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	<title>The KingOli Blog &#187; gewesen</title>
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		<title>Winterimpressionen</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 14:25:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<title>Uni-Neubau Leipzig Stand 2011</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 18:08:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Selbst wenn das Foto einen anderen Eindruck hinterlässt &#8211; auch 2011 ist der Neubau des Campus am Augustusplatz in Leipzig noch nicht abgeschlossen. Die Bauzäune verstecken sich nur hinter der Einfahrt zur Tiefgarage, sind aber genau wie die Baucontainer noch vorhanden. Zumindest die Fassade hat ihren finalen Zustand erreicht und der Innenausbau wurde begonnen, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kingoli.net/blog/wp-content/uploads/2011/12/leipzig2011.jpg" rel="lightbox"><img src="http://www.kingoli.net/blog/wp-content/uploads/2011/12/leipzig2011_klein.jpg" alt="Leipzig Augustusplatz 2011" title="Leipzig Augustusplatz 2011" width="500" height="182" /></a></p>
<p>Selbst wenn das Foto einen anderen Eindruck hinterlässt &#8211; auch 2011 ist der Neubau des Campus am Augustusplatz in Leipzig noch nicht abgeschlossen. Die Bauzäune verstecken sich nur hinter der Einfahrt zur Tiefgarage, sind aber genau wie die Baucontainer noch vorhanden. Zumindest die Fassade hat ihren finalen Zustand erreicht und der Innenausbau wurde begonnen, so dass ich guter Hoffnung bin, im nächsten Jahr endlich die Fertigstellung des Bauprojektes berichten zu dürfen. Dann werde ich mir als Alumni das Gebäude auch einmal von innen ansehen.</p>
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		<title>Plymouth</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 22:18:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Amerikaner sind ein sehr progressives Volk. Wenn etwas Altes weichen muss, um etwas Neues auszuprobieren, dann tun dies die Amerikaner im Zweifel auch &#8211; mit dem Ergebnis, dass trotz der verhältnismäßig kurzen Geschichte der USA nur wenige historische Gebäude oder Museumsstücke erhalten sind. Das sieht man nirgendwo deutlicher als in Plymouth, wo einst die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Amerikaner sind ein sehr progressives Volk. Wenn etwas Altes weichen muss, um etwas Neues auszuprobieren, dann tun dies die Amerikaner im Zweifel auch &#8211; mit dem Ergebnis, dass trotz der verhältnismäßig kurzen Geschichte der USA nur wenige historische Gebäude oder Museumsstücke erhalten sind. Das sieht man nirgendwo deutlicher als in Plymouth, wo einst die Besiedlung von Neuengland begann. Dessen Küste hatte der englische Abenteurer John Smith (der von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pocahontas">Pocahontas</a>) 1614 kartografiert und der spätere König Charles I. (damals 14 Jahre alt) hatte in einer Stunde der Muße und Kreativität der Karte bekannte englische Namen für mögliche Siedlungen hinzugefügt &#8211; einer davon war Plymouth.</p>
<p>1620 landeten dort mit den heute als Pilgerväter bezeichneten Puritanern die ersten englischen Siedler. Diese waren vorher schon von England nach Holland geflüchtet, um ihre Relegion frei leben zu können, und sahen in der Kolonialisierung der neuen Welt die Chance, endlich Herr über eigenen Boden zu sein &#8211; der Ursprung des amerikanischen Geistes. Also charterten sie ein Schiff, die legendäre Mayflower, und setzten über mit 100 Siedlern, von denen nur die Hälfte den ersten Winter überlebte.</p>
<p>Das heutige Plymouth rühmt sich für diese Historie, doch ist diese Besinnung auf die eigene Geschichte eher jüngerer Natur. So steht im Hafen ein <a href="http://www.plimoth.org/what-see-do/mayflower-ii">Nachbau der Mayflower</a>, der besichtigt werden kann und als eine Art Freilichtmuseum einen interessanten Einblick in die Schifffahrt um das Jahr 1600 herum bietet. Sehr überrascht war ich über die geringe Größe des Schiffes, da ich mir bei besten Willen nicht vorstellen kann, wie dort 100 Passagiere und 30 Mann Besatzung 60 Tage lang gelebt haben sollen. Gleich neben der Mayflower II hat die Stadt einen Portikus aufgebaut für den <em>Plymouth Rock</em>, einen großen Stein, an dem laut Legende die Siedler bei ihrer Ankunft angelegt haben. In den Stein ist deshalb das Jahr 1620 eingraviert, doch von dem örtlichen Touristenführer wurde freimütig zugegeben, dass der Stein schon oft die Lage gewechselt hat und sein Ursprung alles andere als bis in das Jahr 1620 zurückverfolgt werden kann.</p>
<p>Ebenfalls nicht so alt wie die Siedlung ist der Friedhof auf dem Hügel hinter der Kirche. Obwohl hier angeblich William Bradford, der zweite Governor der Kolonie Plymouth, begraben liegt, stand an dieser Stelle das erste Fort der Siedler; erst später wurde das Gebiet als Friedhof genutzt. Viel Originales gibt also nicht zu sehen in der Stadt, aber wer möchte den Pilgervätern verübeln, dass sie in den ersten entbehrungsreichen Jahren noch nicht an die Zeit 400 Jahre später dachten. Die heutigen Bewohner leben dafür ganz gut von den Touristen und trotz einer großen Auswahl an Museen hat ein halber Tag ausgereicht, um alles wichtige in Plymouth zu sehen.</p>

