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	<title>The KingOli Blog</title>
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		<title>Snuff</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 18:58:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gelesen]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>

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		<description><![CDATA[von Terry Pratchett, veröffentlicht von Doubleday, ISBN 978-0-385-61926-4, 18.99£ Sam Vimes (Mumm im Deutschen) steht vor der größten Herausforderung seiner Karriere: Seine Frau Sybil und Lord Vetinari haben beschlossen, dass der Chef der Stadtwache endlich einmal Urlaub machen soll. Also ist er gezwungen, mit Sybil und Sohn Sam auf den Landsitz zu fahren, auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Terry Pratchett,<br />
veröffentlicht von Doubleday, ISBN 978-0-385-61926-4, 18.99£</em></p>
<p>Sam Vimes (Mumm im Deutschen) steht vor der größten Herausforderung seiner Karriere: Seine Frau Sybil und Lord Vetinari haben beschlossen, dass der Chef der Stadtwache endlich einmal Urlaub machen soll. Also ist er gezwungen, mit Sybil und Sohn Sam auf den Landsitz zu fahren, auf dem seine adelige Frau einst aufwuchs. Der Stadtmensch Mumm findet es anfangs schwer, sich mit der Natur und den Verhaltensweisen der Landbevölkerung anzufreunden, doch dann schlägt sein untrüglicher Polizeisinn zu: Irgendetwas ist faul in dem kleinen Dorf, wo der örtliche Polizist nicht etwa dem Gesetz, sondern den Ratsmitgliedern verpflichtet ist. Als plötzlich der Schmied verschwindet und versucht wird, Sam den Mord an einem Goblinmädchen anzuhängen, ist es endgültig aus mit der beschaulichen Urlaubsruhe&#8230;</p>
<p>Trotz fortschreitender Alzheimer-Erkrankung läuft der Büchermotor von Terry Pratchett weiter rund und so ist Ende 2011 mit <em>Snuff</em> ein weiterer Scheibenwelt-Roman erschienen. Doch seit einigen Jahren ist die Vorfreude meinerseits nicht mehr so groß wie früher, weil sich die immergleichen Themen im Kreise drehen und ich mich sattgelesen habe an der Stadtwache, von der auch <em>Snuff</em> handelt. In dem übergreifenden Handlungsfaden ist einfach die Luft raus; mit jedem Buch wird nur noch eine weitere Spezies integriert (diesmal Goblins &#8211; wie innovativ) und dies läuft in gewohntem Schema F ab.</p>
<p>Dazu macht es das Buch dem Leser zu Beginn nicht gerade leicht. Vermutlicht um das ruhige Landleben zu verdeutlichen beginnt es sehr zaghaft, so dass auf den ersten 100 Seiten so gut wie keine Handlung vorhanden ist, geschweige denn ein Hinweis, worum es eigentlich geht. Da auch die bei Pratchett üblichen Nebenhandlungen erst in der Mitte des Buches einsteigen, sich alles auf Sam Mumm konzentriert und der Humor weitgehend fehlt (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stolz_und_Vorurteil">Stolz und Vorurteil</a> wird anekdotenhaft aufgegriffen), war es anfangs eher eine Qual als ein Vergnügen, <em>Snuff</em> zu lesen.</p>
<p>Irgendwann wird klar, dass Sam Mumm auf eine Schleuserbande gestoßen ist, die Goblins entführt, damit diese als billige Arbeitskräfte auf Tabakplantagen schuften. Zusammen mit einer wilden Verfolgungsjagd auf einem Fluss sollte dies eigentlich für eine interessante Geschichte reichen, doch leider clasht sich der Inhalt mit der eingefahrenen Erzählweise und Charakterisierung von Pratchett &#8211; es fehlt einfach an Konflikten. Von Anfang an ist klar, dass niemand Sam Mumm gewachsen ist. Er kennt alle Leute und Situationen, gewinnt alle Kämpfe (die Prügelei am Anfang mit dem Schmied ist an den Haaren herbeigezogen); zur Not schreitet eben sein Butler oder seine Frau ein. Das ist langweilig, langweilig, langweilig.</p>
<p>Es fehlt an einem potenten Gegenspieler. Die Mitglieder des Dorfrates als Strippenzieher bleiben durchgängig im Hintergrund und scheiden deshalb aus. Der Leiter der Goblinverschleppung wird erst in der Mitte der Buches kurz aufgebaut und &#8211; trotz eines Nachschlags &#8211; schnell abserviert und entfaltet so niemals wirklich Gefahr. So verbleibt als einziger zählbarer Konflikt der innere Disput von Hauptmann Mumm über sein verbildlichtes dunkles Ich und die Mittel, mit denen er teilweise seine Ziele erreicht.</p>
<p>Diese immer wieder ab der Oberfläche hervorbrechenden Irritationen sind die Highlights des Buchs und stehen in einer Linie mit den humanistischen Aussagen der Scheibenweltbücher, die ich voll und ganz unterstütze. Schade nur, dass sich <em>Snuff</em> im Gegensatz zum klaren Statement gegen Arbeitssklaverei einer eindeutigen Aussage zu Mumms fragwürdigem Vorgehen verwehrt.</p>
