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	<title>The KingOli Blog &#187; getan</title>
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		<title>Der Elektromarkt, der Verrückte macht</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 00:25:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einer klassischen Komsumgesellschaft gibt es zwei genau definierte Rollen: Konsumenten und Verkäufer. Wenn beide aufeinandertreffen, dann tauschen im Normalfall Waren und Geld den Besitzer, in einer festgelegten Richtung: Der Konsument gibt dem Verkäufer einen Geldbetrag, und dieser ihm dafür eine vorher vereinbarte Ware. So weit, so einfach. Kompliziert wird es, wenn das Prinzip umgedreht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer klassischen Komsumgesellschaft gibt es zwei genau definierte Rollen: Konsumenten und Verkäufer. Wenn beide aufeinandertreffen, dann tauschen im Normalfall Waren und Geld den Besitzer, in einer festgelegten Richtung: Der Konsument gibt dem Verkäufer einen Geldbetrag, und dieser ihm dafür eine vorher vereinbarte Ware. So weit, so einfach.</p>
<p>Kompliziert wird es, wenn das Prinzip umgedreht wird und der Konsument die erworbene Ware zurücktauschen möchte. Diese Erfahrung musste ich zumindest im großen Elektrofachmarkt des <a href="/blog/2007/09/12/und-ewig-lockt-das-einkaufszentrum/">Alexa</a> machen, als ich ein defektes Weihnachtsgeschenk zurücktauschen wollte. Die Runden, die ich zu drehen hatte und die mich auf drei Etagen des Marktes führten, erinnerten mich frappierend an <em>Asterix erobert Rom</em>, als Asterix und Obelix mit der Aufgabe betraut werden, in einem Haus voller Schalter und Beamte einen <em>Passierschein</em> zu besorgen.</p>
<p>Meine kleine Odyssee, die ich zur Erhöhung des Schwierigkeitsgrades in der Mittagspause gestartet hatte, begann im Erdgeschoss an der Information, wo ich einen Zettel erhielt, der bestätigte, dass ich einen gekauften und bezahlten Artikel zurück in den Markt brachte. Danach ging es in die TV-Abteilung, wo die erste Hürde darin bestand, einen Mitarbeiter zu finden, der nicht mit einem Kundengespräch beschäftigt war &#8211; denn so etwas entspricht der klassischen Rollenverteilung und hat deshalb Vorrang. Als sich eine Fachkraft schließlich für mich zuständig fühlte stellte sich schnell heraus, dass der Service erst den Defekt aufnehmen und das Gerät entgegennehmen muss. Als wurde ich zur Abholung meines persönlichen <em>Passierscheins</em> eine Etage höher geschickt, wo ein junger Mann eine so intensive Beziehung zu seinem Monitor hatte, dass er sich während der Bearbeitung meines Falles kein einziges Mal davon abwendete.</p>
<p>Nach dem Tausch des Gerätes gegen den <em>Passierschein</em> durfte ich zurück in die TV-Abteilung, mich wieder anstellen und erhielt so den nächsten Schein, den ein Mitarbeiter mir ausdruckte und den sein Chef höchstpersönlich abzeichnete. Dieser sollte es mir ermöglichen, an der Kasse den Kaufpreis zurück zu erhalten und damit die Umkehrung des normalen Komsumvorgangs abzuschließen. Aber im Erdgeschoss, nach fast zehn Minuten des Wartens in der Schlange, wurde klar, dass der Bürokratie nach drei Formularen noch nicht Genüge getan war. Denn die Kassiererin teilte mir mit, dass das letzte Formular falsch ausgefüllt wurde und sie mir deshalb kein Geld geben könne.</p>
<p>So drehte ich eine weitere Schleife über die TV-Abteilung und 45 Minuten und vier ausgedruckte DIN-A4-Seiten später hatte ich schließlich das Geld in den Händen, ohne wie Asterix ein neues Formular erfinden zu müssen &#8211; wobei ich dafür dem Wahnsinn recht nah war. Aber das war wohl die verdiente Strafe für mein Fallen aus der Konsumentenrolle. Zukünftig werde ich es mir zweimal überlegen, den Elektromarkt, der Verrückte macht, zu betreten.</p>
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		<title>Mein Milestone 2 nascht Lebkuchen</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 23:51:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gefunden]]></category>
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		<description><![CDATA[Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Passend zur Adventszeit und ein Jahr nach meinem Kauf hat Motorola es geschafft, das Gingerbread-Update für das europäische Milestone 2 auszurollen. Und als wäre es noch nicht Grund genug zur Freude, endlich wieder ein halbwegs aktuelles Betriebssystem auf dem Stein zu haben, gibt es als Belohnung für das lange [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Passend zur Adventszeit und ein Jahr nach meinem Kauf hat Motorola es geschafft, das <a href="http://developer.android.com/sdk/android-2.3-highlights.html">Gingerbread</a>-Update für das <a href="https://supportforums.motorola.com/thread/50326">europäische Milestone 2</a> auszurollen. Und als wäre es noch nicht Grund genug zur Freude, endlich wieder ein halbwegs aktuelles Betriebssystem auf dem Stein zu haben, gibt es als Belohnung für das lange Warten auch noch ein Feature, dass <a href="/blog/2011/01/05/android-das-kleinere-ubel/">ich vorher sehnlich vermisst hatte</a>: Einen Telefonkalender, also einen Kalender, der weder mit GMail noch mit einem anderen Online-Account synchronisiert wird, sondern einzig und allein auf dem Handy existiert.</p>
