommt, und den Charakter dann in einer sehr kurzen Szene einfach entfernt, ohne nähere Details zu erläutern. Zeit dafür wäre genügend vorhanden gewesen.</p>
<p>Aber so bewegt sich <em>Heaven&#8217;s Story</em> in seinen ganz eigenen Erzähltempo und -strukturen und versucht viel über seine Bilder zu erzählen. So sieht der Zuschauer wiederholt die Jahreszeiten an sich vorbeiziehen. Über die fünf Stunden Laufzeit wirkt jedoch die eingesetzte Handkamera, die niemals zur Ruhe kommt und ständig schwankt, anstrengend ermüdend. Da nützen auch die optischen Spielereien wie die animierte Möwe nichts, die als Überleitung zum Möwe genannten Hauskomplex dient, dem wichtigsten Handlungsplatz der zweiten Filmhälfte.</p>
<p>Ich bin mir auch ein paar Tage nach der Sichtung noch nicht sicher, was ich genau von <em>Heaven&#8217;s Story</em> halten soll. Tolle Filmmomente wechseln sich ab mit langen, verwackelten Einstellungen, deren Bedeutung mir unverständlich blieb. Dies kann an meinem teilweise fehlenden Verständnis für die japanische Kultur liegen, aber eine übertriebene und unnötige Länge kann ich dem Film nicht absprechen. Mit stärker fokussierten Handlungssträngen hätte der Regisseur die Laufzeit sicherlich halbieren können und damit sogar die Seherfahrung intensiviert. So bleibt nur die unangenehme Erfahrung, fünf Stunden in einem Kinosessel gesessen zu haben, die ich ungern wiederholen möchte.</p>
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		<title>Rundskop</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 21:40:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Berlinale-Filmdatenblatt &#124; Offizielle Homepage Jacky Vanmarsenille betreibt in der zweiten Generation einen Rinderhof in Flandern und ist nebenbei Dealer für Tierhormone, die ein schnelleres Wachstum und damit schnelleren Gewinn ermöglichen. Seit ihm in der Kindheit beide Hoden zertrümmert wurden, nimmt er selber Hormone, um ein halbwegs normales Leben zu führen, und hat sich so zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20112666">Berlinale-Filmdatenblatt</a> | <a href="http://rundskop.be/">Offizielle Homepage</a></p>
<p>Jacky Vanmarsenille betreibt in der zweiten Generation einen Rinderhof in Flandern und ist nebenbei Dealer für Tierhormone, die ein schnelleres Wachstum und damit schnelleren Gewinn ermöglichen. Seit ihm in der Kindheit beide Hoden zertrümmert wurden, nimmt er selber Hormone, um ein halbwegs normales Leben zu führen, und hat sich so zu einer Muskelmaschine entwickelt, die jeder nur Rundskop (Bullenschädel, Dickkopf) nennt.</p>
<p>Als er anfängt, mit wallonischen Viehhändlern Geschäfte zu machen, tritt er damit eine Reihe von Ereignissen in Gang. So kommt er wieder in Kontakt mit Lucia, seinem Schwarm aus Kindertagen, deren Bruder ihn einst verstümmelte, und mit seinem damaligen besten Kumpel, Jeroen, der nun als Spion der Polizei für die wallonische Hormonmafia arbeitet. Da diese einen Veterinärkontrolleur ermorden ließ, ermittelt die Polizei bald auch in Richtung Jacky.</p>
<p>Und damit gilt weiterhin die Prämisse: Aus <a href="/blog/?s=belgien">Belgien</a> kommen keine optimistischen Filme, sondern meist bedrückende Werke. <em>Rundskop</em> macht da keine Ausnahme. Das Leben von Jacky Vanmarsenille wird von klein auf von den Hormomen bestimmt. Sein Vater war in den Handel damit verwickelt, und der Sohn eines Handelspartners verstümmelte seine Geschlechtsorgane. Doch der Angreifer kommt unbehelligt davon, weil das Geschäft zu wichtig ist. Jackys Vater verzweifelt an diesem Unglück, und so bleibt es an seinem Sohn hängen, den Familienbetrieb weiterzuführen und sich gleichzeitig selber mit Hormomen zu dopen. So ein Charakter läuft natürlich nicht in ein Happy End hinein, sondern nimmt geradeaus Fahrt auf sein tragisches Ende.</p>
<p>Leider ist damit schon fast alles über <em>Rundskop</em> erzählt. Nur selten, wie etwa bei der übertriebenen, teilweise lächerlichen Darstellung der Wallonen, verlässt der Film seinen deprimierenden Pfad. Ansonsten sind alle Charaktere tragische Figuren, deren Suche nach ein wenig persönlichem Glück unerfüllt bleibt. Damit ist es für den Zuschauer schwierig, Sympathien für den Film aufzubauen. Ich hatte mir jedenfalls mehr erwartet&#8230;</p>