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		<title>The Elder Scrolls V Skyrim – Mein Tagebuch, Teil 3</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Feb 2012 11:00:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gespielt]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[PS3]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich muss alle meine Bedenken, die ich vor dem Spielen über Skyrim hatte, revidieren. Abgesehen von der eher trostlosen nordischen Umgebung ist das Spiel sehr abwechslungsreich und die Welt alles andere als tot. Im Gegenteil, selbst im einsamsten Sumpf ist noch ständig etwas los. Ob nun Kuriere dem Spieler eine Nachricht überbringen, Assassinen oder Diebe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss <a href="/blog/2011/12/26/the-elder-scrolls-v-skyrim-mein-tagebuch-teil-1/">alle meine Bedenken</a>, die ich vor dem Spielen über <em>Skyrim</em> hatte, revidieren. Abgesehen von der eher trostlosen nordischen Umgebung ist das Spiel sehr abwechslungsreich und die Welt alles andere als tot. Im Gegenteil, selbst im einsamsten Sumpf ist noch ständig etwas los. Ob nun Kuriere dem Spieler eine Nachricht überbringen, Assassinen oder Diebe ihre Fähigkeiten überschätzen, eine angeheuerte Bande Raufbolde den Spieler für einen Diebstahl bestrafen soll oder er kurz hintereinander einem Fremdem mit einem gestohlenen Schild und danach dessen Verfolger begegnet &#8211; auf der Suche nach Mitstreitern gegen starke Gegner wie den Riesen oder einem Drachen wird man schnell fündig.</p>
<p>Außer in der umfangreichen Oberwelt ist der eigene Charakter sicherlich die Hälfte der Spielzeit in Dungeons unterwegs. In Sachen Gegner und Namen sind diese meist austauschbar (Bruchzahnhöhle, Grauwassergrotte, usw), jedoch verbindet das Spiel die meisten Quests mit seiner dichten Hintergrundgeschichte und macht damit jede Höhlenerfahrung zu einem einzigartigen Erlebnis. Meine Highlights waren bisher die Ausräucherung eines Vampirversteckes (wo ich mich gleich mit Vampirismus ansteckte), eine Rätselei im Kopf des wahnsinnigen Ex-Kaisers Pelagius, der Kampf gegen die wieder auferstandene Totenbeschwörerin und Wolfskönigin Potema oder die verwirrte Argonierin, die dem Spieler eine als Zwergenlexikon bezeichnete Box überreicht und bittet, sie nach Avanchnzel zurückzubringen, wo sie das Lexikon in einer gescheiterten Mission erlangt hat und nun von dessen Wissen übermannt wird.</p>
<p>Avanchnzel stellte sich als einer der seltsamen im Stil des Steampunk entworfenen Dungeons der Dwemer (Zwerge) heraus, die voll sind von metallen-mechanischen Gerätschaften, aus denen unentwegt Dampf wie aus Dampfmaschinen entweicht. Die Gegner, mechanische Spinnen und roboterartige Sphären, die von den im Spiel wichtigen Seelen angetrieben werden, ließen mich darüber hinwegsehen, dass die Zwerge in <em>Skyrim</em> aus der Welt verschwunden sind und ich sie folglich auch nicht als Rasse für meinen Charakter wählen kann.</p>
<p>Aber sie zeigen sehr gut, wie Bethesda ihre The-Elder-Scrolls-Saga mit einer Geschichte angereichert hat, die umso plausibler erscheint, weil der Spieler nirgendwo auf Gewissheiten trifft. Es gibt zwar Geschichtsbücher ohne Ende zu lesen, doch das Spiel lässt den Spieler an den eigenen Dokumenten zweifeln, wenn er im Zuge der Bardenakademie-Quest &#8220;König Olafs Vers&#8221; davon erfährt, wie der namensgebende Herrscher dafür sorgte, dass sich die Nachwelt positiv an ihn erinnerte.</p>
<p>Für fast alle kritischen Fragen im Spiel gibt es keine klare Aussagen, sondern viele Perspektiven der NPCs, die alle nachvollziehbar sind. So hat das Kaiserreich mit den Thalmor, einem Elfenbund, einen Waffenstillstand geschlossen, bei dem sie im Ausgleich den von den Einwohnern <em>Skyrims</em> zum Gott Talos erhobenen ehemaligen Kaiser und Drachenblut Tiber Septim abschwören. Was für die Kaiserlichen das unter Schmerzen erkaufte Ende eines Krieges ist, sieht aus Sicht der Nord aus wie eine Verleugnung ihrer Geschichte und damit eines wichtigen Bestandteiles ihrer Kultur.</p>
<p>Neben dieser über eine unglaubliche Menge an benannten NPCs mit jeweils eigener Sprachausgabe erzählte Hintergrundgeschichte muss ich auch die Bugfreiheit des Spiels loben, denn Spiele mit vergleichbarer Komplexität (<em>Gothic III</em>) haben da unrühmliche Maßstäbe gesetzt. Einzig mit seinen Begleitern muss der Spieler etwas Geduld haben. Deren Wegfindung ist nicht optimal und so läuft der eigene Charakter oft einen Vorsprung heraus und muss öfters warten. Zudem haben meine bisherigen Begleiterinnen die dumme Angewohnheit, Türen und enge Gänge zu blockieren und erst spät bemerken, dass ich eigentlich da durch will, wo sie stehen. Dafür haben sämtlich bedienbare Gerätschaften (Schmieden, Alchemietische, &#8230;) ein Komfortfeature: Ist das Gerät besetzt durch einen NPC, dann entfernen sich diese davon, wenn der Spieler versucht, es zu benutzen.</p>