<p>Eine weitere für mich wichtige Funktionalität, die Gingerbread mitbringt (allerdings auch alternative Launcher), ist die Gruppierung der Apps. Bei fast annähernd 100 Apps auf meinem Handy ist Ordnung einfach das A und O, und da war bisher mit den Hausmitteln des Betriebssystems nichts auszurichten. Seit dem Update kann ich nun beliebige Gruppen anlegen und meine Apps darauf verteilen &#8211; eine super Funktion!</p>
<p>Neben diesen objektiven Kriterien ist mein Milestone 2 seit dem erfreulich problemlosen Update auch gefühlt geschmeidiger bedienbar und hat etwas an Akkulaufzeit gewonnen. Ein kleines Manko gibt es aber, und das will ich nicht verschweigen: Irgendwie hat Motorola in ihrem mit Motoblur angepassten Gingerbread die Funktion vergessen, die Geburtsdaten der Kontakte zu erfassen bzw. zu ändern. Dank Ebobirthday ist dies für mich kein Problem, aber ich wollte es zumindest erwähnen.</p>
<p>Da sich mit dem Update auch kleinere Probleme wie die sich von alleine aktivierende Sprachsteuerung und der versagende Autofokus der Kamera erledigt haben, bin ich gerade super zufrieden mit meinem Milestone. Schade nur, dass die Hardwaretastatur &#8211; vor dem Kauf war diese ein KO-Kriterium &#8211; auch von dem <a href="http://www.teltarif.de/motorola-milestone-2-tastatur-serienfehler/news/43426.html">Doppelte-Buchstaben-Problem</a> betroffen ist. Sonst wäre ich gerade wunschlos glücklich.</p>
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		<title>Amerikanisches Bier</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2011/10/02/amerikanisches-bier/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Oct 2011 23:17:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gewesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin ein begeisterter Biertrinker und als solcher bevorzuge ich ein frisches Pilsener vom Fass. Dass in den USA die Pilsener Brauart nicht denselben Stellenwert wie in Deutschland genießt, war mir vorher klar, aber ich war überrascht, in wie vielen Läden mir mit Stella Artois ein gezapftes belgisches Pils angeboten wurde. Doch ich bin nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin ein begeisterter Biertrinker und als solcher bevorzuge ich ein frisches Pilsener vom Fass. Dass in den USA die Pilsener Brauart nicht denselben Stellenwert wie in Deutschland genießt, war mir vorher klar, aber ich war überrascht, in wie vielen Läden mir mit <em>Stella Artois</em> ein gezapftes belgisches Pils angeboten wurde. Doch ich bin nicht nach Amerika gereist, um europäisches Bier zu trinken, und so habe ich versucht, in Kneipen und Restaurants lokale Pils-ähnliche Biere zu bestellen (im anglizistischen Raum <em>pale lager</em> genannt).</p>
<p>In Philadelphia habe ich daraufhin ein <em>Yuengling</em> bekommen, das verbreitetste Lager von Pennsylvania. Es besticht durch das Fehlen von Eigenheiten und war so angenehm zu trinken, ohne dass es sich nachhaltig in meinem Gedächtnis eingebrannt hat. </p>
<p>In Washington D.C. wurde mir dann ein <em>Brooklyn Lager</em> angeboten, das eigentlich eine Art Pilsener ist. Dafür war es aber relativ trüb und dunkel und hatte eine starke Malznote, die ich nicht mag, so dass ich nur ein Glas getrunken habe.</p>
<p>Weiter ging es mit der überraschenden Einsicht, dass auch in den USA Märzen-Biere gebraut werden. Das von mir probierte <em>Heavy Seas Märzen</em> entpuppte sich als sehr süßes, ansonsten aber angenehm zu trinkenden Bier.</p>
<p>Als Nächstes habe ich dann ungewollt Erfahrungen mit zwei Weißbieren gemacht. Das erste war ein <em>Shock Top</em> und das zweite ein <em>Smuttynose</em> &#8211; beiden gemein war eine angenehme Leichtigkeit und eine natürliche Zitrus-Fruchtnote, die ich etwas befremdlich fand. Bisher kannte ich die Unart, in ein Kristallweizen eine Zitronenscheibe zu hängen, aber in Amerika scheinen gerade Aromahopfen angesagt zu sein, die von sich aus Fruchtaromen zum Bier beitragen. </p>
