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		<title>New York City</title>
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		<pubDate>Wed, 16 May 2012 22:21:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[New York City ist ein Klassiker. New York City ist jung und frisch. New York City ist ein Moloch. New York City ist teuer. New York City kann so schön sein; New York City hat aber auch seine hässlichen Seiten. Ich hatte fünf Tage für diese Stadt und bin mit einer Vielzahl an Eindrücken zurückgekehrt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>New York City ist ein Klassiker. New York City ist jung und frisch. New York City ist ein Moloch. New York City ist teuer. New York City kann so schön sein; New York City hat aber auch seine hässlichen Seiten.</p>
<p>Ich hatte fünf Tage für diese Stadt und bin mit einer Vielzahl an Eindrücken zurückgekehrt. Der erste Rat, den ich jedem Besucher von NYC geben kann, ist sich eine Wochenkarte für die U-Bahn zu holen. Dies ist einfach das bequemste und zuverlässigste Verkehrsmittel der Stadt, wenngleich es anfangs nicht einfach zu verstehen ist (so gibt es keine Übersicht über die genauen Abfahrtszeiten, dafür aber Expresszüge, die in ganzen Stadtteilen nicht halten) und der Ausstieg aus einer klimatisierten Bahn an einem der dreckigen, heißen und heruntergekommenen Bahnhöfe, die sich manchmal viele Stockwerke tief unter den Straßen verbergen, einem Kulturschock gleichkommt.</p>
<p><strong>Die Klassiker</strong></p>
<p>Mit der U-Bahn kann so gut wie jede Sehenswürdigkeit von NYC erreicht werden. Wie zum Beispiel die Wall Street (das Financial District ist langweilig), Little Italy, Flat Iron, das <a href="/blog/2011/09/25/usa-von-oben/">Empire State Building</a>, den Times Square (laut, voll, stickig), den Central Park (wirkt so künstlich wie er ist). Für die Freiheitsstatue muss ein extra Fährticket gelöst werden, das mich aber auch gleich noch nach <a href="/blog/2011/10/30/ellis-island/">Ellis Island</a> brachte. Und ein Spaziergang über die Brooklyn Bridge, natürlich von Brooklyn nach Manhattan der Skyline entgegen, ist aus meiner Sicht ein Muss für jeden Besucher der Stadt.</p>
<p><strong>Das Museum of Modern Art</strong></p>
<p>Eine kleine Enttäuschung war für mich das berühmte <a href="http://www.moma.org/">MoMA</a>. Seit mein Bruder so von der Leihausstellung in der Berliner Nationalgalerie geschwärmt hatte, wollte ich unbedingt das Museum besichtigen, und habe mir dazu den einzigen verregneten Tag meines New-York-Besuchs ausgesucht. Doch trotz wirklich toller Ausstellungsstücke von van Gogh über Picasso, Edvard Munch, Magritte, Dali bis hin zu Monet ging ich etwas enttäuscht aus dem Museum. Vermutlich hatte ich einfach zu große Erwartungen, die von der unerwartet kleinen Ausstellungsfläche nicht erfüllt werden konnten &#8211; denn das MoMA hat trotz eines riesigen Fundus von über 150.000 Kunstwerken ein Platzproblem. Es fing an mit dem geradezu winzigen Skulpturengarten, in welchem <a href="/blog/2011/12/11/washington-d-c/">ich dem Mondvogel von Miró wiederbegegnete</a>. Ein ähnliches Bild bot sich mir auf den fünf Etagen: Kleine Ausstellungsflächen, wenig Kunstwerke &#8211; da wird geradezu durch die Stilrichtungen gehechtet, im nächsten Raum wartet schon die nächste Epoche. Dieses Best-of des letzten Jahrhunderts mag durch die große Anzahl an Highlights seinen Reiz haben, mir fehlte jedoch ein Fokus bzw ein kuratorischer roter Faden. Mit einer größeren Ausstellungsfläche wäre dem Museum auf jeden Fall geholfen.</p>
<p><strong>Ground Zero</strong></p>
<p>Am Platz des wohl einschneidensten Ereignisses des letzten Jahrzehnts wurde einen Tag vor meiner Ankunft das <a href="http://www.911memorial.org/">Memorial</a> eröffnet. Die Fundamente des alten World Trade Centers bilden zwei große Wasserbassins und werden von Tafeln der Opfer eingerahmt; ein Museum informiert über die amerikanische Sicht auf 9/11. Das Memorial ist jedoch ebenso wie die Freiheitsstatue nur nach mehrmonatiger Anmeldung zu besichtigen; hohe Zäune um das Gebiet herum verhindern einen Einblick für alle anderen Besucher. Da Ground Zero zudem noch die Baustelle für die neuen Freedem Towers des One World Trade Center ist, würde ich von einem Besuch bis zu deren Fertigstellung abraten. Allein die Saint Paul&#8217;s Chapel, welche nach dem Schicksalstag der Amerikaner zu einer Art Pilgerstätte wurde, ist einen Blick wert, da die weißen Schleifen an den Bäumen und dem Zaun um den kleinen Friedhof einen angenehmen Kontrast zu dem geschäftigen Umfeld von Ground Zero bilden.</p>
<p><strong>Grand Central Terminal</strong></p>
<p>Der größte Bahnhof von NYC hat schon lange nicht mehr den Stellenwert als wichtigster Verkehrsknotenpunkt der Stadt, und das Gebäude ist von außen eingepfercht von einengenden Bürotürmen. Aber die große Haupthalle mit ihrer grünen Sternzeichendecke und den goldverzierten Schaltern ist immer noch ein Schmuckstück, im Gegensatz zu den dunklen Bahnsteigen. Der Klassiker für jeden Fotographen ist ein Foto von der Empore in die Halle hinein, um mit einer langen Belichtungszeit die Bewegungen der Passagiere verschwimmen zu lassen.</p>