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		<title>Washington, D.C.</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 21:55:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Hauptstadt für die neugegründeten Vereinigten Staaten von Amerika zu finden war keine leichte Aufgabe. Der erste Präsident der USA und spätere Namensgeber der Stadt, George Washington, wurde noch in New York vereidigt; danach tagte der Kongress in Philadelphia bis zur sogenannten Pennsylvania-Meuterei, die den Kongress zur Flucht nötigte. Auf der Suche nach einer Stadt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Hauptstadt für die neugegründeten Vereinigten Staaten von Amerika zu finden war keine leichte Aufgabe. Der erste Präsident der USA und spätere Namensgeber der Stadt, George Washington, wurde noch in New York vereidigt; danach tagte der Kongress in <a href="/blog/2011/10/09/philadelphia/">Philadelphia</a> bis zur sogenannten <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Pennsylvania_Mutiny_of_1783">Pennsylvania-Meuterei</a>, die den Kongress zur Flucht nötigte. Auf der Suche nach einer Stadt mit eigener Hoheit und außerhalb des direkten Einflusses der Bundesstaaten wurde schließlich ein sumpfiges Gebiet am Potomac River symbolisch von Maryland und Virginia an den Kongress abgetreten. Dort begann 1792 mit der Grundsteinlegung für das Weiße Haus der Bau der Hauptstadt im gerade modernen Schachbrettmuster. Als Name wurde District of Columbia (D.C.) gewählt um zu zeigen, dass diese Stadt den gesamten Vereinigten Staaten und nicht einem einzelnen Staat untersteht &#8211; Columbia ist eine aus der Mode gekommene Personifizierung der USA.</p>
<p>Viel Glück war der neuen Hauptstadt am Anfang nicht beschieden, denn schon 1812 &#8211; gerade einmal 12 Jahre nach dem Einzug der Regierung &#8211; griffen die Engländer die Stadt an und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Burning_of_Washington">brannten sie nieder</a>. Das Weiße Haus und das Capitol mussten aufwendig repariert werden und die <a href="http://visualizingdc.com/">Bilder von damals</a> machen es schwer, sich dort das moderne Washington D.C. vorzustellen. Viele wichtige Bauwerke, die heute die Stadt prägen, gab es damals noch nicht und das Ufer des Potomac River wurde in den letzten zwei Jahrhunderten mehrmals umgestaltet. Vor kurzem erst wurde mit dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther_King,_Jr._National_Memorial">Martin Luther King Memorial</a> ein weiteres Denkmal der beeindruckenden Sammlung von Gedenkstätten und Museen hinzugefügt, die das Zentrum von D.C. ausmachen.</p>
<p>Das erste Ziel bei meinem Besuch der Stadt war das Weiße Haus, das wie kein anderes Gebäude zum Symbol für das Machtzentrum des kapitalistischen Westens geworden ist. Von Norden her kam ich sehr nah, nämlich bis an den Zaun, an das neoklassizistische Sandsteingebäude heran (dies ist auch die Seite, die bei Fernsehübertragungen zu sehen ist). Die spannende Seite ist jedoch die südliche. Dort liegt nicht nur das Oval Office im Westflügel, sondern es finden auch Empfänge statt und die Hubschrauber landen dort (am Labor Day konnte ich abends Obamas Ankunft beobachten). Deshalb ist das Gelände auf dieser Seite weiträumiger abgesperrt und das Sicherheitspersonal allgegenwärtig.</p>
<p>Weiter südlich vom Weißen Haus befinden sich dann all die Wahrzeichen, deren Zerstörung ich in Katastrophenfilmen von <em>Independence Day</em> bis <em>Mars Attacks!</em> bestaunt habe. Das Capitol (Sitz von Senat und Repräsentantenhaus), das Washington Monument (der Obelisk) und das Lincoln Memorial liegen auf einer Achse eines lang gezogenen Parks, der National Mall, dessen Fläche über die Jahre hinweg den sumpfigen Ufern des Potomac River abgetrotzt wurde. Zwischen Capitol und Washington Monument reiht sich auf beiden Seiten des Parks ein Museum an das nächste, die allesamt kostenfrei besucht werden können. Zwischen Washington Monument und Lincoln Memorial sind dagegen die Gedenkstätten angesiedelt, vom Jefferson Memorial auf einer Insel im Potomac über Memorials für jeden größeren Krieg des letzten Jahrhunderts bis hin zum Reflecting Pool, welcher je nach Blickwinkel die umgebenden Gedenkstätten reflektiert und durch den schon <a href="http://www.youtube.com/watch?v=tPji0Mizhqc">Forrest Gump</a> watete.</p>
<p>Leider hatte ich in mehrerer Hinsicht Pech bei meinem Besuch von Washington D.C.. Zum Einen hat es fast pausenlos geregnet, da Sturm Lee über die Stadt hinwegzog, zum Anderen war sowohl das Washington Monument aufgrund von Erdbebenschäden geschlossen als auch der Reflecting Pool aufgrund von Umbaumaßnahmen gerade eine einzige Baustelle, in welcher höchstens die Pfützen reflektierten.</p>
<p>Doch ich habe eine Regenpause gefunden, um mir den Skulpturengarten des <a href="http://hirshhorn.si.edu/">Hirshhorn Museums</a> anzusehen &#8211; eine Erfahrung, die ich unbedingt weiterempfehlen kann. Die trotz ihrer Exquisität recht umfangreiche Sammlung des auf moderne Kunst spezialisierten Museums enthält neben den in den angehängten Fotos zu sehenden Werken von Miró und Yoko Ono auch mehrere Installationen und hat mir durch die Bank weg gefallen. Da ich bisher Skulpturen nur in ihrer klassischen Form wahrgenommen hatte war ich erstaunt, welche Bandbreite an Formen moderne Exemplare dieser Kunstrichtung einnehmen. Verglichen damit ist der Garten des MOMA (dazu später mehr) geradezu ein Witz.</p>