<p>Da mir diese nicht so zugesagt haben, probierte ich noch ein <em>Landshark</em> aus der Flasche. Dieses wird vermutlich als Erfrischungsgetränk vermarktet, jedenfalls nennt es sich selbst <em>island style lager</em> und kommt in einer stylischen Flasche mit einer Haiflosse daher. Das Getränk kann jedoch mit der Flasche nicht mithalten; das Bier ist so leicht, dass es kaum einen eigenen Geschmack hat. Die Zielgruppe sind also bestimmt nicht die typischen Biertrinker.</p>
<p>Um die großen Marken wie <em>Budweiser</em>, <em>Coors</em>, <em>Miller</em> oder <em>Samuel Adams</em> habe ich bewusst einen Bogen gemacht und so bin ich jetzt um einige Erfahrungen reicher und gleichzeitig froh, wieder deutsches Pils trinken zu dürfen.</p>
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		<title>Wildwasserrafting in Markkleeberg</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2011/06/14/wildwasserrafting-in-markkleeberg/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 19:59:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Leipzig]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Überbleibsel der gescheiterten Leipziger Olympiabewerbung wurde 2007 am Markkleeberger See, einem der gefluteten Tagebauten im Leipziger Neuseenland, eine künstliche Wildwasserstrecke für Kanuten eröffnet. Neben dem Training und Wettbewerben kann dieser Wildwasserkanal auch zum Raften von jedermann gebucht werden, und genau das habe ich zusammen mit fünf Freunden getan. Für eine Stunde Rafting auf dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Überbleibsel der gescheiterten Leipziger Olympiabewerbung wurde 2007 am Markkleeberger See, einem der gefluteten Tagebauten im <a href="http://www.leipzigerneuseenland.de/">Leipziger Neuseenland</a>, eine künstliche Wildwasserstrecke für Kanuten eröffnet. Neben dem Training und Wettbewerben kann dieser <a href="http://www.kanupark-markkleeberg.com/">Wildwasserkanal</a> auch zum Raften von jedermann gebucht werden, und genau das habe ich zusammen mit fünf Freunden getan.</p>
<p>Für eine Stunde Rafting auf dem Kurs muss eine weitere Stunde für die Vorbereitung eingeplant werden. Dazu gehören neben der Einkleidung (Neoprenanzug, Helm und Schwimmwesten werden gestellt) auch 20 Minuten trockene und weitere 15 Minuten feuchte Einweisung in das Verhalten und die Regeln an Bord eines Raftingbootes. Immer mit fährt ein Guide, der das Schlauchboot steuert, indem er mit seinem Paddel lenkt und &#8211; der wichtigere Part &#8211; Anweisungen an die Insassen des Bootes gibt, wie diese zu paddeln haben.</p>
<p>Nachdem dies und der Sturz aus und der Wiedereinstieg in das Boot kurz trainiert wurden, durften wir endlich los auf die Wildwasserstrecke. Diese ist 270m lang und der Höhenunterschied zwischen Start und Ziel wird über ein Förderband überwunden. Dort hatten wir auch die Gelegenheit, die Positionen im Boot zu wechseln. Dies ist sonst schwierig, da die Füße während des Raftens in Schlaufen am Boden stecken &#8211; ansonsten würde es schwer fallen, sich auf dem Rand zu halten, wo die beste Position zum Paddeln ist.</p>
<p>Die Guides variieren während der geschätzt 10 Fahrten die Art und Weise, wie sich das Boot die Strecke hinabbewegt. Ein einfaches Geradeausfahren haben wir nur einmal gemacht, danach sollten wir ständig drehen und rotieren. Teilweise wurde das Boot so an Hindernisse manövriert, dass das Wasser mehr durch das Boot als darunter hindurch strömte. Ein Versuch, dass Boot sich überschlagen zu lassen, indem alle Insassen sich mit ihrem ganzen Gewicht nach hinten setzen und sich dann gleichzeitig ins Wasser stürzen, scheiterte jedoch. Ein anderes Mal spülte es mich aus dem Boot, als wir uns alle in dessen Mitte setzen sollten (ohne die Füße in den Schlaufen) und der Mitfahrer neben mir allen Platz für sich beanspruchte. Nach dem Schwimmen zum Rand der nur 8,70m breiten Strecke wurde ich jedoch gleich wieder aufgelesen und hatte danach den Spaß, die restliche Runde nicht mitpaddeln zu müssen, da mein Paddel mit über Bord gegangen war.</p>
<p>Wir hatten mit dem Wetter richtig Glück; es war nicht zu warm und das Wasser mit knapp 19°C noch angenehm. Bei höheren Temperaturen kann es unter dem Helm sicherlich mächtig heiß werden, trotz der ständigen Abkühlung durch das Wasser. Dieses strömt übrigens nur während der Fahrten wildwasserartig den Kanal hinunter; den Rest der Zeit wird die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kanupark_Markkleeberg#Technische_Daten">Anlage</a> abgestellt und wir konnten schön begutachten, wie die Stromschnellen aufgebaut sind. Auf Terrassen unter der Wasseroberfläche können verschiedene Hindernisse angebracht werden, die dann zu den Verwirbelungen des Wassers führen, während es den Kurs hinunterschießt. So kann für die Kanuten immer wieder eine andere Strecke aufgebaut werden.</p>