<p>An anderer Stelle lässt <em>Skyrim</em> dafür Komfort vermissen. So gibt es sich sehr faul wenn es darum geht, dem Spieler wichtige Informationen über seinen Charakter zu visualisieren. Wurde der Charakter vergiftet oder hat einen Trank mit zeitlich begrenzter Wirkung zu sich genommen, dann findet der Spieler dies nur heraus, indem er sich tief in die Menüstruktur begibt und unter Aktive Effekte nachschaut. Auf dem Bildschirm selber ist von diesen Effekten nichts zu sehen; allenfalls sind sie bei stark wirkenden Giften zu spüren. Die einzige Anzeige, die Bethesda dem Spieler neben Gesundheit, Magicka und Ausdauer gönnt, ist ein Balken mit den verbleibenden Aufladungen einer verzauberten Waffe, und auch dieser ist nur bei Schlägen zu sehen und wird sonst ausgeblendet. Ganz nervig sind für mich zudem die untoten Draugr-Krieger, welche die Fähigkeit besitzen, meinem Charakter die Waffe aus der Hand zu schlagen. Da ich nicht in der Egoperspektive, sondern in der Third-Person-Variante spiele, bemerke ich während Kämpfen in schlecht ausgeleuchteten Dungeons oft nicht sofort, dass ich plötzlich ohne Schild und Streitkolben dastehe und den Gegner mit Fäusten attackiere. Wenn solche wichtigen Ereignisse einfach mit markanten Einblendungen signalisiert werden würden, wäre das eine deutliche Verbesserung des Spiels. Da lobe ich mir im Vergleich <em>Drakensang</em> mit seiner Auskunftsfreudigkeit, die jede spielbeeinflussende Änderung sofort erkennen lässt.</p>
<p>Dass <em>Skyrim</em> eher in der von mir ungeliebten Ego-Shooter-Perspektive gespielt werden soll, merkt man auch beim Zielen mit dem Bogen. Je nach Platzierung der Zieles kann sich durchaus der Körper des eigenen Charakters vor das Fadenkreuz schieben und das Zielen damit schwerer machen. Aber das ist ebenso wie das aufgrund des begrenzten Inventars ständig notwendige Micromanagement nur eine kleine Randerscheinung, die vollkommen untergeht neben all den Pluspunkten, die mich inzwischen schon fast 50 Stunden an das Spiel gefesselt haben &#8211; und mit Level 28 und noch vielen offenen Quests ist ein Ende nicht absehbar.</p>
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		<title>Trash auf der Berlinale</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 20:20:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gefunden]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist endlich soweit &#8211; seit heute ist nicht nur der Wettbewerb der 62. Berlinale komplett, sondern auch das vollständige und wie gewohnt total unübersichtliche Programm der 2012er Ausgabe der Internationalen Filmfestspiele von Berlin online. Nach dem ersten Überfliegen der Filme habe ich ein paar Favoriten in der Panorama-Sektion im Auge, wobei ich vor allem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist endlich soweit &#8211; seit heute ist nicht nur der <a href="http://www.berlinale.de/de/presse/pressemitteilungen/alle/Alle-Detail_13460.html">Wettbewerb der 62. Berlinale komplett</a>, sondern auch das vollständige und wie gewohnt total unübersichtliche <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/programmsuche.php">Programm</a> der 2012er Ausgabe der Internationalen Filmfestspiele von Berlin online. Nach dem ersten Überfliegen der Filme habe ich ein paar Favoriten in der Panorama-Sektion im Auge, wobei ich vor allem auf <a href="http://www.ironsky.net/">Iron Sky</a> gespannt bin. Der Nazi-Trash-Sci-Fi-Film setzte von Anfang an auf eine direkte Ansprache und Einbeziehung der potentiellen Zuschauer über das Internet inklusive einer Teilfinanzierung durch Crowdfunding (dazu folgt später ein separater Artikel) und hat so bei mir über die Jahre eine Erwartungshaltung aufgebaut, die es nun zu befriedigen gilt. Etwas seltsam ist es schon, diesen Film auf der Berlinale zu sehen (die Weltpremiere findet im Friedrichsstadtpalast statt!), aber so gibt es einen Grund mehr, sich auf das Festival zu freuen.</p>
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		<title>Sünden der Großstadt</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 21:34:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[gefunden]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Bis zum zweiten Weltkrieg war die Berliner Mitte südöstlich des Alexanderplatzes vor allem eins: Eine Ansammlung von Mietskasernen, die enge Straßen einfassten und ein Milieu wie in Berlin Alexanderplatz beschrieben beheimatete. Der Krieg und der folgende großflächige Abriss durch die DDR hinterließen dann lange Zeit eine große Brachfläche, die schließlich durch eine für die kommunistische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bis zum zweiten Weltkrieg war die <a href="/blog/2011/01/13/berlins-vergessene-mitte/">Berliner Mitte</a> südöstlich des Alexanderplatzes vor allem eins: Eine Ansammlung von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mietskaserne">Mietskasernen</a>, die enge Straßen einfassten und ein Milieu wie in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin_Alexanderplatz_(Roman)">Berlin Alexanderplatz</a> beschrieben beheimatete.</p>