<p><strong>Roosevelt Island</strong></p>
<p>Mitten im East River liegt eine kleine, schmale Insel, die zwar einen Pfeiler der Queensboro Bridge trägt, aber nur über die U-Bahn oder eine Seilbahn von Manhattan aus erreicht werden kann. Hier gab es früher nur Krankenhäuser und Haftanstalten, doch mittlerweile hat sich das Bild der Insel gewandelt. Die Bewohner Manhattans haben sie als bezahlbares, citynahes Wohnumfeld für sich entdeckt. Im Süden der Insel wird gerade ein Park um ein paar Krankenhausruinen herum eingerichtet, der einen netten Blick auf Manhattan und die Vereinten Nationen ermöglicht.</p>
<p><strong>Coney Island</strong></p>
<p>Ganz im Süden von Brooklyn liegt der New Yorker Stadtstrand. Nicht weit entfernt von der Mündung des dreckig-dunklen Hudson Rivers möchte ich zwar nicht baden, aber nicht jeder New Yorker kann es sich leisten, nach Long Island zu fahren. Hinter dem Sandstrand und dem obligatorischen Boardwalk befindet sich zudem ein Vergnügungspark, den ich bisher mit dem Name Coney Island verband. Bei meinem Besuch im September fanden sich am Strand nur noch Angler, und so war auch der Park geschlossen, der jedoch von außen und ohne Beleuchtung keinen guten Eindruck machte. Zudem steht er im Schatten von ein paar sehr hässlichen Wohnblöcken, die die Gegend verschandeln.</p>
<p>Auf Coney Island wurde ich <a href="/blog/2011/10/04/portsmouth-new-hampshire/">ein weiteres Mal von der amerikanischen Küche enttäuscht</a>. <a href="http://nathansfamous.com/">Nathan&#8217;s Hot Dog</a> soll weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt sein, was seinen unverschämten Preis erklärt. Den Ruhm kann ich jedoch nicht nachvollziehen, denn die knallrote Wurst hat einfach nicht geschmeckt.</p>
<p><strong>Und sonst so</strong></p>
<p>Am Ende eines schlauchenden New-York-Trips gibt es immer noch Ecken, die ich nicht gesehen habe &#8211; als Beispiel sei die <a href="http://www.thehighline.org/">Highline</a> genannt, eine ehemalige oberirdische U-Bahn-Strecke, die in einen Erholungspark umgewandelt wird. Oder Pier 17, einem Einkaufszentrum mit Cafés und Restaurants in einem alten Hafenanleger. Aber da ich ohnehin noch einmal zu den US Open zurückkommen <del datetime="2012-05-16T22:13:53+00:00">will</del> muss, kann ich das ja später nachholen.</p>

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		<title>Boston</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 20:23:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Taxation without Representation &#8211; dieser Spruch steht auf allen Washingtoner Autokennzeichen und bringt ironisch zum Ausdruck, dass die Bewohner von D.C. über ihren Sonderstatus ohne eigene Vertretung im Kongress nicht gerade erfreut sind. Denn das Original, No Taxation without Representation, ist einer der Grundpfeiler der amerikanischen Demokratie. Frei übersetzt geben die Bürger damit zum Ausdruck, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Taxation without Representation</em> &#8211; dieser Spruch steht auf allen Washingtoner Autokennzeichen und bringt ironisch zum Ausdruck, dass die Bewohner von <a href="/blog/2011/12/11/washington-d-c/">D.C.</a> über ihren Sonderstatus ohne eigene Vertretung im Kongress nicht gerade erfreut sind. Denn das Original, <em>No Taxation without Representation</em>, ist einer der Grundpfeiler der amerikanischen Demokratie. Frei übersetzt geben die Bürger damit zum Ausdruck, dass sie nur bereit sind Steuern zu zahlen, wenn sie dafür auch ein politisches Mitspracherecht erhalten. Zurück geht diese Aussage auf die Zeit des Unabhängigkeitskriegs und damit auf ein Ereignis, welches die gesamte Welt mit Boston verbindet &#8211; die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Boston_Tea_Party">Boston Tea Party</a>.</p>
<p>1773 wurde ein mit Tee beladener Frachter im Hafen von Bosten von als Indianer verkleideten Bürgern der Stadt gestürmt und der Tee über Bord geworfen. Dies war ein Protest gegen die von England erhobenen Steuern, mit denen das Königreich die militärischen Kosten der Kolonien decken wollte. Die Bürger der Kolonien fühlten sich jedoch im englischen Parlament nicht vertreten und verschärften mit ihrer Aktion den Ton der Auseinandersetzung, was schließlich im Unabhängigkeitskrieg und damit in der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten münden sollte.</p>
<p>Wie stolz die Bewohner der Stadt auf diese geschichtsträchtigen Ereignisse ist zeigen die gut erhaltenen Gebäude in der Innenstadt, eine Seltenheit in den USA. Die Bostoner haben dafür gesorgt, dass die Meeting Houses, in denen sich vor 240 Jahren die unzufriedenen Bürger versammelten und debattierten (die Räumlichkeiten wurden meist von reichen Händlern gestellt, die sich wohl ein Steuerparadies erhofften), bis heute erhalten wurden &#8211; auch wenn sie meist im Schatten der für amerikanische Innenstädte typischen Hochhäuser stehen.</p>