<p>Es folgen ein paar Impressionen in Bildern und Videos (in 720p), die ich vor Ort gemacht habe. Gefühlt waren mehr Zuschauer als Teilnehmer an der Strecke, wobei das Gebäude in der Mitte auch eine sehr schöne Terasse mit Blick auf den See hat und sich so Café-Trinken mit Schlendern um den See verbinden lässt. Während der Fahrt wurden von einem Fotografen ebenfalls Fotos geschossen, doch diese sind zum Einen mit 5€ das Stück recht teuer und zum Anderen sehen die Teilnehmer mit Einheitshelm, &#8211; anzug, -weste und -paddel alle fast gleich aus, so dass ich kein Bild gekauft habe.</p>

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		<title>Sternfahrt</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2011/06/05/sternfahrt/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 21:57:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer einmal in Berlin (legal) mit dem Fahrrad auf der Autobahn fahren möchte, dem bleiben eigentlich nur zwei Optionen: Der kürzlich ausgetragene Velothon mit seiner ökonomischen und leistungsorientierten Ausrichtung oder die an Alltagsfahrer gerichtete und einer politischen Aussage verpflichtete Sternfahrt am Tag der Umwelt. Schon allein aufgrund meines Leistungsstandes und des schlechten Zustandes meines Rades [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer einmal in Berlin (legal) mit dem Fahrrad auf der Autobahn fahren möchte, dem bleiben eigentlich nur zwei Optionen: Der kürzlich ausgetragene <a href="http://www.skoda-velothon-berlin.de/">Velothon</a> mit seiner ökonomischen und leistungsorientierten Ausrichtung oder die an Alltagsfahrer gerichtete und einer politischen Aussage verpflichtete <a href="http://www.adfc-berlin.de/aktionenprojekte/sternfahrt.html">Sternfahrt</a> am <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tag_der_Umwelt">Tag der Umwelt</a>. Schon allein aufgrund meines Leistungsstandes und des schlechten Zustandes meines Rades (und weil ich 60€ Startgeld zur Quersubventionierung des ProRace unverschämt finde), habe ich mich heute ab dem S-Bahnhof Landsberger Allee der Sternfahrt unter dem Motto <em>Freie Fahrt für freie Räder!</em> angeschlossen.</p>
<p>Die Idee des Mottos unterstütze ich dabei voll und ganz, aber die Anspielung auf <em>Freie Fahrt für freie Bürger</em> finde ich etwas misslungen. Obwohl Berlin sicherlich eine der fahrradfreundlichsten Städte Deutschlands ist, es viele Fahrradwege gibt und auch die Autofahrer auf die anderen Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen, so gibt es doch immer wieder Konfliktpotential im Spannungsfeld zwischen der prekären Parkplatzsituation und den einladend freien Fahrradwegen. Dem folgt ein Verdrängungswettbewerb, meist auf Kosten der Fußgänger, denn die Fahrradfahrer müssen bei blockierten Wegen ja irgendwohin ausweichen. Dies könnte verhindert werden, wenn sich alle Teilnehmer am Straßenverkehr einfach mehr Respekt entgegenbringen und nicht versuchen, die bestehenden Probleme auf Kosten der Schwächeren zu lösen.</p>
<p>Heute waren die Fahrradfahrer nun diejenigen, die überall Vorfahrt hatten. Es gab keine Ampeln zu beachten und die Avus und der Britzer Tunnel auf der A100 durften befahren werden. Es musste nur das vorfahrende Polizeifahrzeug beachtet werden. Um die Sperrungen der wichtigen Verkehrsadern möglichst kurz zu halten, werden die Straßen nur während der Durchfahrt des Fahrradfeldes gesperrt und danach sofort freigegeben. Ein paar Probleme gab es am Kottbusser Tor &#8211; dort wurden Autofahrer zwischen zwei sich treffenden Korsos eingeschlossen &#8211; und an der Auffahrt zur A100 am U-Bahnhof Grenzallee. Die Sperrung der Autobahn dauerte etwas, doch nach einer halben Stunde Wartezeit in der brütenden Mittagshitze durfte ich endlich auf den Innenstadtring und durch den Britzer Tunnel mit seiner Schwarzlichtblitzanlage heizen.</p>
<p>Von da an gab es keine Unterbrechungen mehr und so rollte die Demo ungestört bis zu ihrem Ziel, dem großen Stern und dem auf der Straße des 17. Juli stattfindenden <a href="http://www.umweltfestival.de/">Umweltfest</a>. Für mich war es spannend, ein paar neue Seiten von Berlin kennenzulernen (v.a. von Kreuzberg &#038; Neukölln) und in einem so großen Feld zu fahren. Teilweise musste ich an die Pelotons bei der Tour de France denken, bei denen es eine Kunst ist, sich an der richtigen Position zu halten &#8211; man wird schnell abgedrängt und findet sich etliche Reihen weiter hinten wieder. So habe ich fast die <a href="http://www.gpsies.com/map.do?fileId=pemyidlxsioroqwj">gesamte Strecke</a> von der A100 bis zum Ernst-Reuter-Platz benötigt, um mich nach vorne bis kurz hinter die Polizeiwagen vorzukämpfen. Ironie der Situation: Ich bin oft auf die Fahrradwege ausgewichen, um weiter nach vorne zu gelangen. Doch im Gegensatz zu den 300 Fahrern der Tour de France fuhr ich in einem Feld von insgesamt 150&#8217;000 Radlern, die ich leider nie alle komplett gesehen habe &#8211; die Demo muss am Ende eine Gesamtlänge von mehreren Kilometern gehabt haben!</p>