<p>Der Krieg und der folgende großflächige Abriss durch die DDR hinterließen dann lange Zeit eine große Brachfläche, die schließlich durch eine für die kommunistische Führung repräsentative Achse vom Fernsehturm über das Marx-Engels-Forum bis zum Palast der Republik einer neuen Nutzung zugeführt wurde. Viel wichtiger für meine bisherige Wahrnehmung dieser Mitte waren aber nicht die genannten Protzbauten, sondern die sie einfassenden Baumstreifen, die leider von den beiden Plattenbauten an der Rathaus- und Karl-Liebknecht-Straße eingerahmt werden, diese jedoch etwas auffangen.</p>
<p>Vor ein paar Tagen nun begann <a href="http://www.bing.com/maps/?v=2&#038;cp=srm4svj3hv41&#038;scene=12400700&#038;lvl=1&#038;sty=b&#038;where1=Rathausstra%C3%9Fe%201%2C%2010178%20Berlin">am äußersten Ende dieses Grünstreifens</a>, an der Ecke Rathausstraße/Gontardstraße, das Abholzenen einer kurzen Allee von Bäumen. Diese wurde zuletzt zwar mehr als öffentliche Toilette denn als urbanes Erholungszentrum genutzt, doch mein morgendlicher Weg zur Arbeit führt genau an dieser grünen Ecke vorbei, die damit gefühlt mehr für mein tägliches Wohlgefühl leistet als die restliche Parkfläche bis zu Spree. </p>
<p>Weichen mussten diese Bäume &#8211; natürlich &#8211; einem neuen Einkaufszentrum namens <a href="http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/alexanderplatz/de/realisierung/redevco/index.shtml">Alea 101</a>. Dabei konnte das Timing nicht schlechter sein &#8211; ein paar Tage nach dem Fällen kam der Frost, so dass mindestens zwei Parteien nicht zufrieden sein können. Ich, weil mein Arbeitsweg ein Stück grauer geworden ist, und der Investor, weil er nicht weiterbauen kann. Dieser ist übrigens die Familie Brenninkmeijer, die 1911 auf genau diesem Grundstück ihr erstes C&#038;A-Kaufhaus in Deutschland eröffnete und nach der Wende die Rückführung beantragte. Da auf der anderen Seite des Bahnhofs Alexanderplatz aber bereits ein C&#038;A existiert, soll das Alea 101 andere Einzelhandelsgeschäfte beherbergen.</p>
<p>Nebem dem Wegfall der Grünanlage stößt mir auch <a href="http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Sauerbruch_Hutton_gewinnen_Wettbewerb_in_Berlin_886523.html">das entstehende Gebäude</a> selber auf den Magen. Die Stadt Berlin hat zwar <a href="http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/alexanderplatz/de/realisierung/index.shtml">eine fragwürdige Vorstellung von der Entwicklung des Alexanderplatzes</a>, das Gebiet rund um den Fernsehturm <a href="http://www.berliner-zeitung.de/berlin/neubau-am-fernsehturm-nach-alexa-kommt-alea,10809148,11422330.html">soll jedoch erst in der gerade begonnenen Amtsperiode näher betrachtet werden</a>, da bis 2019 eine Umgestaltung durch den Neubau der U55 geblockt ist. Da schafft der Investor quasi Fakten, indem er den Stil des Cubix aufgreift (dazu gibt es <a href="http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?t=8712">im Deutschen-Architektur-Forum einen Thread mit vielen Pro- und Kontra-Stimmen</a>) und die maximal laut Bebauungsplan erlaubte Höhe ausnutzt. Aus einem offenen Vorplatz des Fernsehturms wird so eine Fassadenschlucht, die die Umbauten des Telespargels in den Schatten stellt und den Charakter der Ecke massiv verändert &#8211; und zwar wieder zurück zu der engen, gedrängten Bebauung, die bis vor 70 Jahren schon einmal an dieser Stelle vorherrschte.</p>
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		<title>Winterimpressionen</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 14:25:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<title>The Elder Scrolls V Skyrim – Mein Tagebuch, Teil 2</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 13:30:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gespielt]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[PS3]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe jetzt knapp 27 Stunden Skyrim gezockt &#8211; da gelangen andere Spiele langsam an ihr Ende &#8211; und bin auf Level 17 noch weit davon entfernt, die Hauptquest abzuschließen. Zeit also, über die Spielerfahrung dieser ersten Stunden zu schreiben. Der Einstieg in das Spiel war nicht optimal. Erst bestätigte das Intro alle meine Befürchtungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe jetzt knapp 27 Stunden <em>Skyrim</em> gezockt &#8211; da gelangen andere Spiele langsam an ihr Ende &#8211; und bin auf Level 17 noch weit davon entfernt, die Hauptquest abzuschließen. Zeit also, über die Spielerfahrung dieser ersten Stunden zu schreiben.</p>