<p>Eine weitere Rarität ist der sogenannte <a href="http://www.thefreedomtrail.org/">Freedom Trail</a>. Dieser ist ein vier Kilometer langer Kurs für Fußgänger durch Boston, welcher 16 der wichtigsten Sehenswürdigkeiten hauptsächlich aus der Zeit der Unabhängigkeitsbewegung miteinander verbindet. Besucher mit einer größeren Laufbereitschaft als der amerikanische Durchschnittsbürger müssen einfach nur der in den Fußwegen eingelassenen doppelten Reihe von roten Ziegelpflastersteinen folgen &#8211; zumindest in der Theorie. Praktisch kann eine zusätzliche Karte nicht schaden, denn oft verläuft der <em>Freedom Trail</em> einfach nur durch Baustellen oder wurde nach Bauarbeiten nicht wieder in die Fußwege eingesetzt.</p>
<p>Ein Name taucht auf dem <em>Freedom Trail</em> besonders häufig auf: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Revere_(Freiheitskämpfer)">Paul Revere</a>. Er ist <a href="http://www.theatlantic.com/magazine/archive/1861/01/paul-revere-rsquo-s-ride/8349/">der große Held</a> der Stadt, seit er 1775 mit einem nächtlichen Ritt die einheimischen Truppen vom Vorrücken der britischen Armee unterrichtete und damit in der ersten Schlacht des Unabhängigkeitskriegs den Vorteil auf die Seite der Kolonien verlagerte.</p>
<p>Gut geeignet für den Start in eine Tour auf dem <em>Freedom Trail</em> ist der <a href="http://www.thefreedomtrail.org/visitor/boston-common.html">Boston Common</a>, ein Park mitten im Herzen von Boston, der als der älteste Stadtpark der USA gilt. Gleich nebenan, nur durch eine Straße vom Common getrennt, liegt der Boston Public Garden, in welchem ein paar bronzene Enten, die an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Make_Way_for_Ducklings">ein beliebtes amerikanisches Kinderbuch</a> erinnern, die Hauptattraktion bilden. Auf fast jeder Boston-Karte ist die Prozession der Entenmutter mit ihren Küken abgebildet und Touristen in jedem Alter wollen unbedingt auf den Enten sitzend fotografiert werden. Ich habe nur knappe 10 Minuten auf einer Bank neben den Enten gesessen und wurde in dieser Zeit sicherlich ein dutzend Mal gefragt, ob ich ein Foto schießen könnte (Menschen mit Spiegelreflexkameras scheinen kompetent genug auszusehen, ein iPhone zu bedienen) &#8211; darunter auch zwei Deutsche und eine östereichische Mädchengruppe.</p>
<p>Direkt neben den beiden Parks liegt mit Beacon Hill ein Viertel, welches sich durch seine schmalen, steilen Straßen und die roten Backsteinbauten auszeichnet. Etwas weiter im Norden der vom Charles River umschlossenen Halbinsel der Bostoner Innenstadt findet sich schließlich das North End. Dieser Stadtteil ist geprägt von den italienischen Einwanderern und ihren Lokalitäten. Wer auf der Suche nach einer Pizzeria oder einen guten Café ist, sollte sich hier umsehen; ich habe meine Pasta im herrlichen September-Sonnenschein genießen können.</p>
<p>Leider währte mein Aufenthalt in der Stadt  nur einen einzigen, aber schönen Tag. In dieser kurzen Zeit konnte ich nicht viel erkunden; Boston hat sicherlich noch viel mehr zu bieten (zum Beispiel einen <a href="/blog/2011/09/25/usa-von-oben/">Ausblick von oben</a>). Wer also mit einem Besuch liebäugelt, sollte sich mehr Zeit gönnen als mir blieb.</p>

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		<title>Winterimpressionen II</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2012/03/29/winterimpressionen-ii/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 21:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Berlin regiert schon längst der Frühling, da schiebe ich noch schnell ein paar Fotos von meinem Kurztrip ins Zillertal nach:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Berlin regiert schon längst der Frühling, da schiebe ich noch schnell ein paar Fotos von meinem Kurztrip ins Zillertal nach:</p>

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		<title>Rentaneko</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2012/03/20/rentaneko/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 21:59:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlinale-Filmdatenblatt Rentaneko (Rent-a-cat, Leihe eine Katze) &#8211; diese Worte durch ein Megafon rufend läuft die junge Sayoko am Rande eines Flusses durch eine Stadt. Hinter sich her zieht sie einen Wagen, auf dem sich allerlei Katzen tummeln, die sie an einsame Mitmenschen verleiht. Ab und an kommt jemand vorbei und sucht sich eine Katze aus. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20127083">Berlinale-Filmdatenblatt</a></p>
<p>Rentaneko (Rent-a-cat, Leihe eine Katze) &#8211; diese Worte durch ein Megafon rufend läuft die junge Sayoko am Rande eines Flusses durch eine Stadt. Hinter sich her zieht sie einen Wagen, auf dem sich allerlei Katzen tummeln, die sie an einsame Mitmenschen verleiht. Ab und an kommt jemand vorbei und sucht sich eine Katze aus. Eine alte Frau, deren Mann verstorben ist; ein Mann, der weit entfernt von seiner Familie arbeiten muss; eine Mitarbeiterin einer Autovermietung, die allein eine Station führt. Doch während Sayoko die Löcher in den Herzen ihrer Kunden füllt, ist sie selber trotz aller Katzen im Haus einsam. Bis sie einen ehemaligen Mitschüler wiedertrifft, der sich als notorischen Lügner und Dieb durch das Leben schlägt.</p>