<p>Für den Besuch von mehr Museen fehlte mir leider die Zeit, da ich auch einen Ausflug auf die andere Seite des Potomac Rivers unternommen habe, um mir das Pentagon von Nahem anzusehen. Mit der <a href="/blog/2011/09/06/washington-d-c-und-die-fallout-brille/">U-Bahn</a> konnte ich direkt bis an das Gebäude fahren, um dort aber festzustellen, dass es sich nicht gelohnt hat. Denn das Pentagon ist einfach nur ein hässlicher Bürobunker mit so unglaublichen Ausmaßen, dass von ebener Erde aus nie mehr als zwei Seiten gleichzeitig zu sehen sind und so der fünfeckige Grundriss nicht erlebbar wird. Zudem sind die Sicherheitsmaßnahmen rund um das wie ein Militärstützpunkt abgeriegelte Gebäude nervig (&#8220;No photos allowed&#8221;), wobei sie die Gefahr von Flugzeugabstürzen gar nicht senken können &#8211; die Einflugsschneise des Washingtoner Flughafens liegt genau über dem Pentagon und die Flugzeuge haben beim Landeanflug eine so geringe Höhe, dass der Lärm unbeschreiblich ist.</p>
<p>Zum Schluss möchte ich noch einen Tipp für die Hotelsuche geben: Umgeben von Büro- und Verwaltungsgebäuden, ist im Zentrum der Hauptstadt außerhalb der Arbeitszeiten (also abends und an Wochenenden/Feiertagen) nicht viel los. Erst im Bereich der George-Washington-Universität werden die Straßen belebter und finden sich mehr Bars & Kneipen; in Georgetown schließlich wandelt sich Washington zu einer normalen Stadt mit Supermärkten, Wohnungen und einem Nachtleben. Durch die U-Bahn erreicht man das Zentrum problemlos, so dass man dort nicht auch übernachten muss.</p>

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		<title>Ellis Island</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Oct 2011 22:10:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wer ein Ticket für die Fähre zur Freiheitsstatue nach Liberty Island kauft, der hat auf dem Rückweg die Chance, auf Ellis Island Station zu machen. Die Insel im Hudson war von 1892 bis 1954 das zentrale Einwanderungszentrum der USA und ist seit 1990 ein Museum, in welchem diese spannende Phase der amerikanischen Geschichte dokumentiert wird. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ein <a href="http://www.statuecruises.com/choose_tickets.aspx">Ticket für die Fähre zur Freiheitsstatue</a> nach Liberty Island kauft, der hat auf dem Rückweg die Chance, auf <em>Ellis Island</em> Station zu machen. Die Insel im Hudson war von 1892 bis 1954 das zentrale Einwanderungszentrum der USA und ist seit 1990 ein Museum, in welchem diese spannende Phase der amerikanischen Geschichte dokumentiert wird. Insgesamt über 12 Millionen Einwanderer durchliefen hier verschiedene mit der Zeit verschärfte Kontrollen. Ein Drittel der heutigen Bevölkerung der Vereinigten Staaten geht auf Vorfahren zurück, für die das Durchlaufen der großen Halle des Hauptgebäudes von <em>Ellis Island</em> der erste Schritt in ein neues Leben wurde. Dieser Registrierraum ist deshalb neben der Freiheitsstatue zu dem Sinnbild für die Einwanderung geworden; allein die Referenzen bei den Simpsons sind unzählig ([<a href="http://simpsons.shoutwiki.com/wiki/Mick_Ellis_Island">1</a>], [<a href="http://forum.dvdtalk.com/9226206-post28.html">2</a>], [<a href="http://simpsonsscreenshots.wordpress.com/2011/06/16/hey-immigrants/">3</a>], &#8230;).</p>
<p>Nachdem das Hauptgebäude über dreißig Jahre lang dem Verfall preisgegeben war, wurde es bis 1990 aufwendig restauriert und mit Anbauten versehen, um Platz für ein Museum zu schaffen. Der erste Weg innerhalb des Museums führt meist direkt in den Registrierraum im ersten Geschoss, in welchem die Daten der Einwanderer aufgenommen wurden. Direkt dahinter wurden einige der Räume wiederhergestellt, in denen die Immigranten Tests auf Gesundheit, Vermögen bis hin zu Intelligenz absolvieren mussten &#8211; immer mit dem Damoklesschwert der Abweisung über ihnen hängend. Dass dennoch nur 2% aller Anwärter die Einwanderung versagt wurde liegt vermutlich daran, dass um in diese Halle zu kommen jeder Immigrant bereits eine Ozeanüberquerung finanziert und überstanden haben musste. Die Einwanderer waren also meist die qualifizierteren und vermögenderen Flüchtlinge bzw später die nachgeholten Familienmitglieder.</p>
<p>Anfangs wurden deshalb nur wenige Kontrollen durchgeführt, doch im Laufe der Zeit nahm die Bürokratie beängstigende Ausmaße an, die von den Informationstafeln im Museum durchaus kritisch eingeschätzt wird. Immer mehr Daten mussten die Beamten für jeden Einwanderer erheben, immer mehr Prüfungen wurden durchgeführt. Zusammen mit der bis 1907 stetig zunehmenden Anzahl an Immigranten führte dies zu einem kontinuierlichen Ausbau der Anlagen auf der Insel. In einem Ausstellungsraum ist mittels Modellen dieses Wachstum gut nachzuvollziehen &#8211; aus einer kleinen Armeestation wurde nach und nach eine richtige kleine Stadt mit einer vielfachen Landmasse.</p>
<p>Ein wichtiger Schwerpunkt des Museums ist die Vielfalt der einwandernden Menschen. Dazu gibt es Kinosäle, in denen Dokumentationen gezeigt werden, und Räume, die Fundstücke wie zeitgenössische Kleidung und weitere Kofferinhalte präsentieren. Besonders gut hat mir die Sammlung von Fotos der Immigranten und anderen Dokumenten gefallen, welche die Zeit die Haupteinreisewelle wieder aufleben lassen. Dabei wird deutlich, dass die USA schon damals mehr <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Salad_bowl_(cultural_idea)">Salad Bowl als Melting Pot</a> waren, da die Einwanderer sich meist den starken Gemeinschaften der eigenen Nationalität anschlossen, wovon New Yorker Viertel wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kleindeutschland_(New_York_City)">Kleindeutschland</a>, Little Italy und Chinatown noch heute zeugen.</p>