<p>Der Einstieg in das Spiel war nicht optimal. Erst bestätigte das Intro alle meine Befürchtungen in Sachen Kollissionsabfrage, dann begann der spielbare Teil der Einführung mit einer hektischen Flucht vor einem Drachen, bei der ich oft nicht wusste, wem ich wohin folgen muss. Nach einer Stunde Kraxeln durch eine Höhle entließ mich das Spiel endlich in die Freiheit, und von da an ging es bergauf mit der Motivation.</p>
<p>Denn die Freiheit, im Rahmen der Spielgrenzen tun und lassen zu können, was der Spieler möchte, ist die große Stärke von <em>Skyrim</em>. Nach dem Tutorial kann zum Beispiel die Hauptquest komplett vernachlässigt werden; das Questbuch füllt sich auch so fast von alleine. In vielen Siedlungen gibt es ein Gasthaus, in welchen die Wirte und Gäste nur zu gern vorbeikommenden Abenteurern Aufträge ans Bein binden. So erfährt der Spieler von noch nicht besuchten Orten in Himmelsrand, die dann auf der Karte mit ihrer Position vermerkt werden. Wurde ein Ort bereits besucht, ermöglicht das Schnellreisesystem, direkt dorthin zu springen.</p>
<p>Orte können zudem einfach entdeckt werden, indem der Spieler Straßen oder Anzeigen im Kompass folgt. Es gibt unglaublich viel zu entdecken in der großen, offenen Welt von <em>Skyrim</em>; allein die Anzahl der Dungeons (meist alte Gräber, aber auch unterirdische Wälder) liegt im dreistelligen Bereich. Bereits abgeschlossene Dungeons werden auf der Karte speziell markiert, damit der Spieler bei der großen Menge nicht die Übersicht verliert. Die Karte selber ist ganz nett gestaltet, weil sie die gesamte Welt als 3D-Modell darstellt &#8211; allerdings würde ich mir wünschen, dass ich weiter hineinzoomen könnte oder Wege eingeblendet werden. So sind nur die ungefähren Abstände der Orte ablesbar und etwaige dazwischenliegende Hindernisse. Leider nerven die darüber ziehenden Wolken, die oftmals nicht erkennen lassen, wie die Küstelinie verläuft oder sich Inseln im Sumpf verteilen und damit einen klaren Mehrwert vereiteln.</p>
<p>Im Gegensatz zur Karte ist das Inventar nüchterner geworden (dies scheint allerdings gerade Mode zu sein, wenn ich <a href="http://ps3.ign.com/dor/objects/80341/dragon-age-ii/images/dragon-age-2-20110112105203881.html?page=mediaimgviewer">DA2</a> oder <a href="http://hexer.wikia.com/wiki/The_Witcher_2_Inventar">The Witcher 2</a> zum Vergleich heranziehe). Es besteht nur noch aus Listen, wobei das ausgewählte Item in der rechten Bildschirmhälfte angezeigt wird. Eine Übersicht, was der eigene Charakter gerade ausgerüstet hat, gibt es nicht. Eine Statuszeile am unteren Bildschirmrand informiert über den aktuellen Rüstungs- und Angriffswert und bei der Auswahl neuer Items wird in rot oder grün angezeigt, wie sich diese Werte bei der Auswahl ändern würden.</p>
<p>Um nicht die immer länger werdenden Listen komplett durchscrollen zu müssen, gibt es eine Favoritenliste, deren Inhalt der Spieler frei bestimmen kann. Diese kann während eines Kampfes aufgrufen werden und hält dabei die Zeit an. So kostet das Umrüsten des Charakters oder das Trinken eines Tranks keine Zeit. Realistischer geht es bei der Größe des Inventars zu. Der Charakter kann nur ein begrenztes Gewicht tragen (dies hängt von der Ausdauer ab, lässt sich aber nur in engem Rahmen ausbauen) und so steht der Spieler ständig vor der schwierigen Wahl, welches kostbare Item er im Dungeon liegen lassen muss &#8211; ich mit meinem Sammeltrieb kann so etwas gar nicht leiden. Aber zum Glück ist der Spieler in <em>Skyrim</em> selten ohne Begleiter unterwegs, und diese können als Packesel missbraucht werden. Später im Spiel lohnt es sich, ein Haus zu kaufen, um schwere Gegenstände wie die Drachenknochen zwischen zu lagern, die mit entsprechender Skillausbaustufe zu mächtigen Rüstungen verarbeitet werden können.</p>
<p>Und da bin ich auch schon bei der Charakterentwicklung, die in Skyrim etwas anders abläuft als in <a href="/blog/2011/01/29/two-worlds-ii/">vergleichbaren</a> <a href="/blog/2010/10/24/risen/">Spielen</a>. Der Charakter bekommt keine Erfahrungspunkte für besiegte Gegner oder abgeschlossene Quests, sondern erhält Erfahrung in einer von 18 Fertigkeiten, indem er diese ausführt. D.h. wenn der Charakter mit Einhand-Waffen kämpft, dann steigert er auch diese Fertigkeit mit jedem erfolgreichen Schlag &#8211; und nicht nur, wenn der Gegner dabei besiegt wird. Jede Fertigkeit kann so individuell um 100 Stufen gesteigert werden.</p>