<p><em>Rentaneko</em> ist ein kleines, japanisches Großstadtmärchen. Traum und Realität liegen nah beieinander und gehen ineinander über, wenn Sayoko auf die Fragen ihrer Klienten nach ihrer eigentlichen Einnahmequelle immer neue Berufe nennt, die sie mit Unterstützung ihrer Katzen ausübt: Ob sie nun eine erfolgreiche Aktienbrokerin ist oder Jingles für Werbespots komponiert &#8211; das Leben der jungen Frau wird von ihrer Fantasie bestimmt, die <em>Rentaneko</em> eine sympathische Skurilität verleiht.</p>
<p>So leichtfüßig die Welt der Sayoko mit ihrer warmen Sommerstimmung und -farbgebung inszeniert ist, folgt der Film doch einer strengen Episodenform. In jeder Episode wiederholen sich bestimmte Elemente wie die frechen Kommentare der seltsamen Nachbarin, die Überprüfung ihrer Klienten durch Sayoko, die Unterzeichnung des Leihvertrags mit immer denselben Fragen und schließlich die Rückgabe der Katze, nachdem der Grund für die Einsamkeit (meist symbolisch mit dem Bild eines Loches verknüpft) auf die eine oder andere Art beseitigt wurde. Die regelmäßigen &#8220;Rentaneko&#8221;-Rufe konnte nach Ende des Films vermutlich jeder Zuschauer mitsingen und mir schwirren sie ein paar Wochen später immer noch im Kopf herum.</p>
<p>Von ein paar Schulkindern, die wiederholt Sayokos Weg kreuzen, wird sie als die verrückte Katzenfrau bezeichnet, was bei mir Assoziationen zu den <a href="http://simpsonspedia.net/index.php?title=Eleanor_Abernathy">Simpsons</a> weckte, da zudem das Häuschen der jungen Frau fest in der Hand der Tiere ist. So vergeht kaum eine Minute, ohne dass eine Katze durch das Bild schleicht &#8211; an <a href="http://de.pluspedia.org/wiki/Katzencontent">Katzencontent</a> hat der Film genug zu bieten. Zwischen den einzelnen Episoden des Films wurden sogar drollige, wenn auch wenig relevante Videoaufnahmen der Tiere geschnitten.</p>
<p>Trotzdem stehen die Katzen nicht im Mittelpunkt der Handlung sondern sind ein Ausdruck für die verschiedenen Formen der Einsamkeit der sich in den letzten Jahrzehnten dramatisch gewandelten Gesellschaft. Diese sozialkritischen Töne sind zwar dezent, aber doch wahrnehmbar in den Episoden vorhanden (Einsamkeit im Alter, Einsamkeit durch die Mobilität der modernen Arbeitswelt, Unternehmensfilialen mit nur einem Mitarbeiter) und das Ansprechen dieser Probleme macht aus <em>Rentaneko</em> mehr als nur ein nettes Filmchen.</p>
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		<title>(Noch) Nichts gelernt</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2012/03/18/noch-nichts-gelernt/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2012 14:33:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach der letzten vorletzten Bundespräsidentenwahl berichtete ich über die Probleme der Bundesversammlung mit den neuen Medien. Als Ergebnis daraus hat der Bundestag für die heutige Wahl einfach die Handynutzung verboten, frei nach dem Motto: Was wir nicht verstehen, verbieten wir. Das Prozedere scheint also wichtiger zu sein als eine auch für die Bürger transparente Wahl, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der <del datetime="2012-03-18T13:17:20+00:00">letzten</del> vorletzten Bundespräsidentenwahl <a href="/blog/2009/05/26/die-zu-direkte-demokratie/">berichtete ich</a> über die Probleme der Bundesversammlung mit den neuen Medien. Als Ergebnis daraus <a href="http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&#038;atype=ksArtikel&#038;aid=1331877962931">hat der Bundestag für die heutige Wahl einfach die Handynutzung verboten</a>, frei nach dem Motto: Was wir nicht verstehen, verbieten wir. Das Prozedere scheint also wichtiger zu sein als eine auch für die Bürger transparente Wahl, bei der das Ergebnis an alle verkündet wird, sobald es feststeht.</p>
<p>Dabei ist diese Transparenz ein wichtiger Punkt, den alle traditionellen Parteien von der Piratenpartei lernen können. Dies illustrierte sehr schön deren Geschäftsführerin Marina Weisband beim Besuch der Talkshow <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1582894/Roche-und-Boehmermann-vom-04.03.2012#/beitrag/video/1582894/Roche-und-Boehmermann-vom-04.03.2012">Roche &#038; Böhmermann</a>. Sie wurde nämlich gefragt, ob es ein Problem für sie wäre, dass andere Parteien ihr Geheimrezept moderner Politik, die Einbeziehung der Bürger, aufgreifen. Und Marina antwortete, dass der Erfolg ihrer Partei ihr gar nicht wichtig ist, sondern das, was sie erreicht. Diese Aussage kann ich nur unterstreichen: Statt hinter verschlossenen Türen irgendwelche verkrusteten Verfahren einzuhalten, sollte Offenheit bei der Bundespräsidentenwahl herrschen. Dann fühle ich mich als Bürger stärker einbezogen und nicht ausgeschlossen!</p>