<p>Am Ende hatte ich 30km inklusive der Heimfahrt auf dem Rad zurückgelegt und war ob die ungewohnten Belastung ganz schön geschafft &#8211; aber auch glücklich, an so einem Ereignis teilgenommen zu haben. Nächstes Jahr werde ich wohl einmal die Strecke über die Avus ausprobieren, die landschaftlich etwas schöner als die A100 in Tempelhof ist.</p>

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		<title>Männertag 2011 &#8211; Wanderung zum Kyffhäuser</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 21:28:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[1190 starb der deutsche Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, während des dritten Kreuzugs im Fluss Saleph in der heutigen Türkei. Einer Sage nach jedoch schläft er nur mit seinen Getreuen in einer unterirdischen Höhle im Kyffhäusergebirge über einen Tisch gebeugt, durch welchen sein roter Bart hindurchgewachsen ist. Alle 100 Jahre schickt er einen Helfer an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1190 starb der deutsche Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, während des dritten Kreuzugs im Fluss Saleph in der heutigen Türkei. Einer <a href="http://www.kyffnet.de/Geschichte/Sagen/sagen.html">Sage</a> nach jedoch schläft er nur mit seinen Getreuen in einer unterirdischen Höhle im Kyffhäusergebirge über einen Tisch gebeugt, durch welchen sein roter Bart hindurchgewachsen ist. Alle 100 Jahre schickt er einen Helfer an die Oberfläche um nachzusehen, ob noch Raben um den Berg kreisen. Sollten diese einst verschwunden sein, dann wird er wiederkehren an die Oberfläche und dem Land Ehre und Ruhm zurückbringen.</p>
<p>Eine schöne Geschichte, gerade für eine so lange gespaltene Nation wie Deutschland. Darum ist es nicht verwunderlich, dass mit der Neugründung des Deutschen Reiches unter Bismarck und Wilhelm I. die Nationalisten mächtig Aufwind bekamen und nach dem Tod des Kaisers ihm zu Ehren ein großes Denkmal errichteten. Das <em>Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal auf dem Kyffhäuser</em> vereinigte in seiner Huldigung die beiden Kaiser, und so war nicht lange nach einem geeigneten Platz zu suchen: Da, wo Barbarossa auf seine Rückkehr wartet, auf den Ruinen der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kyffhausen">Reichsburg Kyffhausen</a>, soll die Stärke des wiedervereinigten Volkes symbolisiert werden. Architektonisch an die Burgen der Barbarossazeit angelehnt, war sogar eine Erweiterung zu einem deutschen Olympia geplant &#8211; doch diese Pläne des Architekten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Schmitz">Bruno Schmitz</a> wurden niemals umgesetzt.</p>
<p>Ich war zuletzt zu DDR-Zeiten auf dem <a href="http://kyffhaeuser-denkmal.de/web/de/home/home.asp">Denkmal</a> gewesen und fand, es sei an der Zeit, die Erinnerungen aufzufrischen. Also bin ich mit meiner Männertagsrunde von Berga-Kelbra aus losgezogen, um bei bestem Wanderwetter das Kyffhäuserhügelchen zu erklimmen. Nachdem wir bereits von der nicht betretbaren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rothenburg_(Thüringen)">Rothenburg</a> enttäuscht wurden, mussten wir oben angekommen feststellen, dass auch das Nationaldenkmal eingezäunt wurde und nur gegen ein Eintrittsgeld von 6€ zu betreten ist.</p>
<p>Ein paar Streitereien mit den Personal wegen nicht anerkannter Studentenausweise später hatten wir unser Ziel endlich erreicht. Für unseren Obolus konnten wir nun neben dem Denkmal auch die ausgegrabenen Reste der Oberburg mit ihrem Bergfried und den mit 176m angeblich tiefsten Burgbrunnen der Welt besichtigen. Neben Letzteren gibt es ein weiteres, allerdings neuzeitliches Kuriosum: Einen Steinspender, der es erlaubt, Steine im Wert von 50 Cent zu kaufen. Diese dürfen dann durch ein kleines Loch in den Brunnen geworfen werden, woraufhin sich eine Stimme aus dem Brunnen genau darüber beschwert.</p>
<p>Viel interessanter ist dann doch das Denkmal selber, auch wenn ich einige Bilder des Besuches aus Kindheitstagen korrigieren musste. So war mir nicht mehr bewusst, dass die Reiterstatue von Kaiser Wilhelm die des Barbarossa dermaßen überragt. Und mit der erwähnten Sage im Kopf saß Barbarossa in meinem Gedächtnis immer an einem Tisch, um den sich der Bart wickelte &#8211; auch dies ein falsches Bild. Angenehm überrascht wurde ich dagegen davon, dass das Monument über 247 Stufen erstiegen werden und der wahnsinnig tolle Ausblick aus der Kaiserkrone, dem obersten Teil des Denkmalturms, über das gesamte &#8211; zugegeben kleine &#8211; Kyffhäusergebirge genossen werden kann.</p>