<p>Über alle Fertigkeiten hinweg hat der Charakter eine Gesamtstufe, die sich abhängig von den Fertigkeitenstufen erhöht. Bei so einem Stufenaufstieg darf der Spieler einen von nur drei Grundwerten des Charakters verbessern (Magicka, Gesundheit, Ausdauer) und einen Talentepunkt vergeben. Talente sind Spezialfähigkeiten in den Fertigkeiten, die zum Beispiel den Schaden von Einhandwaffen um 20% steigern. Sie bilden pro Fertigkeit einen Talentebaum und hängen von der Stufe der Fertigkeit ab.</p>
<p>Wie oben schon beschrieben ist mein Charakter gerade einmal auf Gesamtstufe 17. Gefühlt dauert es inzwischen eine halbe Ewigkeit, meine benutzten Fertigkeiten (Einhandwaffen, Blocken, Schwere Rüstung) so stark zu steigern, dass ein Gesamtstufenaufstieg dafür herausspringt, so dass ich momentan mit Nebenperks wie Schmieden und Alchemie experimentiere, um die Talentepunkte für meine Hauptfertigkeiten zu erhalten.</p>
<p>Dabei bin ich auf eine Inkonsequenz in den Auswirkungen der Talente auf das Inventar gestoßen. Verbesserungen der Effekte von Waffen oder Rüstungen verändern die angezeigten Werte derselben. D.h. wenn ein Schwert 10 Punkte Schaden im Inventar anzeigte und ich das Talent der 20%igen Steigerung erlerne, dann ändert sich die Anzeige auf 12 Punkte Schaden. Änderungen der Redekunst haben jedoch keine vergleichbaren Auswirkungen. Mit dieser Fertigkeit senken sich die Einkaufs- und erhöhen sich die Verkaufspreise. Das Inventar zeigt jedoch immer denselben Preis an &#8211; und zwar einen, den man beim Händler nie erzielt.</p>
<p>Aber dies ist eines von wenigen kleinen Details, die beim Spielen so gut wie keine Auswirkungen zeigen. Viel stärker faszinieren mich bisher die riesige Welt und die vielen kleinen Quests, die mich ständig von der eigentlichen Geschichte ablenken. Denn obwohl die Kämpfe gegen die Drachen das Adrenalin zum Kochen bringen, habe ich inzwischen genug davon (alleine bin ich noch chancenlos gegen die Lindwürmer) und auch der Hintergrundquest um den Kampf der Kaiserlichen gegen die Rebellen der Sturmmäntel gehe ich bewusst aus dem Weg. Mein nächstes Ziel ist es, ein paar mehr Gilden beizutreten (bisher bin ich nur ein Gefährte) und meine Fertigkeiten endlich auf ein konkurrenzfähiges Niveau zu bringen &#8211; dazu später mehr.</p>
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		<title>Der Elektromarkt, der Verrückte macht</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 00:25:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
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		<description><![CDATA[In einer klassischen Komsumgesellschaft gibt es zwei genau definierte Rollen: Konsumenten und Verkäufer. Wenn beide aufeinandertreffen, dann tauschen im Normalfall Waren und Geld den Besitzer, in einer festgelegten Richtung: Der Konsument gibt dem Verkäufer einen Geldbetrag, und dieser ihm dafür eine vorher vereinbarte Ware. So weit, so einfach. Kompliziert wird es, wenn das Prinzip umgedreht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer klassischen Komsumgesellschaft gibt es zwei genau definierte Rollen: Konsumenten und Verkäufer. Wenn beide aufeinandertreffen, dann tauschen im Normalfall Waren und Geld den Besitzer, in einer festgelegten Richtung: Der Konsument gibt dem Verkäufer einen Geldbetrag, und dieser ihm dafür eine vorher vereinbarte Ware. So weit, so einfach.</p>
<p>Kompliziert wird es, wenn das Prinzip umgedreht wird und der Konsument die erworbene Ware zurücktauschen möchte. Diese Erfahrung musste ich zumindest im großen Elektrofachmarkt des <a href="/blog/2007/09/12/und-ewig-lockt-das-einkaufszentrum/">Alexa</a> machen, als ich ein defektes Weihnachtsgeschenk zurücktauschen wollte. Die Runden, die ich zu drehen hatte und die mich auf drei Etagen des Marktes führten, erinnerten mich frappierend an <em>Asterix erobert Rom</em>, als Asterix und Obelix mit der Aufgabe betraut werden, in einem Haus voller Schalter und Beamte einen <em>Passierschein</em> zu besorgen.</p>
<p>Meine kleine Odyssee, die ich zur Erhöhung des Schwierigkeitsgrades in der Mittagspause gestartet hatte, begann im Erdgeschoss an der Information, wo ich einen Zettel erhielt, der bestätigte, dass ich einen gekauften und bezahlten Artikel zurück in den Markt brachte. Danach ging es in die TV-Abteilung, wo die erste Hürde darin bestand, einen Mitarbeiter zu finden, der nicht mit einem Kundengespräch beschäftigt war &#8211; denn so etwas entspricht der klassischen Rollenverteilung und hat deshalb Vorrang. Als sich eine Fachkraft schließlich für mich zuständig fühlte stellte sich schnell heraus, dass der Service erst den Defekt aufnehmen und das Gerät entgegennehmen muss. Als wurde ich zur Abholung meines persönlichen <em>Passierscheins</em> eine Etage höher geschickt, wo ein junger Mann eine so intensive Beziehung zu seinem Monitor hatte, dass er sich während der Bearbeitung meines Falles kein einziges Mal davon abwendete.</p>