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		<title>Österreichische Biere</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2012 12:16:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[gewesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch in Österreich wird Bier gebraut, selbst wenn die Alpenregion nicht mit ihren tschechischen Nachbarn mithalten kann. Ein kurzer Besuch im SPAR während meines Wochenendtrips in das Zillertal hat mir eine Auswahl von zehn Bieren beschehrt, unter denen sich erstaunlich viele Märzen befanden. Doch bis auf die Variante von Egger konnten die anderen Märzen nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/blog/wp-content/uploads/2012/03/austria_biere.jpg" rel="lightbox"><img src="/blog/wp-content/uploads/2012/03/austria_biere_klein.jpg" alt="Österreichische Biere" title="Österreichische Biere" width="500" height="164" /></a></p>
<p>Auch in Österreich wird Bier gebraut, selbst wenn die Alpenregion nicht mit ihren tschechischen Nachbarn mithalten kann. Ein kurzer Besuch im SPAR während meines Wochenendtrips in das Zillertal hat mir eine Auswahl von zehn Bieren beschehrt, unter denen sich erstaunlich viele Märzen befanden. Doch bis auf die Variante von <a href="http://www.egger-bier.at/">Egger</a> konnten die anderen Märzen nicht überzeugen; bei der <a href="http://www.zillertal-bier.at/">Zillertal</a>-Brauerei ist das Pils aus Flasche wie Fass die bessere Alternative &#8211; und die <a href="http://www.markenglas.de/products/de/GLAeSER/ZILLERTAL-BIER/ZILLERTAL-BRAUEREI-BIER-TULPE-GLAeSER.html">Gläser</a> haben eine wirklich schöne Form.</p>
<p>Ein totaler Ausfall war das Schützenbräu, um das jeder Bierliebhaber einen Bogen machen sollte. Erwartungsgemäß eher im Mainstream siedelt sich das Bier von Stiegl an. Gut geschmeckt mit seiner würzigen Note hat mir dagegen das <a href="http://www.kaiserbier.at">Kaiser</a> Fasstyp. Doch getoppt wurde das Bier durch das mit einem seltsamen Etikett versehene <a href="http://www.raschhoferbier.at/produkte-biere.html#zwickl">Raschhofer Zwickl</a>, das seiner Frische zum Ausgleich angenehm viel Alkohol (5,4 Vol. %) entgegensetzt. Unbedingt probieren!</p>
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		<title>Aus den Augen, in den Sinn: Hereafter</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2012 11:30:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[gesehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Manche Filme, die ich gesehen habe, entfalten ihre Wirkung erst lange nach der Betrachtung. Der Kopf arbeitet weiter mit den Bildern, während die Erinnerungen an die meisten Szenen aus dem Gedächtnis verschwinden, und so ändert sich auch mein Eindruck des Gesehenen mit der Zeit. In der Rubrik Aus den Augen, in den Sinn möchte ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Filme, die ich gesehen habe, entfalten ihre Wirkung erst lange nach der Betrachtung. Der Kopf arbeitet weiter mit den Bildern, während die Erinnerungen an die meisten Szenen aus dem Gedächtnis verschwinden, und so ändert sich auch mein Eindruck des Gesehenen mit der Zeit. In der Rubrik <em>Aus den Augen, in den Sinn</em> möchte ich Filme vorstellen, die mir aus irgendeinem Grund zurück ins Gedächtnis gerufen wurden, und darüber berichten, an was ich mich von ihnen erinnere. Ich fange an mit Clint Eastwoods vorletztem Film <em>Hereafter</em>.</p>
<p>Der Altmeister beschäftigt sich darin mit der Frage um ein Leben nach dem Tod. Gleich zu Beginn darf der Zuschauer deshalb in einer tricktechnisch beeindruckenden Sequenz beobachten, wie die großartige Cécile de France von der Flutwelle in Phuket erfasst wird, durch die Straßen der Stadt gespült wird und schließlich mit einem Stück Holz kollidiert. Dieser wuchtige Einstieg stellt den Kontrapunkt zu einem ansonsten ruhigen Film dar und lässt den Zuschauer folgend die Nahtod-Erfahrung der Figur erleben, so dass die Fronten für den thematischen Schwerpunkt schnell gesetzt sind. Viel mehr als ihre Rolle im Film hat mich jedoch an dieser Szene beeindruckt, dass sie technisch absolut perfekt ist: Ich konnte trotz mehrfachen Ansehens nicht erkennen, wie dieser Effekt erzielt wurde. Erst im Making-Of wurde näher darauf eingegangen, ohne jedoch die Illussion des Ergebnisses zu zerstören. Clint Eastwood ist einfach ein großartiger Regisseur, wie er die Technik in den Dienst der Handlung stellt und trotzdem handwerkliche Höchstleistungen sicherstellt.</p>
<p>DIe zweite in meinem Gedächtnis haften gebliebene Szene dreht sich um das von Matt Damon gespielte Medium George Lonegan. Er sieht seine Gabe, mit den Toten reden zu können (diese Fähigkeit wird innerhalb des Films nicht in Frage gestellt), als Bürde, und lässt sich doch immer wieder überreden, sie einzusetzen. In einem Kochkurs hat er eine Frau kennengelernt, die bald von seiner Fähigkeit erfährt. Doch die Kontaktaufnahme mit ihrem toten Vater bricht schlimme Wunden in ihr auf: Sie wurde als Kind vom Vater missbraucht, der erst nach seinem Tod den Mut findet, sich über George bei ihr zu entschuldigen. Es ist wirklich großartig anzusehen, wie Bryce Dallas Howard als Melanie darauf reagiert. Nach der ersten Leugnung kann George sie zwar überzeugen, dass er ihr nicht nur etwas vorspielt und das Wissen über den Missbrauch irgendwie in Erfahrung gebracht hat. Doch die Akzeptanz der überbrachten Nachricht entblößt das eigentliche Problem der Situation. Der bisher privat gebliebene Missbrauch, ein Geheimnis zwischen Vater und Tochter, hat nun einen Mitwisser. Dieser Einblick in das Innerste von Melanie belastet nicht nur die Beziehung zu George, sondern zwingt die junge Frau auch dazu, sich ihrer Vergangenheit zu stellen &#8211; ein schwerer Schritt, den sie bisher ohne einen lebenden Zeugen gut verdrängen konnte.</p>