<p><img src="/blog/wp-content/uploads/2011/02/rundskop.jpg" alt="Rundskop" title="Rundskop" width="500" height="204" /></p>
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		<title>The Guard</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 18:21:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlinale-Filmdatenbank Gerry Boyle (Brendan Gleeson) ist ein Polizist an der westirischen Küste, der seinen Job eher locker nimmt. Er kennt seine Schäfchen im Dorf sehr genau, egal ob sie nun der IRA angehören oder wie die Dorfjugend mit Drogen dealen, und ist darum bemüht, den Zustand der Ruhe zu erhalten. Doch dann wird ein junger, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20113702">Berlinale-Filmdatenbank</a></p>
<p>Gerry Boyle (Brendan Gleeson) ist ein Polizist an der westirischen Küste, der seinen Job eher locker nimmt. Er kennt seine Schäfchen im Dorf sehr genau, egal ob sie nun der IRA angehören oder wie die Dorfjugend mit Drogen dealen, und ist darum bemüht, den Zustand der Ruhe zu erhalten. Doch dann wird ein junger, ambitionierter Kollege aus Dublin zu ihm versetzt und zudem noch eine Leiche eines Ortsfremden gefunden, der offensichtlich ermordet wurde. Vorbei ist die Ruhe endgültig, als ein amerikantischer FBI-Agent (Don Cheadle) auftaucht, der einen großen Drogentransport in Irland erwartet und auf der Suche nach der Hehlerbande ist, zu der auch der Tote gehörte.</p>
<p>So weit, so unspannend. Es wird nicht bei einem Toten bleiben und man könnte meinen, von einem typischen Polizistenfilm zu lesen. Doch aus zwei Gründen ist <em>The Guard</em> mehr als das. Der eine ist der von Gleeson großartig verkörperte Boyle. Dieser auf den ersten Blick schwerfällige, massive Polizist mit seinem eigenwilligen Humor steckt schon einmal das Geld und die Drogen von Unfallopfern ein, spielt während der Dienstzeit im Pub bei einem Bier Videospiele, und lässt sich an seinem freien Tag Prostituierte aus Dublin kommen. Dabei bleibt er dem Zuschauer aber immer sympathisch und irgendwie ist man sogar der Meinung, dass Boyles Art, seinen Job auszufüllen, die richtige ist. Dies verdankt der Film ganz klar seinem Hauptdarsteller.</p>
<p>Der zweite wichtige Faktor des Films ist sein bitterböser schwarzer Humor. Boyles Lebenseinstellung lässt er seinem FBI-Kollegen und allen anderen Charakteren an jeder Stelle direkt spüren, und dies passiert in unglaublich humorvollen Dialogen, die von der ersten Minute an unterhalten. Dabei habe ich vermutlich noch die Hälfte der Pointen verpasst, da <em>The Guard</em> nicht nur am letzten Ende Irlands spielt, sondern auch alle einheimischen Charaktere in einem schwer verständlichen Akzent sprechen. Wer schon einmal in Irland war, hat vermutlich große Vorteile im Verständnis, ich hätte mir jedoch Untertitel gewünscht (und werde mir den Film bestimmt noch einmal auf DVD geben).</p>
<p>Aber auch so gibt es genügend zu hören und sehen. Die Gangstertruppe, die über Nietzsche-Dialoge debattiert, ein IRA-Mittelsmann, der den Kofferraum seines Käfers nicht findet, ein schwuler Polizist, der eine Scheinehe mit einer Kroaten führt &#8211;  die Figuren sind alle angenehm schrullig und mit Ecken und Kanten gezeichnet.</p>
<p>Lässt man die spritzigen Dialoge und verschrobenen irischen Charaktere aber außen vor, dann kommt wieder ein Polizistenfilm zu Tage, wie man ihn schon oft gesehen hat, mit vielen klassischen Zutaten wie Korruption, Erpressung und einem heldenhaften Ende. Das Rad wurde also nicht neu erfunden, aber die Erzählweise und das irische Setting heben den Film aus der Masse heraus.</p>
<p>Regisseur und Drehbuchautor John Michael McDonagh ist übrigens der Bruder von Martin McDonagh, der für den sehr ähnlichen gelagerten <a href="/blog/2008/07/09/brugge-sehen-und-sterben/">Brügge sehen … und sterben</a> dieselben Rollen ausfüllte (und in welchem Brendan Gleeson ebenfalls eine Hauptrolle inne hatte). Die Familie McDonagh scheint also über denselben Humor zu verfügen, der auch bei mir sehr gut angekommen ist.</p>