<p>Nach dem Tausch des Gerätes gegen den <em>Passierschein</em> durfte ich zurück in die TV-Abteilung, mich wieder anstellen und erhielt so den nächsten Schein, den ein Mitarbeiter mir ausdruckte und den sein Chef höchstpersönlich abzeichnete. Dieser sollte es mir ermöglichen, an der Kasse den Kaufpreis zurück zu erhalten und damit die Umkehrung des normalen Komsumvorgangs abzuschließen. Aber im Erdgeschoss, nach fast zehn Minuten des Wartens in der Schlange, wurde klar, dass der Bürokratie nach drei Formularen noch nicht Genüge getan war. Denn die Kassiererin teilte mir mit, dass das letzte Formular falsch ausgefüllt wurde und sie mir deshalb kein Geld geben könne.</p>
<p>So drehte ich eine weitere Schleife über die TV-Abteilung und 45 Minuten und vier ausgedruckte DIN-A4-Seiten später hatte ich schließlich das Geld in den Händen, ohne wie Asterix ein neues Formular erfinden zu müssen &#8211; wobei ich dafür dem Wahnsinn recht nah war. Aber das war wohl die verdiente Strafe für mein Fallen aus der Konsumentenrolle. Zukünftig werde ich es mir zweimal überlegen, den Elektromarkt, der Verrückte macht, zu betreten.</p>
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		<title>Meine liebsten Filme 2011</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 20:42:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[gefunden]]></category>
		<category><![CDATA[gesehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Was Quentin Tarantino kann, kann ich ebenfalls &#8211; eine Bestenliste der gesehenen Filme 2011 aufstellen. Ich war zwar nur 19mal im Kino und muss mit dem Zeitversatz der deutschen Veröffentlichungen leben, habe aber genug gesehen um eine eigene Top12 aufzustellen (mit nur einer Überschneidung zu Tarantino). Und hier ist sie: Scott Pilgrim gegen den Rest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was <a href="http://www.tarantino.info/2012/01/14/exclusive-quentin-tarantinos-favorite-films-of-2011-more/">Quentin Tarantino kann</a>, kann ich ebenfalls &#8211; eine Bestenliste der gesehenen Filme 2011 aufstellen. Ich war zwar <a href="/blog/2011/12/31/mein-jahr-2011-in-zahlen/">nur 19mal im Kino</a> und muss mit dem Zeitversatz der deutschen Veröffentlichungen leben, habe aber genug gesehen um eine eigene Top12 aufzustellen (mit nur einer Überschneidung zu Tarantino). Und hier ist sie:</p>
<ol>
<li><a href="/blog/2011/03/22/scott-pilgrim-vs-the-world/">Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt</a></li>
<li>Sherlock (erste Teil der <a href="/blog/2011/08/08/sherlock/">BBC-Mini-Serie</a>)</li>
<li><a href="/blog/2011/09/16/midnight-in-paris/">Midnight in Paris</a></li>
<li>The Social Network</li>
<li><a href="/blog/2011/05/22/four-lions/">Four Lions</a></li>
<li><a href="/blog/2011/04/24/movies-on-a-plane/">True Grit</a></li>
<li><a href="/blog/2011/06/08/biutiful/">Biutiful</a></li>
<li><a href="/blog/2011/02/15/the-guard/">The Guard</a></li>
<li>Gainsbourg &#8211; Der Mann, der die Frauen liebte</li>
<li><a href="/blog/2011/04/24/movies-on-a-plane/">The Fighter</a></li>
<li>The King&#8217;s Speech &#8211; Die Rede des Königs</li>
<li><a href="/blog/2011/01/30/black-swan/">Black Swan</a></li>
</ol>
<p>Und wenn Herr Tarantino Sonder-Awards vergibt, dann will ich nicht hintenanstehen und vergebe deshalb den Preis für den besten Soundtrack an die Chemical Brothers für ihre beeindruckende musikalische Untermalung von <em>Wer ist Hanna?</em>.</p>
<p>Zum Schluss muss ich unbedingt noch <a href="http://www.hbo.com/game-of-thrones">Game of Thrones</a> als beste TV-Serie des Jahres nennen, die bei der diesjährigen Verleihung der <a href="http://www.goldenglobes.org/blog/2012/01/peter-dinklage-wins-a-golden-globe/">Golden Globes</a> mit nur einem Award für den besten Nebendarsteller (Peter Dinklage) für meinen Geschmack etwas zu kurz gekommen ist.</p>
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		<title>Deutschland macht dicht</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 23:01:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gelesen]]></category>

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		<description><![CDATA[von Dietmar Dath, erschienen im Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3-518-42163-5, 17,80€ Um das Land vor negativen Einflüssen aus dem Ausland zu schützen, hat der Bundeskanzler beschlossen, Deutschland dicht zu machen und von der Außenwelt abzuschotten. Dazu werden die Grenzen in einem komplexen Prozess einfach von außen nach innen umgestülpt und das Land vom Rest der Welt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Dietmar Dath,<br />