<p>Wer also ein Stück deutsche Geschichte hautnah erleben will, dem sei eine Wanderung zum Nationaldenkmal empfohlen. Fußfaule Menschen können auch bis fast zum Denkmalgelände mit dem Auto oder Motorrad fahren &#8211; letzteres haben zum Männertag viele Biker betrieben, doch auf den Wanderwegen kann die Straße weiträumig umgangen werden. Und wer mehr Zeit und Puste hat als ich und meine Wandergruppe, kann noch die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Barbarossahöhle">Barbarossahöhle</a> und die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pfalz_Tilleda">Kaiserpfalz Tilleda</a> mit in die Strecke aufnehmen &#8211; und hat danach die erlaubte Maximaldosis Barbarossa für einen Tag erreicht.</p>

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		<title>Urlaubsumplanungen</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 21:16:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Entscheidung fiel mir nicht leicht, aber schweren Herzens musste ich meinen für Anfang April geplanten Japanurlaub aufgrund der ungewissen Lage des AKWs Fukushima absagen. Zum Glück zeigten sich alle beteiligten Unternehmen kulant und erlaubten eine kostenfreie Stornierung sowohl des Fluges, als auch der bereits gebuchten Hotels und des Bahnpasses. Das für letzteren zuständige Reiseunternehmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="/blog/2011/03/14/eine-schwere-entscheidung/">Entscheidung</a> fiel mir nicht leicht, aber schweren Herzens musste ich meinen für Anfang April geplanten Japanurlaub aufgrund der ungewissen Lage des AKWs Fukushima absagen. Zum Glück zeigten sich alle beteiligten Unternehmen kulant und erlaubten eine kostenfreie Stornierung sowohl des Fluges, als auch der bereits gebuchten Hotels und des Bahnpasses. Das für letzteren zuständige Reiseunternehmen verband damit die Hoffnung, dass ich zu einem späteren Zeitpunkt meine Reise nachhole &#8211; und dies hoffe ich ebenso.</p>
<p>Zwei Wochen vor Urlaubsbeginn ist es natürlich schwer, noch schnell ein Ersatzziel zu finden. Vor allem, da wir für fünf Personen suchen mussten. Doch nun ist die Wahl auf Mauritius gefallen, die Insel im Indischen Ozean, die zwar an Kultur nicht so viel zu bieten hat wie Japan, aber dafür einen Vorgeschmack auf den kommenden Sommer bietet. Den kann ich durchaus gut gebrauchen und so freue ich mich, Deutschland den Rücken zu kehren und einen neuen Teil der Erde für mich zu entdecken.</p>
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		<title>Die Bären sind los</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Feb 2011 22:49:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute abend ging sie los, die inzwischen 61. Berlinale. Den Eröffnungsfilm stellten dieses Jahr die Coen-Brüder mit ihrem Neo-Western True Grit, den ich mir nach seinem offiziellen Deutschlandstart in zwei Wochen ansehen werde. Meine persönliche Berlinale beginnt aber erst am Sonntag mit Heaven&#8217;s Story und Vampire. Für die zweite Woche des Festivals habe ich mir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute abend ging sie los, die inzwischen 61. <a href="http://www.berlinale.de/de/HomePage.html">Berlinale</a>. Den Eröffnungsfilm stellten dieses Jahr die Coen-Brüder mit ihrem Neo-Western <em>True Grit</em>, den ich mir nach seinem offiziellen Deutschlandstart in zwei Wochen ansehen werde. Meine persönliche Berlinale beginnt aber erst am Sonntag mit <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20116083">Heaven&#8217;s Story</a> und <a href="http://www.berlinale.de/de/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20116179">Vampire</a>. Für die zweite Woche des Festivals habe ich mir dieses Jahre erstmals Urlaub genommen und hoffe, Karten für ein paar interessante Filme ergattern zu können.</p>
<p>Dies war heute schon schwerer als erwartet. Eventim hat es einfach nicht geschafft, den Ansturm der Ticketkäufer um 10 Uhr zu bewältigen. So hatte ich zwar zwischendurch für beide Sonntagsfilme ein Ticket im virtuellen Warenkorb, doch der Abschluss der Transaktion wollte einfach nicht gelingen &#8211; für 1,50€ Ticketgebühr hätte ich eigentlich erwartet, dass sie genügend Server bereitstellen, um für den Ansturm gerüstet zu sein. Deshalb musste ich mich in der Mittagspause wie viele andere Festivalfans im Kino International anstellen und habe mir nach einer Stunde in der Warteschlange die Tickets für Sonntag gesichert. Hoffentlich klappt die Online-Bestellung morgen besser, wenn es um Tickets in der Arbeitswoche, nämlich den Montag, geht. Dann werden auch die ersten Eindrücke hier in diesem Blog folgen. Ich freue mich, dass es endlich losgeht, auch wenn das Berliner Wetter gar nicht so schlecht wie gewohnt ist.</p>