<p>Sehr interessant fand ich die Hauptursache für den temporär starken Strom an Immigranten: Vor den 1890er Jahren gab es keine Dampfschiffe, die den Ozean befuhren. So dauerte eine Überfahrt von Europa per Segelschiff zwischen mehreren Wochen und vier Monaten, je nach vorherrschenden Windverhältnissen. Erst mit der Dampfschifffahrt und der damit möglichen fahrplanmäßigen Überquerung des Atlantiks in neun Tagen konnte ein Linienbetrieb aufgenommen werden, der es plötzlich einer breiteren Bevölkerungsgruppe in Europa ermöglichte, in die neue Welt zu reisen. Da zudem die Arbeitsbedingungen in der alten Welt aufgrund der Industralisierung nicht rosig waren, kam es zu der historischen Einwanderungswelle. Dieser technische Hintergrund wird über Schiffsmodelle, Originalfahrpläne und andere historische Dokumente in einer eigenen Ausstellung vermittelt.</p>
<p>Abseits des Hauptgebäudes gibt es noch viele für das Museum nicht erschlossene Teile der Insel. In einem kleinen Park stehen jedoch zwei den Einwanderern gewidmete Statuen und die kreisrunde <a href="http://www.wallofhonor.org/">Wall of Honor</a>, in der mehr als 700000 Namen von Einwanderen eingraviert sind. Typisch für Amerika ist die Auswahl der Namen: Die Nachkommen konnten sich die Erwähnung ihrer Ahnen erkaufen, indem sie mindestens 150$ der <em>Statue of Liberty-Ellis Island Foundation</em> spendeten, die das Museum und die Fährverbindung betreibt. So dankbar ich den Spendern dafür bin, dass sie dieses tolle Museum ermöglicht haben, so finde ich es doch bedenklich, dass nur an Immigranten erinnert wird, deren Nachkommen sich ihre Erwähnung leisten konnten.</p>
<p>Von dem Park aus hatte ich auch einen schönen Blick auf die Westseite von Manhattan, da <em>Ellis Island</em> direkt vor der Küste von Jersey City liegt. Leider hatte ich nur knapp eine Stunde Zeit für die Besichtigung von Museum und Insel, die definitiv zu wenig waren. Aber bereits diese kurze Zeit hat mich stark beeindruckt und ich kann einen Besuch der Insel nur wärmstens weiterempfehlen.</p>

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		<title>Philadelphia</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 21:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gewesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Philadelphia ist eine Stadt mit vielen verschiedenen Seiten. Wie wenige andere amerikanische Städte ist sie eine interessante Kombination aus Geschichte und Moderne, eine Stadt am Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft. Dadurch hat sie einen schlechten Ruf als sozialer Brennpunkt, ist jedoch gleichzeitig ein Zentrum der Kunst und Kultur und aufgrund vieler Studenten und einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Philadelphia ist eine Stadt mit vielen verschiedenen Seiten. Wie wenige andere amerikanische Städte ist sie eine interessante Kombination aus Geschichte und Moderne, eine Stadt am Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft. Dadurch hat sie einen schlechten Ruf als sozialer Brennpunkt, ist jedoch gleichzeitig ein <a href="http://muralarts.org/">Zentrum der Kunst</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Avenue_of_the_Arts,_Philadelphia">Kultur</a> und aufgrund vieler Studenten und einer entsprechend bunten Kneipenszene gefühlt eine sehr junge, lebendige Stadt. Dies ist vermutlich auch der Grund, warum es ein so gut ausgebautes <a href="http://phillymap.com/interactive-map/">Netz an Fahrradwegen</a> gibt, das von den Bewohnern gut angenommen wird.</p>
<p>Philadelphia, griechisch für brüderliche Liebe, wurde 1681 von dem <a href="http://uni-protokolle.de/Lexikon/Qu%E4ker.html">Quäker</a> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/William_Penn">William Penn</a> gegründet. Dieser erhielt das Gebiet des heutigen Pennsylvania (benannt nach William Penns Vater) als Ausgleich für eine Geldschuld vom englischen König und machte die Kolonie zu einer Zufluchtsstätte für religiöse Minderheiten (dazu später mehr in Plymouth), das sogenannte <a href="http://www.visitpa.de/index.php/infos/geschichte">Heilige Experiment</a>. Die dadurch verstärke Zuwanderung machte Philadelphia schnell zur größten Stadt Nordamerikas und sie war von 1790–1800 sogar Hauptstadt der neugegründeten USA. Zudem wurde hier die Unabhängigkeitserklärung verkündet (dazu später mehr in Boston) und die Verfassung der Vereinigten Staaten beschlossen.</p>
<p>Diese Geschichte prägt die Stadt bis heute. Fast alle Sehenswürdigkeiten tragen ein <em>Independence</em> oder <em>Liberty</em> im Namen. Als Startpunkt für die gut zu Fuß zu erkundende Innenstadt sollte das <a href="http://www.visitphilly.com/history/philadelphia/independence-visitor-center/">Independence Visitor Center</a> aufgesucht werden. Dort gibt es (kostenlose) Eintrittskarten für eine Führung durch die <a href="http://www.visitphilly.com/history/philadelphia/independence-hall/">Independence Hall</a> (früher Pennsylvania State House), in der 1776 die Unabhängigkeitserklärung unterzeichnet und 1787 die Verfassung beschlossen wurde. Desweiteren kann (ebenfalls kostenlos) das <a href="http://www.visitphilly.com/history/philadelphia/the-liberty-bell-center/">Liberty Bell Center</a> besucht werden, in welchem die Glocke ausgestellt wird, die während der Erklärung der Unabhängigkeit geläutet haben soll. Zuerst nur für die Religionsfreiheit von Pennsylvania stehend entwickelte sich die Glocke im 19. Jahrhundert zu einem Symbol für die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten. Sie ging deshalb viel auf Reisen und Ausstellungen im ganzen Land und wird inzwischen &#8211; sichtbar beschädigt &#8211; wieder in Philadelphia ausgestellt.</p>