<p>Wie sensibel Clint Eastwood diese Szene inszeniert nötigt mir ebenso Respekt ab wie die Leistungen der beiden Darsteller. Leider hat der Film nicht viele solcher Szenen zu bieten, so dass die zugrunde liegende Annahme, dass es ein Leben nach dem Tod und eine Kommunikation damit wirklich gibt, ins Leere läuft. Aber für die zwei erwähnten Highlights hat sich das Sehen schon gelohnt.</p>
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		<title>State-of-the-Art: ILC</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Mar 2012 18:58:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[gefunden]]></category>

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		<description><![CDATA[ILC steht für Interchangeable Lens Camera und beschreibt das Marktsegment zwischen hochwertigen Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras. Gemeinsam ist dieser Gruppe von Kameras eine relativ kompakte Gehäusegröße und das Fehlen eines klappenden Spiegels zwischen den mittlelgroßen Sensoren und den wechselbaren Objektiven. Vorreiter dieser Gattung waren Panasonic und Olympus, welche beide auf den Standard m43 (Micro Four Thirds) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>ILC steht für Interchangeable Lens Camera und beschreibt das Marktsegment zwischen hochwertigen Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras. Gemeinsam ist dieser Gruppe von Kameras eine relativ kompakte Gehäusegröße und das Fehlen eines klappenden Spiegels zwischen den mittlelgroßen Sensoren und den wechselbaren Objektiven. Vorreiter dieser Gattung waren Panasonic und Olympus, welche beide auf den Standard m43 (Micro Four Thirds) setzen und bereits drei, vier Generation an Kameras auf dem Markt gebracht haben. Sony und Nikon dagegen sprangen erst spät auf den Zug auf. Während der Elektronik-Weltkonzern eine Kombination aus Spiegelreflex-Sensor (APS-C) und neuem Bajonett (E-Mount) wählte, ging Nikon wie immer einen komplett eigenen Weg: Der CX-Sensor ist kleiner als m43, der Objektivanschluss 1-Mount ebenfalls eine Eigenentwicklung, und so bindet sich der Käufer auf Gedeih und Verderb an den Hersteller.</p>
<p>Beide Systeme haben gegenüber m43 momentan das Problem, dass die Auswahl an Linsen aufgrund der Unterstützung durch nur jeweils einen Hersteller sehr klein ist. Der Käufer muss sich also fragen, warum er eine Kamera mit Wechselobjektiven kauft, wenn es kaum Objektive zum Wechseln gibt. Dies wird sich mit der Zeit sicher ändern, aber derzeit hat m43 noch die Nase vorne. Von den großen Playern im Digitalkameramarkt fehlt in diesem stark wachsenden Segment aktuell nur Canon, doch <a href="http://www.canonrumors.com/2012/01/canon-mirrorless-in-2012/">Gerüchte</a> besagen, dass dies nicht mehr lange der Fall sein wird.</p>
<p>Doch warum schreibe ich das Ganze? Der Grund dafür ist, dass ich mich seit ein paar Wochen frage, was Olympus und Pentax geritten hat, so selten hässliche Kameras auf den Markt zu bringen, wie deren neue Modelle. Olympus hat bereits mit der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Olympus_Pen">PEN-Serie</a> die Form ihrer klassischen Kameras aufgegriffen, diese allerdings merklich aufgefrischt. Nun ist die Firma einen weiteren Schritt zurück gegangen und hat das Prime-Segment mit der Kamera OM-D besetzt, die aufgrund ihrer harten Kanten wohl nur Fans, die wehmütig an ihre Original-<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Olympus_OM_system">OM-Modelle</a> zurückdenken, ansprechen wird:</p>
<p><a href="http://olympusamerica.com/corporate/corp_presscenter_headline.asp?pressNo=909"><img src="/blog/wp-content/uploads/2012/03/olympus_omd.jpg" alt="Olympus OM-D" title="Olympus OM-D" width="500" height="250" class="alignnone size-full wp-image-3226" /></a></p>
<p>Pentax dagegen hat ein Ohr für den Käufer und hat mit der neuen K-01 eine Kamera entwickelt, die einen Spiegelreflexsensor (APS-C) in einem kleineren Gehäuse mit dem hauseigenen K-Mount-Bajonett kombiniert und so zum Verkaufsstart eine große Auswahl an Objektiven im Angebot hat. Doch gehörten schon die Spiegelreflexkameras von Pentax zu den hässlichen Entlein auf dem Markt, so ist die K-01 eine ganz eigene Kategorie. Von <a href="http://www.marc-newson.com/AboutBiography.aspx?GroupSelected=2&#038;Category=Biography">Mark Newson</a> entwickelt, erinnert mich das Design mehr an ein LEGO-Spielzeug als ein ernstgemeintes Produkt. Das extrem dünne 40mm/2.8-Objektiv ist zwar ein Highlight, aber die pummelige und billig wirkende Kamera will mir nicht so recht gefallen:</p>
<p><a href="http://www.pentaximaging.com/about/press/263/PENTAX_RICOH_IMAGING_AMERICAS_CORPORATION_INTRODUCES_PENTAX_K-01_DESIGNED_BY_MARC_NEWSON"><img src="/blog/wp-content/uploads/2012/03/pentax_k01.jpg" alt="Pentax K-01" title="Pentax K-01" width="500" height="299" /></a></p>