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		<title>Android &#8211; das kleinere Übel</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2011/01/05/android-das-kleinere-ubel/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 21:48:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[gefunden]]></category>
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		<description><![CDATA[Nun ist es passiert. Nachdem ich fast elf Jahre lang meine wechselnden Telefone nur zum Telefonieren und Simsen genutzt habe, bin ich seit kurzem stolzer Besitzer eines Milestone 2. Im Kampf der Betriebssysteme von Apple (iOs), Microsoft (Windows Phone 7) und Google (Android) hatte ich mich für die offenste der Plattformen entschieden. Meine Hoffnung war, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun ist es passiert. Nachdem ich fast elf Jahre lang meine wechselnden Telefone nur zum Telefonieren und Simsen genutzt habe, bin ich seit kurzem stolzer Besitzer eines <a href="http://www.motorola.com/Consumers/DE-DE/Consumer-Products-and-Services/Mobile-Phones/Milestone-2-DE-DE">Milestone 2</a>. Im Kampf der Betriebssysteme von Apple (iOs), Microsoft (Windows Phone 7) und Google (Android) hatte ich mich für die offenste der Plattformen entschieden. Meine Hoffnung war, dass ich unter Android die meiste Kontrolle über meine Daten habe. Schließlich habe ich elf Jahre lang in dem Bewusstsein gelebt, das alle Daten auf meinem Handy auch genau dort bleiben.</p>
<p>Doch mittlerweile weiß ich, dass die Unterschiede marginal sind. Zwar bin ich mit Android nicht an Anwendungen wie iTunes zur Synchronisation der Handydaten gebunden, doch auch Google weiß die Benutzer seiner Handys an sich zu binden. Dies fängt damit an, dass vor der ersten Benutzung des Geräts zwingend ein GMail-Konto angelegt werden muss. Ich besaß bereits ein Google-Konto für die Nutzung einzelner Dienste des Suchmaschinenprimus, doch dies reichte nicht. Ich musste zusätzlich ein Mailkonto anlegen, dass ich effektiv nicht nutze.</p>
<p>Zudem muss der Handybenutzer wissen, dass alle Kontakte per Default mit dem GMail-Konto synchronisiert werden. Ich wusste dies nicht und war nach dem Import total überrascht, als ich alle meine Kontakte bei Google wiederfand. Inzwischen ist die Synchronisation deaktiviert, doch einmal bei Google gespeicherte Daten gibt das Unternehmen nicht wieder her &#8211; sie verkaufen es sogar als Feature, dass sie die Kontakte zu jedem beliebigen Zeitpunkt wiederherstellen können.</p>
<p>Vorbei sind auch die Zeiten, wo ein Handy einen eigenen Kalender besaß. Termine müssen bei Android zwingend zu einem Onlinekonto gehören; in meinem Fall also das Exchange-Konto meiner Arbeit oder das GMail-Konto, welches ich eigentlich nicht nutzen wollte. Für die meisten Businessuser oder solche, die ohnehin GMail als zentrale Kontakte- und Terminzentrale einsetzen, mag dies ja ein gutes Vorgehen sein, aber ich habe da andere Vorstellungen. Was mache ich mit Terminen, die weder mein Arbeitgeber noch Google wissen soll?</p>
<p>Für mich ist das Handy als ständiger Begleiter die Zentrale für sämtliche E-Mails, SMS, Kontakte und Termine. Diese synchronisiere ich als Backup gerne mit meinem eigenen Rechner, nicht aber mit Anbietern im Internet, die meine privaten Daten einfach nichts angeht. Für so komplexe Szenarien der Synchronisation ist Android aber nicht geeignet. Und schon die wenigen Einstellmöglichkeiten, die es bietet, sind nicht konsequent ausgeführt. So gibt es verwirrende Einstellungskombinationen bei den Kalenderkonten. Diese können zwar auf <em>synchronisiert</em> und <em>nicht sichtbar</em>, nicht aber auf <em>nicht synchronisiert</em> und <em>sichtbar</em> eingestellt werden. Die Synchronisationsoptionen unter Konten wiederum scheinen gar keinen Einfluss auf den Kalender zu haben.</p>
<p>Ein weitere Quelle für munteres Daten-aus-der-Hand-geben sind die herstellerspezifischen Oberflächenanpassungen wie Motorola es mit <a href="http://www.mobiflip.de/2010/11/was-genau-ist-eigentlich-motorola-motoblur/">Motoblur</a> getan hat. Zum Glück kann das Anlegen eines <em>My Motoblur</em>-Kontos, mit dem das Handy überall auf der Welt geortet werden kann, im Gegensatz zum GMail-Konto abgelehnt werden und das Handy kann trotzdem benutzt werden. Nur auf Updates der Systemsoftware muss dabei verzichtet werden. Da mir aber vor dem Kauf des Handys klar war, dass Motorola aufgrund der tiefen Systemeingriffe von Motoblur ohnehin selten Android-Updates überhaupt nachzieht, sehe ich kein Problem darin.</p>