<p>Ein ebenso wichtiges Symbol für die Amerikaner, die nationale Flagge, entstand ebenfalls in Philadelphia. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Betsy_Ross">Betsy Ross</a>, eine Tochter der Stadt, soll die erste Version der <em>Stars and Stripes</em> genäht oder zumindest entworfen und hergestellt haben. <a href="http://www.visitphilly.com/history/philadelphia/the-betsy-ross-house/">Ihr Haus</a>, gleichzeitig Lebens- wie Arbeitsmittelpunkt, kann zusammen mit ihrem Grab direkt daneben besichtigt werden. Ein weiterer berühmter Kopf der Stadt, dessen Name fast überall in der Stadt zu finden ist, war <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Franklin">Benjamin Franklin</a>. Das Grab des Universalgelehrten und wichtigen Akteurs der Unabhängigkeitsbewegung ist auf dem <a href="http://www.visitphilly.com/history/philadelphia/christ-church-burial-ground/">Christ Church Friedhof</a> zu besichtigen.</p>
<p>Ein weiteres interessantes Zeugnis von Philadelphias Geschichte ist <a href="http://www.visitphilly.com/history/philadelphia/elfreths-alley/">Elfreth&#8217;s Alley</a>, die am längsten durchgängig bewohnte Straße Nordamerikas. Für europäische Verhältnisse sind 300 Jahre natürlich nicht viel, aber in den USA finden sich nur wenige so alte Gebäude. Dies liegt aber weniger an einem fehlenden Geschichtsbewusstsein der Amerikaner, sondern vielmehr an deren <a href="http://usaerklaert.wordpress.com/2009/01/08/amerikanische-hauser-und-die-liebe-zum-holzmas-two-by-four/">Hausbautradition</a>. Holzhäuser sind einfach keine gute Basis für eine langlebige Bebauung, auch wenn der von Franklin erfundene Blitzableiter sicherlich eine Menge Brände verhindert hat. So ist es keine Überraschung, dass nur aus Stein erbaute Häuser aus der Anfangszeit der Vereinigten Staaten erhalten sind.</p>
<p>Wie zum Beispiel das Rathaus von Philadelphia, das &#8220;höchste gemauerte Gebäude der Welt&#8221;, <a href="/blog/2011/09/25/usa-von-oben/">das ich leider nicht besteigen konnte</a>. Es steht genau im Mittelpunkt des wie in so vielen amerikanischen Städten im Schachbrettmuster angelegten Straßensystems. Östlich davon bis zum Delaware River liegt der Old City genannte Stadtteil mit den historischen Sehenswürdigkeiten, im Westen bis zum Schuylkill River folgen die moderneren Stadtteile, deren Wolkenkratzer die Skyline der Stadt prägen. Hier finden sich auch Museen wie das Rodin Museum und das berühmte Philadelphia Museum of Art, dessen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Rocky_Steps">Treppe</a> sicherlich der Eine oder Andere aus den <em>Rocky</em>-Filmen kennt. Und die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Love_(sculpture)">Love Statue</a>, von der eine Kopie auf dem Kennedy Plaza steht, ist ebenfalls weltberühmt.</p>
<p>Wir hatten unser Hotel zentral in der Walnut Street, deren nähere Umgebung von Krankenhäusern und dem Universitätklinikum geprägt ist, so dass Tag und Nacht etwas auf den Straßen und in den Kneipen los war. Von hier aus konnten wir bequem die Innenstadt erlaufen, hatten es nicht weit bis zum <a href="http://www.readingterminalmarket.org/">Reading Terminal Market</a> (einer riesigen Markthalle die früher ein Bahnhof war) mit <a href="http://www.bassettsicecream.com/">Bassets Eisdiele</a> und bis Chinatown (&#8220;dem viertgrößten in Amerika&#8221;). Wir waren in der South Street mit ihren Kneipen und Restaurants essen (das &#8220;berühmte&#8221; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cheesesteak">Philadelphia Cheesesteak</a> ist einfach nur ein Sandwich) und sind durch die Backsteinviertel südlich der City Hall geschlendert, die mit ihrer niedrigen Bebauung, viel Grün und teilweise engen Straßen mehr den Eindruck einer Vorstadt als des Zentrums einer der größten Metropolen der USA machten.</p>
<p>Weiter nördlich um das Messezentrum herum zeigt die Stadt schon eher ihren im Umbruch befindlichen Charakter. Hier stehen neue Hochhäuser neben großen Baulücken (die Platz für die vielen Wandmalereien lassen), alten Bürogebäuden und Industrieruinen. Hier liegen auch noch die Gleise der inzwischen eingestellten <a href="http://www.phillytrolley.org/">Straßenbahn</a> in den Straßen und führt der Highway wie in den USA üblich mitten durch die Stadt. Ingesamt hat Philadelphia aber einen bunten Eindruck auf mich gemacht und im Zentrum hatte ich nicht das Gefühl, dass um mich herum fast sechs Millionen Einwohner leben. Und deshalb wird mir mein Besuch positiv in Erinnerung bleiben.</p>