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		<title>Berlinale-Stimmungsbild</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 18:23:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute hatte ich zwischenzeitlich schon einmal die Nase gestrichen voll von der Berlinale. Es fing damit an, dass ich meine Tram und einen Ausweichbus verpasst habe und so statt 9:45 erst zwei Minuten vor 10Uhr am Potsdamer Platz ankam. Dementsprechend lang war die Schlange vor den Ticketkassen und so habe ich es nicht geschafft, bis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hatte ich zwischenzeitlich schon einmal die Nase gestrichen voll von der Berlinale. Es fing damit an, dass ich meine Tram und einen Ausweichbus verpasst habe und so statt 9:45 erst zwei Minuten vor 10Uhr am Potsdamer Platz ankam. Dementsprechend lang war die Schlange vor den Ticketkassen und so habe ich es nicht geschafft, bis zum Beginn meines ersten Films um 11Uhr an die Reihe zu kommen und bin umsonst so zeitig aufgestanden!</p>
<p>Dabei ist Schlaf ein kostbares Gut während der Berliner Filmfestspiele. So war meine Laune erst einmal am Tiefpunkt angelangt. Zum Glück stellten sich die Schlangen später am Tage als deutlich kürzer heraus und nach einer halben Stunde Warten hatte ich doch noch meine gewünschten Karten ergattert. Mission erfüllt, Laune verbessert. Zumindest für heute. </p>
<p>&#8212;</p>
<p>Vielleicht bekomme ich auch noch heraus, warum mir die BVG nie Verbindungen mit der U2 heraussucht, obwohl dies die direkte und zudem kürzeste Verbindung ist. Zum Potsdamer Platz muss ich schließlich noch oft genug.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Eine Erfahrung habe ich heute am Ende meines Japanese Sunday noch gemacht: Es gibt immer eine Person im Publikum die sich traut zu fragen, <a href="http://www.festivalblog.com/archives/2011/01/post_6.php5">ob der Film einen tieferen Sinn hat</a>.</p>
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		<title>Die Bären sind los</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 22:49:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[getan]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute abend ging sie los, die inzwischen 61. Berlinale. Den Eröffnungsfilm stellten dieses Jahr die Coen-Brüder mit ihrem Neo-Western True Grit, den ich mir nach seinem offiziellen Deutschlandstart in zwei Wochen ansehen werde. Meine persönliche Berlinale beginnt aber erst am Sonntag mit Heaven&#8217;s Story und Vampire. Für die zweite Woche des Festivals habe ich mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute abend ging sie los, die inzwischen 61. <a href="http://www.berlinale.de/de/HomePage.html">Berlinale</a>. Den Eröffnungsfilm stellten dieses Jahr die Coen-Brüder mit ihrem Neo-Western <em>True Grit</em>, den ich mir nach seinem offiziellen Deutschlandstart in zwei Wochen ansehen werde. Meine persönliche Berlinale beginnt aber erst am Sonntag mit <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20116083">Heaven&#8217;s Story</a> und <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20116179">Vampire</a>. Für die zweite Woche des Festivals habe ich mir dieses Jahre erstmals Urlaub genommen und hoffe, Karten für ein paar interessante Filme ergattern zu können.</p>
<p>Dies war heute schon schwerer als erwartet. Eventim hat es einfach nicht geschafft, den Ansturm der Ticketkäufer um 10 Uhr zu bewältigen. So hatte ich zwar zwischendurch für beide Sonntagsfilme ein Ticket im virtuellen Warenkorb, doch der Abschluss der Transaktion wollte einfach nicht gelingen &#8211; für 1,50€ Ticketgebühr hätte ich eigentlich erwartet, dass sie genügend Server bereitstellen, um für den Ansturm gerüstet zu sein. Deshalb musste ich mich in der Mittagspause wie viele andere Festivalfans im Kino International anstellen und habe mir nach einer Stunde in der Warteschlange die Tickets für Sonntag gesichert. Hoffentlich klappt die Online-Bestellung morgen besser, wenn es um Tickets in der Arbeitswoche, nämlich den Montag, geht. Dann werden auch die ersten Eindrücke hier in diesem Blog folgen. Ich freue mich, dass es endlich losgeht, auch wenn das Berliner Wetter gar nicht so schlecht wie gewohnt ist.</p>
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