<p>Die angepasste Kontakteverwaltung von Motoblur hat jedoch ein Problem mit den Geburtstagen. Werden diese eingetragen, kann sie keine andere App auf dem Telefon auslesen. Als ich sie jedoch über die externe Software <a href="http://www.fjsoft.at/de/home.php">MyPhoneExplorer</a> eingepflegt habe, konnte ich sie nicht mehr in der Kontakteverwaltung lesen, aber dafür erkannte <a href="http://www.ebomike.com/android/ebobirthday/">EboBirthday</a> sie endlich. Es scheint also ein Problem mit dem Speicherformat zu geben. Mit <em>EboBirthday</em> in Version 1.7.4 hat sich das Problem aber erledigt, denn es gibt nun einen Motorola-Kompatibilitätsmodus. Wird dieser aktiviert und die Geburtstage anschließend zurück exportiert, zeigt sogar die Kontakteverwaltung die Daten richtig an.</p>
<p>Desweiteren bringt das <em>Milestone 2</em> eine Vielzahl von Apps mit, die leider nicht deinstalliert werden können. Da die App-Verwaltung inklusive einer sauberen Installation sonst eine der Stärken von Android ist, konterkariert Motorola damit dieses Konzept. Vor allem, da das <em>Milestone 2</em> selber eine Art Taskmanager mitbringt, mit dem gut die laufenden Apps analysiert, beendet oder deinstalliert werden können, verwundert die feste Integration von Anwendungen wie den verschiedenen GoTV-Channels.</p>
<p>Nachdem ich jetzt so viel über die Probleme der Privatsphäre im Einsatz von Googles Betriebssystem geschrieben habe muss ich natürlich zugeben, dass ich mich trotzdem für das <em>Milestone 2</em> und Android entschieden habe. Denn sie bieten zusammen eine tolle Mischung aus leistungsfähiger Hardware (die im Gegensatz zum <a href="http://www.htc.com/de/product/desirez/overview.html">HTC Desire Z</a> auch robust erscheint) und anpassungsfähiger Software. Die Auswahl an Apps im Android Market ist schon beeindruckend, und im Gegensatz zu Apples Marktplatz sind die meisten Anwendungen auch kostenlos.</p>
<p>Ich möchte deshalb ein paar Empfehlungen für Android-Apps aussprechen:</p>
<p>Ein echtes Highlight unter den Widgets ist <a href="http://jaumard.android.free.fr/widgetsoid">Widgetsoid</a>. Dieses bietet einen optisch überzeugenden Zugriff auf viele der wichtigen Funktionen, die ich am Handy schnell ändern will: WLAN an/aus, GPS an/aus, Bluetooth an/aus, Ton an/Vibration/alles aus und vieles mehr. Diese Schalter werden zu einer Leiste verbunden, die sehr ökonomisch mit dem gegebenen Platz auf den Home Screens umgeht, und dabei gleichzeitig noch toll aussieht.</p>
<p>Unter dem MediaPlayern sticht meiner Meinung nach <a href="http://powerampapp.com/">PowerAmp</a> hervor. Dieses bringt nicht nur eine eigene Decoderlibrary mit, die im Gegensatz zum Android-eigenen Player nicht auf Taktschwankungen des Handyprozessors mit Knacksern reagiert, sondern bietet auch noch einen hervorragenden Equalizer, wie ich ihn in keiner anderen App gefunden habe. Dafür muss man aber auch 5$ ausgeben.</p>
<p>Noch von meinem Vorgängerhandy kenne ich <a href="http://www.fjsoft.at/de/home.php">MyPhoneExplorer</a>, welches sich beim Backup von SonyEricsson-Geräten hervortat. Nun hat der Autor die Zeichen der Zeit erkannt und bietet über eine App die Möglichkeit an, Kontakte und Termine auch zwischen Android-Handys und PCs zu synchronisieren. Im Gegensatz zum identischen Ansatz des von Motorola mitgelieferten Phone Portal erlaubt der MyPhoneExplorer ein komfortableres Editieren der Kontakte und dabei den Zugriff auf wirklich alle Felder &#8211; das Phone Portal konnte zum Beispiel keine Geburtstage speichern. Und da sowohl Android selber als auch das Phone Portal kolossal am Import meiner als VCF gespeicherten Kontakte scheiterten, war ich sehr glücklich, einfach das Programm meines alten Handys weiternutzen zu können.</p>
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		<title>Schrottwichteln 2010</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 20:48:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieses Plakat zu einer Ausstellung habe ich gestern beim Schrottwichteln errungen. Nun müssen meine Teamkollegen unter den wachsamen Augen von Stalin arbeiten&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/blog/wp-content/uploads/2010/12/schrottwichteln.jpg" alt="Schrottwichteln" title="Schrottwichteln" width="500" height="604" /></p>
<p>Dieses Plakat zu einer Ausstellung habe ich gestern beim Schrottwichteln errungen. Nun müssen meine Teamkollegen unter den wachsamen Augen von Stalin arbeiten&#8230;</p>
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