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		<title>Portsmouth, New Hampshire</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 20:48:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eigentlich ist Neuengland gar nicht so anders als andere Gegenden an der Ostküste. Und trotzdem erweckte Portsmouth bei mir den Eindruck, dass hier die Welt noch in Ordnung ist. Es fängt damit an, dass die Kirche noch immer das höchste Gebäude der Stadt ist und alles sehr gepflegt aussieht. Die Holzbauweise ist zwar dieselbe wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich ist Neuengland gar nicht so anders als andere Gegenden an der Ostküste. Und trotzdem erweckte Portsmouth bei mir den Eindruck, dass hier die Welt noch in Ordnung ist. Es fängt damit an, dass die Kirche noch immer das höchste Gebäude der Stadt ist und alles sehr gepflegt aussieht. Die Holzbauweise ist zwar dieselbe wie bei den Eigenheimen in den Suburbs der Großstädte, aber es sind Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen und ein ganz anderes Bild ergeben. So hängt nicht an jeder Ecke die amerikanische Flagge vor der Tür und die Häuser sind in warmen Farben gestrichen, die wunderbar mit dem Laub harmonieren, wenn der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Indian_Summer">Indian Summer</a> über Neuengland hereinbricht. Für dieses Naturschauspiel war ich leider einen Monat zu früh vor Ort, aber auch ohne die herbstliche Farben ist es ein wunderbarer Anblick, wenn man von der Insel New Castle kommend auf Portsmouth zufährt.</p>
<p>Das ist das Land von John Irving, wie es der Autor in fast allen seiner Bücher beschreibt. Er selber wohnt ja direkt um die Ecke in Exeter und ich fühlte mich als aufmerksamer Leser seiner Bücher schnell heimisch in Portsmouth. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, weshalb die Gegend so ein Paradies ist. Hier wohnen nur die finanziell potenten Bürger, und diese bürgerlich-konservative Elite weiß zu leben und sich abzuschotten. Dass dies schon immer so war, zeigt die Dichte an Häusern von Unterzeichnern der Unabhängigkeitserklärung. Erkauft wurde diese Exklusivität von den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Neuengland#Kolonialisierung">Gründervätern, die im Namen Gottes die indigenen Ureinwohner vernichteten und vertrieben</a>.</p>
<p>Dies kann bei einem Besuch der <a href="http://www.strawberybanke.org/">Strawberry Banke</a> wunderbar ignoriert werden. Dieses Freiluftmuseum mitten in Portsmouth bietet einen Einblick in die erste Besiedlung der Gegend inklusive restaurierten Häusern aus verschiedenen Generationen und der <a href="http://www.gundalow.org/new-gundalow/under-construction">Neukonstruktion eines Schiffes</a>, dessen Typ in der seen- und flussreichen Gegend über Jahrhunderte hinweg üblich war.</p>
<p>Gleich nebenan prägt mit der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Memorial_Bridge_(Portsmouth,_New_Hampshire)">World War Memorial Bridge</a> ein Industriedenkmal das Bild von Portsmouth. 88 Jahre lang war sie eine wichtige Verkehrsverbindung über den Piscataqua River, nun können nur noch Fahrradfahrer und Fußgänger die Hebebrücke nutzen. Wer über sie die Stadt betritt, wird nicht nur an die lange Historie von Portsmouth erinnert (die Gründung der Stadt erfolgte bereits im Jahr 1623), sondern kann direkt an Bow und Market Street in eines der Restaurants einkehren, die hier mit Terrassen zum Fluss hin frischen <em>Lobster</em> anbieten. Aber Vorsicht: Wer eine <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Lobster_roll">Lobster Roll</a> bestellt sollte wissen, dass dies nur ein Sandwich mit kaltem Lobsterfleisch ist &#8211; typisch amerikanische Küche eben.</p>

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		<title>Die Ostküste der USA</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Oct 2011 11:28:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Vereinigten Staaten von Amerika: Das Land der Eiswürfelautomaten und der oberflächlichen Dienstleistungskultur. Das Land, wo Männlein wie Weiblein mit Guy angeredet werden und jeder einen Deutschen kennt &#8211; und wenn es nur der Onkel eines Freundes des Nachbarn ist. Das Land, in dem alles etwas größer ist: Die Seen, die Flüsse, die Häuser, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="margin: 1em auto; width: 500px;"><iframe width="500" height="345" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.de/maps?f=d&amp;source=s_d&amp;saddr=John+F.+Kennedy+International+Airport,+New+York,+USA&amp;daddr=Philadelphia,+Pennsylvania,+USA+to:Washington,+District+of+Columbia,+USA+to:Niagara+Falls,+New+York,+USA+to:Albany,+New+York,+USA+to:Portsmouth,+New+Hampshire,+USA+to:Boston,+MA,+United+States+to:Plymouth,+Massachusetts,+USA+to:764+4th+Avenue,+Brooklyn,+NY,+USA&amp;geocode=FZ0tbAIdQyua-yllI1GpVmbCiTGZe5ylI7gLqw%3BFc-fYQIdcxeF-ynrS7XU2LfGiTHBWD6M2BT1iQ%3BFQh-UQIdsoRo-ylb5PZa3sa3iTEqXYjUIkVSwg%3BFdWBkQId5D1J-ym5TYLsXkTTiTGIor1WYcXSRg%3BFaPTigIduJGa-ylL-0_MNAreiTHEKOegEmOh4Q%3BFQs5kQIdxz_I-ykppNRKdb_iiTHOTjxIabRLZQ%3BFZ9WhgIdw7bD-ykbMT0NLWXjiTGg6GIBJL98eA%3BFZALfwIdHwnK-ylxLbLh77nkiTEjLuq2ynCQ6Q%3BFVJtbAIdwd6W-yn9ENKk6VrCiTGJl9-ryoNsAQ&amp;aq=0&amp;sll=40.984538,-74.841081&amp;sspn=5.456269,12.711182&amp;vpsrc=0&amp;hl=de&amp;mra=ls&amp;ie=UTF8&amp;t=p&amp;ll=40.996484,-74.838867&amp;spn=5.720129,11.008301&amp;z=6&amp;output=embed"></iframe></div>
<p>Die Vereinigten Staaten von Amerika: Das Land der Eiswürfelautomaten und der oberflächlichen Dienstleistungskultur. Das Land, wo Männlein wie Weiblein mit Guy angeredet werden und jeder einen Deutschen kennt &#8211; und wenn es nur der Onkel eines Freundes des Nachbarn ist. Das Land, in dem alles etwas größer ist: Die Seen, die Flüsse, die Häuser, die Autos, die Entfernungen und natürlich die Softdrinkflaschen.</p>