erschienen im Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3-518-42163-5, 17,80€</em></p>
<p>Um das Land vor negativen Einflüssen aus dem Ausland zu schützen, hat der Bundeskanzler beschlossen, Deutschland dicht zu machen und von der Außenwelt abzuschotten. Dazu werden die Grenzen in einem komplexen Prozess einfach von außen nach innen umgestülpt und das Land vom Rest der Welt abgenabelt. Doch leider hat das Geld diese Aktion mitbekommen und sich in den Prozess eingemischt, da es um seinen Einfluss fürchtet. So geht die ganze Aktion fürchterlich schief und Deutschland verwandelt sich in ein chaotisches Labyrinth, in dem plötzlich alles umgedreht ist. Kein Weg führt mehr an sein Ziel, kaum ein Stein blieb auf dem anderen. Der aus einer Idee manifestierte Plüschhase Mandelbaum muss sich zusammen mit den jugendlichen Helden Hendrik und Rosalie und dem ältesten Kommunisten Deutschlands auf den Weg machen, um die Dinge wieder zu richten. Dazu müssen sie einen Weg in das Schloss des Geldes finden, ein Hochhaus in Frankfurt, vorbei an der Bestie Sumsilatipak und einem fanatischen Terrorkäse&#8230;</p>
<p>War die <a href="/blog/2011/05/08/die-abschaffung-der-arten/">Abschaffung der Arten</a> noch eine wilde Mixtur der unterschiedlichsten Genres und Stile, so ist <a href="http://rosalievollfenster.de/">Deutschland macht dicht</a> zwar eine weitere Stilübung von Dietmar Dath, aber dafür eine durchgängige. Er wendet sich dem Jugendroman zu und erzählt seine märchenhafte Parabel aus Sicht der jugendlichen Protagonisten. In dazu passender Form gibt es kurze Kapitel mit kurzen, einfach gebauten Sätzen, die von Illustrationen begeleitet überraschend leicht zugänglich und vordergründig verständlich sind. Doch Dath wäre nicht Dath, wenn er nicht selbst in den engen Grenzen des Genres seinen ganz eigenen Stil einer technologisierten Kunstsprache verfolgen würde. Ebenso typisch ist der breite Kanon an angerissenen Themen wie Religion, Kultur, Journalismus bzw Medien allgemein und die niemals fehlende politische Systemkritik mit starker Linkstendenz.</p>
<p>Diese ist mal fantasievoll polemisch wie bei der Bestie Sumsilatipak (rückwärts lesen), mal scharf und direkt wie bei den vom Geld manipulierten Halbmenschen und anderen Systemunterstützern mit ihrer ewig gleichen Litanei. Die Welt ist jedoch durchgehend einfach gestaltet und passend zum Genre sind Gut und Böse schnell zu erkennen. Dath wagt sich sogar an pubertäre Probleme heran und lotet das Genre aus bis zum Abenteuerroman, ohne jedoch über eine oberflächige Imitation desselben hinauszukommen.</p>
<p>Das Buch mündet schließlich in einem actionreichem Finale, dass vielleicht etwas zu stark aufträgt mit einem Kung Fu kämpfenden Jesus und verworrenen Traumzeitreisen. Ich hatte zum Schluss das Gefühl, dass Dath sich schwer daran tat, aus der Fülle der Ideen eine funktionierende Handlung herauszuschälen. Meist wachsen in Jugendbücher die jungen Helden über sich hinaus; hier dagegen werden sie von einer gottgleichen Kraft gerettet, die sämtliche vorherigen Bemühungen und Erfahrungen an Wert verlieren lässt &#8211; die primitivste aller Lösungen für einen Konflikt.</p>
<p>Trotzdem ist <em>Deutschland macht dicht</em> durch die Vermischung von Daths Dauerthemen mit dem Genre des Jugendromans sehr unterhaltsam zu lesen; allein die Grundidee mit dem umgestülpten Land und die überzeichneten Charaktere sorgen für einen sehr heiteren Charakter des Buches. Da verzeihe ich auch gerne, dass sich Dath um ein vernünftiges Ende herumgestohlen hat und sich hinter all der phantastischen Kunstsprache doch nur die vom Autor bekannten plakativen Aussagen verstecken.</p>
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		<title>Mein Jahr 2011 in Zahlen</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2011/12/31/mein-jahr-2011-in-zahlen/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 15:54:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[(nur) 19 mal im Kino gewesen 10 Bücher gelesen (solider Durchschnitt) 151 Filme gesehen 4 Spiele durchgespielt 19939 Meilen geflogen (fast einmal um die ganze Welt!) 82 Blogeinträge verfasst (Mittelmaß) 84 Bilder in 15 Gallerien hochgeladen 2805 Bilder insgesamt geschossen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>(nur) 19 mal <a href="/blog/tag/kino/">im Kino gewesen</a></li>
<li>10 <a href="/blog/category/gelesen/">Bücher gelesen</a> (solider Durchschnitt)</li>
<li>151 Filme gesehen</li>
<li>4 Spiele durch<a href="/blog/category/gespielt/">gespielt</a></li>
<li>19939 Meilen geflogen (fast einmal um die ganze Welt!)</li>
<li>82 Blogeinträge verfasst (Mittelmaß)</li>
<li>84 Bilder in 15 Gallerien hochgeladen</li>
<li>2805 Bilder insgesamt geschossen</li>
</ul>
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