<p>Mich beschleicht das Gefühl, dass die Hersteller immer noch mit dem neuen, erstaunlich erfolgreichen Marktsegement experimentieren. Die einen (Sony, Nikon) halten ihre Kameras für Lifestyleprodukte, die ein entsprechendes Design aufweisen müssen. Features sind dabei wichtig (Sony hat mit der NEX-7 eine Highend-Variante im Angebot), aber das Aussehen mindestens ebenso. Pentax denkt vermutlich ähnlich, hat aber eine andere Vorstellung von Design. Olympus schließlich sieht ihre Käufer vermutlich eher als Aussteiger aus dem DSLR-Format und will ihnen deshalb eine vollwertige Alternative im kleinen Paket bieten. Ob sie mit dem mittelalterlichen Design aber neue Kundengruppen erschließt oder nur den eigenen DSLR-Markt kannibalisiert, muss die Zeit zeigen.</p>
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		<title>Ang Babae sa Septic Tank</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2012/03/02/ang-babae-sa-septic-tank/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Mar 2012 22:11:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gesehen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>

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		<description><![CDATA[Berlinale-Filmdatenblatt Drei junge philippinische Filmemacher planen den großen Coup: Mit der Geschichte einer siebenfachen Mutter, die ihre Kinder in den Slums von Manila nur ernähren kann, indem sie sie an reiche Pädophile verkauft, wollen sie den weltweiten Durchbruch schaffen; nicht weniger als die großen Filmfestivals und der Oscar sind das erklärte Ziel ihres Elends-Pornos. Um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20121883">Berlinale-Filmdatenblatt</a></p>
<p>Drei junge philippinische Filmemacher planen den großen Coup: Mit der Geschichte einer siebenfachen Mutter, die ihre Kinder in den Slums von Manila nur ernähren kann, indem sie sie an reiche Pädophile verkauft, wollen sie den weltweiten Durchbruch schaffen; nicht weniger als die großen Filmfestivals und der Oscar sind das erklärte Ziel ihres Elends-Pornos. Um dies zu erreichen, arbeiten die drei auf ihrem iPad kontinuierlich am Drehbuch, suchen den perfekten Slum für ihre Aufnahmen und casten eine berühmte Filmdiva für die Hauptrolle.</p>
<p>Was auf den ersten Blick noch wie ein Film über das Filme-machen aussieht, welcher den Auswahlverfahren der internationalen Filmfestivals einen kritischen Blick unterwirft, entpuppt sich während des Sehens als eher introspektive Darstellung des gegenwärtigen philippinischen Kinos. Der Film überzieht dabei die Rollenklischees als Grundkonzept seiner Charakterzeichnung gnadenlos und arbeit sie damit gleichzeitig prägnant heraus. Die pummelige und tagträumende Organisatorin Jocelyn dient dabei als Medium, um den immer neuen Ideen (Mockumentary, Musical) des Regisseur/Produzenten-Duos ein Bild zu geben. So variiert <em>The Woman in the Septic Tank</em> die in einem fünfminütigen Einstieg präsentierten wichtigsten Shots des Film-im-Films eines um das andere Mal und gibt den Gedankenspielen ein konkrete Form und dem Film gleichzeitig seinen Rhythmus.</p>
<p>Zwischendurch sind die drei Filmemacher immer wieder im Auto unterwegs oder werden in einem Café von einem verhassten Regiekollegen angesprochen, der gerade in Venedig einen Preis gewonnen hat und nun einen Schwanz von buckelnden Mitarbeitern mit sich herumschleppt und das nächste Jahr von einem Filmfestival zum anderen reisen will. Bei allem Neid sind sich die Parteien jedoch einig: Über das Independent-Kino wollen sie den großen Erfolg schaffen; wobei es mehr eine Indie-Fassade ist, die sich kalkuliert nach den Erwartungen des Publikums richtet. Dies unterstreicht der Film, indem er die Upperclass-Filmemacher in einem Slum zeigt, den diese bisher nur von Berichten kannten und nur nach seinem authentischen Aussehen bewerten, was die Bewohner des Slums quittieren indem sie das Auto der Filmer auseinandernehmen.</p>
<p>Es besteht also eine gut sichtbare Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung des Ortes als Kulisse durch den Regisseur im Film und seiner bitteren realen Bedeutung als Zentrum der Armut. Diese dient den Filmemachern ohnehin nur als Vehikel, schließlich sind sie selber niemals damit in Berührung gekommen, was ihren Bemühungen um die Darstellung eines international akzeptiertes Bild des Slums lächerlich erscheinen lässt. Auf der anderen Seite hat <em>The Woman in the Septic Tank</em> natürlich selber dieses Problem, da es den Slum innerhalb eines bewusst übertriebenen Filmes darstellt &#8211; wie real ist also, was der Zuschauer auf der Leinwand als Kulisse zu sehen bekommt?</p>
<p>Bis kurz vor dem Ende macht dieses Spiel mit den Erwartungen der Zuschauer <em>The Woman in the Septic Tank</em> zu einem sehr unterhaltsamen Film. Leider greift der Film-im-Film am Ende aber auf den äußeren Film über und befriedigt mit einem Sturz der Diva in die titelgebende Klärgrube genau die Erwartungen, die man vorher noch satirisch kritisiert hat. </p>