<p>Als <a href="/blog/2011/03/14/eine-schwere-entscheidung/">Katastrophentourist</a> habe ich das <a href="http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/dyfi/events/us/c0005ild/us/index.html">Erdbeben</a> und <a href="http://www.boston.com/bigpicture/2011/08/hurricane_irene.html">Hurricane Irene</a> zwar knapp verpasst, durfte deren Auswirkungen aber noch miterleben. In Washington D.C. blieb zum Beispiel das <a href="http://spon.de/veZUG">Washington-Monument</a> aufgrund von Erdbebenschäden geschlossen, und unterwegs im Bundesstaat New York waren einige Straßen nach Überflutungen gesperrt. Für ein paar Tage hat Sturm Lee zudem meinen Urlaub beeinträchtigt, doch alles in allem hätte es schlimmer kommen können.</p>
<p>So bin ich, ganz dem <em>American Way of Life</em> folgend, mit dem Auto an der nördlichen Ostküste wichtige Stationen der amerikanischen Geschichte abgefahren (Plymouth, Boston, Philadelphia, Washington D.C.), habe mit den Niagara-Fällen eines der größten Naturwunder der USA besichtigt und schließlich fünf Tage lang New York erkundet. Neben 1500 Fotos habe ich dabei verschiedenste Erfahrungen gemacht und in den durchreisten zehn Bundesstaaten viele Eindrücke gewonnen, die ich und nach und nach in Blogbeiträgen verarbeiten werde.</p>
<p>Hier werden sich also in nächster Zeit die Links auf meine Berichte sammeln:</p>
<ul>
<li><a href="/blog/2011/10/09/philadelphia/">Philadelphia</a> (Station <strong>B</strong>)</li>
<li><a href="/blog/2011/12/11/washington-d-c/">Washington D.C.</a> (Station <strong>C</strong>)</li>
<li><a href="/blog/2011/10/04/portsmouth-new-hampshire/">Portsmouth, New Hampshire</a> (Station <strong>F</strong>)</li>
<li><a href="http://www.kingoli.net/blog/2011/12/14/plymouth/">Plymouth</a> (Station <strong>H</strong>)</li>
<li><a href="/blog/2011/10/30/ellis-island/">Ellis Island</a></li>
<li><a href="/blog/2011/09/25/usa-von-oben/">USA von oben</a></li>
<li><a href="/blog/2011/09/06/washington-d-c-und-die-fallout-brille/">Washington D.C. und die Fallout-Brille</a></li>
<li><a href="/blog/2011/09/16/brooklyn-bridge-park/">Brooklyn Bridge Park</a></li>
</ul>
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		<title>Amerikanisches Bier</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2011/10/02/amerikanisches-bier/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 23:17:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[getan]]></category>
		<category><![CDATA[gewesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin ein begeisterter Biertrinker und als solcher bevorzuge ich ein frisches Pilsener vom Fass. Dass in den USA die Pilsener Brauart nicht denselben Stellenwert wie in Deutschland genießt, war mir vorher klar, aber ich war überrascht, in wie vielen Läden mir mit Stella Artois ein gezapftes belgisches Pils angeboten wurde. Doch ich bin nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ein begeisterter Biertrinker und als solcher bevorzuge ich ein frisches Pilsener vom Fass. Dass in den USA die Pilsener Brauart nicht denselben Stellenwert wie in Deutschland genießt, war mir vorher klar, aber ich war überrascht, in wie vielen Läden mir mit <em>Stella Artois</em> ein gezapftes belgisches Pils angeboten wurde. Doch ich bin nicht nach Amerika gereist, um europäisches Bier zu trinken, und so habe ich versucht, in Kneipen und Restaurants lokale Pils-ähnliche Biere zu bestellen (im anglizistischen Raum <em>pale lager</em> genannt).</p>
<p>In Philadelphia habe ich daraufhin ein <em>Yuengling</em> bekommen, das verbreitetste Lager von Pennsylvania. Es besticht durch das Fehlen von Eigenheiten und war so angenehm zu trinken, ohne dass es sich nachhaltig in meinem Gedächtnis eingebrannt hat. </p>
<p>In Washington D.C. wurde mir dann ein <em>Brooklyn Lager</em> angeboten, das eigentlich eine Art Pilsener ist. Dafür war es aber relativ trüb und dunkel und hatte eine starke Malznote, die ich nicht mag, so dass ich nur ein Glas getrunken habe.</p>
<p>Weiter ging es mit der überraschenden Einsicht, dass auch in den USA Märzen-Biere gebraut werden. Das von mir probierte <em>Heavy Seas Märzen</em> entpuppte sich als sehr süßes, ansonsten aber angenehm zu trinkenden Bier.</p>
<p>Als Nächstes habe ich dann ungewollt Erfahrungen mit zwei Weißbieren gemacht. Das erste war ein <em>Shock Top</em> und das zweite ein <em>Smuttynose</em> &#8211; beiden gemein war eine angenehme Leichtigkeit und eine natürliche Zitrus-Fruchtnote, die ich etwas befremdlich fand. Bisher kannte ich die Unart, in ein Kristallweizen eine Zitronenscheibe zu hängen, aber in Amerika scheinen gerade Aromahopfen angesagt zu sein, die von sich aus Fruchtaromen zum Bier beitragen. </p>
<p>Da mir diese nicht so zugesagt haben, probierte ich noch ein <em>Landshark</em> aus der Flasche. Dieses wird vermutlich als Erfrischungsgetränk vermarktet, jedenfalls nennt es sich selbst <em>island style lager</em> und kommt in einer stylischen Flasche mit einer Haiflosse daher. Das Getränk kann jedoch mit der Flasche nicht mithalten; das Bier ist so leicht, dass es kaum einen eigenen Geschmack hat. Die Zielgruppe sind also bestimmt nicht die typischen Biertrinker.</p>
<p>Um die großen Marken wie <em>Budweiser</em>, <em>Coors</em>, <em>Miller</em> oder <em>Samuel Adams</em> habe ich bewusst einen Bogen gemacht und so bin ich jetzt um einige Erfahrungen reicher und gleichzeitig froh, wieder deutsches Pils trinken zu dürfen.</p>