<p>Die anwesenden Regisseur und Drehbuchautor konnten den Film nach der Vorführung in den richtigen Kontext rücken: Auf den Philippinen gibt es kein Geld für Filme abseits des Mainstreams, und so musste <em>The Woman in the Septic Tank</em>, der sich genau mit der Abhängigkeitssituation zwischen den Erwartungen des Publikums und den auf breite Vermarktung abzielenden Produzenten beschäftigt, aufgrund von mangelnder Finanzierung in nur 10 Drehtagen abgedreht werden. Dank der auch im realen Leben bekannten Schauspielerin Eugene Domingo wurde jedoch ein Zuschauerrekord auf den Philippinen erzielt und ich traue dem Film zu, das weltweit zu toppen.</p>
<p><img src="/blog/wp-content/uploads/2012/02/septic.jpg" alt="Regisseur, Drehbuchautor und Produzentin von Ang Babae sa Septic Tank" title="Regisseur, Drehbuchautor und Produzentin von Ang Babae sa Septic Tank" width="500" height="222"/></p>
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		<title>Csak a szél</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 21:43:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20123683">Berlinale-Filmdatenblatt</a></p>
<p>Und wieder hat die Berlinale eine neue Spielstätte ihrer opulenten Liste vom Filmtheatern hinzugefügt: Das Haus der Berliner Festspiele. Der fast 1000 Besucher fassende Saal soll sicherlich dazu beitragen, erneut einen Besucherrekord zu vermelden, doch zu einem guten Kino macht das Haus diese Eigenschaft noch lange nicht. Zu schmal ist der Platz zwischen den Sitzreihen, zu eng sind die Klappsessel und zu steil der Blickwinkel hoch auf die konkave Leinwand.</p>
<p>Mehr überzeugen als der Vorführort konnte dagegen der Film, der mit dem Silbernen Bären für den großen Preis der Jury ausgezeichnet wurde. Dieser zeigt den letzten Tag einer ungarischen Roma-Familie, bevor diese brutal ermordert wird, und basiert auf einer realen Mordserie aus den Jahren 2008/2009. Durch eine Handkamera, die immer dicht an den Akteuren ist, folgt der Zuschauer einem fast normalen Tagesablauf der Familie: Die Mutter geht ihren zwei Jobs nach, die Tochter besucht die Schule und der Sohn streunt an dem schönen Sommertag in der Gegend herum.</p>
<p>Doch auch ohne zu wissen, dass dies die letzten Stunden der Familie sind, legt sich bald ein Schatten über die Handlung. Da sind nicht nur die ständigen Diskriminierungen, mit denen die Ungarn den Roma ihre Verachtung ihnen gegenüber zeigen, sondern auch die düstere Vorahnung, dass hier irgendwas passiert ist, das die Menschen belastet. Nach und nach erfährt der Zuschauer, dass in der Nacht zuvor die Nachbarn der Familie mit Jagdgewehren ermordert wurden. Die anderen Roma sind daraufhin verunsichert und misstrauisch gegenüber jedem Auto, das in der Nähe ihrer abgeschieden in den Wäldern liegenden Behausungen auftaucht, und die Polizei ist nur halbherzig bei der Suche nach den Tätern, da sie mit ihnen sympathisiert.</p>
<p>In der beobachteten Familie äußert sich diese Stimmung unterschiedlich. Die Tochter geht wie betäubt durch den Schultag. Auch das Gespräch per Videochat mit dem Vater, der in Kanada arbeitet, kann ihr die Angst nicht nehmen, und so sucht sie Ablenkung beim Spiel mit der kleinen Nichte. Ihr Bruder geht offensiver mit der Bedrohung um und will die Familie an Vaters Statt zu beschützen. Dazu schwänzt er die Schule, besichtigt das Haus der toten Nachbarn und rüstet ein Versteck tief im Wald ein, damit sich dort alle verstecken können.</p>
<p>Die Mutter dagegen hat gar keine Zeit, sich mit diesen Problemen zu beschäftigen. In aller Frühe musste sie aus dem Haus, um ihre zwei Hilfsarbeiterjobs zu erledigen, die hauptsächlich von Zigeunern ausgefüllt werden: Müll einsammeln an der Autobahn und Putzen in der Schule. Dabei trifft sie sowohl auf Unterstützung durch die Vorarbeiterin, die ihr Kleidung zweiter Hand für die Kinder zukommen lässt, als auch auf Verachtung, wie durch den Hausmeister der Schule, dem sie jedoch mit viel Stolz gegenübertritt und dessen Gemeinheiten sie sich nicht gefallen lässt.</p>
<p>Durch die ausführlichen Szenen, die fast ohne Dialog auskommen, zeichnet <em>Just The Wind</em> ein detailliertes Bild des schwierigen Lebens der Roma in Ungarn, das durch den allgegenwärtigen Fremdenhass ihnen gegenüber und auch Problemen innerhalb der eigenen kleinen Gesellschaft geprägt ist. Die extrem nahe Kamera, die den Zuschauer in die Perspektive der Roma versetzt, bricht dieses gesellschaftliche Problem auf einzelne Charaktere herunter, holt den von den Institutionen gestützten Fremdenhass aus der Anonymität.</p>
<p>Dabei wird dem warmen Sommertag als Kulisse sehr viel Raum gelassen; er bestimmt den fließenden Rhythmus des Films. Das Leben der Roma ist noch sehr naturalistisch und dies findet sich auch bei der auf Musik verzichtenden Soundebene wieder, die zu der bedrohlichen Stimmung einen interessanten Kontrast bildet. Dieser tritt umso deutlicher zu Tage, als die Nacht hereinbricht und die nächsten Morde geschehen. Das macht <em>Just The Wind</em> zu einem eindringlichen Film, der allerdings etwas Geduld erfordert, bevor er sich in seiner Intensität dem Zuschauer öffnet.</p>
<p>(Die Postproduktion des Films erfolgte übrigens im <a href="http://www.post-republic.com/">halleschen Ableger der Post Republic</a>)</p>
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