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		<title>USA von oben</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Sep 2011 20:28:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gewesen]]></category>
		<category><![CDATA[Turmbesteigung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die USA haben anscheinend etwas gegen meine Angewohnheit, jeden öffentlich begehbaren Turm zu ersteigen, der meinen Weg kreuzt. Anders kann ich mir die magere Ausbeute meines Ostküstentrips nicht erklären, der doch so viele Möglichkeiten bot. Die erste Enttäuschung war der Turm des Rathauses von Philadelphia, seines Zeichens das höchste gemauerte Gebäude der Welt. Da dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die USA haben anscheinend etwas gegen meine Angewohnheit, jeden öffentlich begehbaren Turm zu ersteigen, der meinen Weg kreuzt. Anders kann ich mir die magere Ausbeute meines Ostküstentrips nicht erklären, der doch so viele Möglichkeiten bot.</p>
<p>Die erste Enttäuschung war der Turm des <a href="http://www.visitphilly.com/history/philadelphia/city-hall/">Rathauses von Philadelphia</a>, seines Zeichens das höchste gemauerte Gebäude der Welt. Da dieser sich den Öffnungszeiten des Rathauses anschloss und ich ausgerechnet am verlängerten Labor-Day-Wochenende in der Stadt weilte, war an einen Aufstieg nicht zu denken. Viel verpasst habe ich wahrscheinlich nicht, da die umliegenden Gebäude allesamt an die Höhe des Turms heranreichen, aber dieser Fehlschlag war nur der Anfang.</p>
<p>Weiter ging es in Washington D.C., wo das <a href="http://www.nps.gov/wamo/index.htm">Washington Monument</a> als Zentrum der <a href="http://www.nationalmall.org/">National Mall</a> einen Rundumblick vom Weißen Haus über das Capitol, das Jefferson-Memorial mit dem Pentagon im Hintergrund bis hin zum Lincoln-Memorial bieten sollte. Leider hatte sich vor ein paar Monaten ein Erdbeben ereignet, und dessen Schäden führten zu einer temporären Schließung des Denkmals &#8211; natürlich genau dann, wenn ich die Stadt besuche.</p>
<p>Der Turm des alten <a href="http://www.oldpostofficedc.com/">Post Office</a> war aus mehreren Gründen nur ein schlechter Ersatz. Zum Einen liegt der Turm etwas abseits der National Mall und ist kaum höher als die umliegenden Museen und Regierungsgebäude, so dass nur wenig mehr von der Stadt zu sehen ist als Dächer. Zudem ist die per Fahrstuhl zu erreichende Aussichtsplattform auf der Westseite mit einem Glasfenster und auf allen anderen Seiten durch starke Drahtseile gesichert, die das Fotografieren erschweren. Zumindest war die Besichtigung des Turms wie so vieles in Washington D.C. kostenlos; nur am Eingang zum alten Postgebäude, welches heute als Food Court und Veranstaltungszentrum genutzt wird, musste ich eine Flughafen-ähnliche Sicherheitskontrolle über mich ergehen lassen.</p>
<p>Der nächste Reinfall war der <a href="http://www.prudentialcenter.com/shop/shop_detail.php?id=64">Prudential Tower</a> in Boston. Dieser hat zwar jeden Tag der Woche geöffnet. Am 11.09., dem Schicksalstag der Amerikaner, gab es nachmittags jedoch eine private Veranstaltung, so dass ich nicht hinauf durfte.</p>
<p>Zum Glück gibt es aber noch das <a href="http://www.esbnyc.com/">Empire State Building</a> in New York. Wenn dort <a href="http://www.3news.co.nz/Novak-Djokovic-conquers-the-Empire-State-Building/tabid/415/articleID/225703/Default.aspx">Novak Djokovic</a> seinen bei den <a href="http://www.usopen.org/en_US/index.html">US-Open</a> errungenen Siegerpokal präsentiert, dann dürfen die Touristen weiterhin die Aussichtsterrasse nutzen (leider konnte ich keinen Blick auf ihn erhaschen). Und die Aussicht von dort oben, immerhin 86 Etagen und 320 Meter über dem Boden, ist wirklich gigantisch. Da das Gebäude weitgehend frei steht stört nichts (bis auf den Smog) den Rundumblick über Manhattan.</p>
<p>Ist der Anblick der Wolkenkratzer bei Tag schon beeindruckend, wenn auch aufgrund der Höhe sehr distanziert, so wirkt die Stadt bei Nacht viel lebendiger. Überall leuchten die Fenster der Wolkenkratzer, spiegeln sich die bunten Lichter im Hudson und East River und winden sich die schachbrettartig angeordneten Straßenzüge mit ihren winzigen Autos wie lebendige gelbe Schlangen duch die Häuserschluchten. Kaum ein Geräusch dringt hoch bis zu der Aussichtsplattform, der immer geschäftige Times Square war nur aufgrund seines Lichtkaleidoskops auszumachen. Aber ich war sofort gewillt zu glauben, dass diese Stadt niemals schläft oder vielmehr nachts erst richtig erwacht, wenn das geschäftige Tageswerk hinter den Bewohnern liegt.</p>
<p>Das Empire State Building ist bis zwei Uhr in der Nacht für derartige Erfahrungen geöffnet. Von Donnerstag bis Sonntag sorgt ein Saxofonistin in der 86. Etage für eine jazzige Atmosphäre, jedoch sind dann die Schlangen am Eingang entsprechend lang. Wer jedoch gleich früh am Morgen vor 10Uhr dort ist, kann wie ich vollkommen ohne Anstehen durch Ticketverkauf, Security und die zwei Fahrstuhlabschnitte gelangen. Nur oben auf der Terrasse ist es wohl immer so voll, dass man für gute Plätze direkt an den weitmaschigen Gittern etwas Geduld mitbringen sollte. Ich habe die 22$ Eintritt gleich zweimal investiert und kann einen Besuch jedem nur empfehlen &#8211; es lohnt sich!</p>

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