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	<title>The KingOli Blog &#187; gedacht</title>
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	<description>The KingOli Blog</description>
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		<title>Sünden der Großstadt</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 21:34:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[gefunden]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>

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		<description><![CDATA[Bis zum zweiten Weltkrieg war die Berliner Mitte südöstlich des Alexanderplatzes vor allem eins: Eine Ansammlung von Mietskasernen, die enge Straßen einfassten und ein Milieu wie in Berlin Alexanderplatz beschrieben beheimatete. Der Krieg und der folgende großflächige Abriss durch die DDR hinterließen dann lange Zeit eine große Brachfläche, die schließlich durch eine für die kommunistische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bis zum zweiten Weltkrieg war die <a href="/blog/2011/01/13/berlins-vergessene-mitte/">Berliner Mitte</a> südöstlich des Alexanderplatzes vor allem eins: Eine Ansammlung von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mietskaserne">Mietskasernen</a>, die enge Straßen einfassten und ein Milieu wie in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin_Alexanderplatz_(Roman)">Berlin Alexanderplatz</a> beschrieben beheimatete.</p>
<p>Der Krieg und der folgende großflächige Abriss durch die DDR hinterließen dann lange Zeit eine große Brachfläche, die schließlich durch eine für die kommunistische Führung repräsentative Achse vom Fernsehturm über das Marx-Engels-Forum bis zum Palast der Republik einer neuen Nutzung zugeführt wurde. Viel wichtiger für meine bisherige Wahrnehmung dieser Mitte waren aber nicht die genannten Protzbauten, sondern die sie einfassenden Baumstreifen, die leider von den beiden Plattenbauten an der Rathaus- und Karl-Liebknecht-Straße eingerahmt werden, diese jedoch etwas auffangen.</p>
<p>Vor ein paar Tagen nun begann <a href="http://www.bing.com/maps/?v=2&#038;cp=srm4svj3hv41&#038;scene=12400700&#038;lvl=1&#038;sty=b&#038;where1=Rathausstra%C3%9Fe%201%2C%2010178%20Berlin">am äußersten Ende dieses Grünstreifens</a>, an der Ecke Rathausstraße/Gontardstraße, das Abholzenen einer kurzen Allee von Bäumen. Diese wurde zuletzt zwar mehr als öffentliche Toilette denn als urbanes Erholungszentrum genutzt, doch mein morgendlicher Weg zur Arbeit führt genau an dieser grünen Ecke vorbei, die damit gefühlt mehr für mein tägliches Wohlgefühl leistet als die restliche Parkfläche bis zu Spree. </p>
<p>Weichen mussten diese Bäume &#8211; natürlich &#8211; einem neuen Einkaufszentrum namens <a href="http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/alexanderplatz/de/realisierung/redevco/index.shtml">Alea 101</a>. Dabei konnte das Timing nicht schlechter sein &#8211; ein paar Tage nach dem Fällen kam der Frost, so dass mindestens zwei Parteien nicht zufrieden sein können. Ich, weil mein Arbeitsweg ein Stück grauer geworden ist, und der Investor, weil er nicht weiterbauen kann. Dieser ist übrigens die Familie Brenninkmeijer, die 1911 auf genau diesem Grundstück ihr erstes C&#038;A-Kaufhaus in Deutschland eröffnete und nach der Wende die Rückführung beantragte. Da auf der anderen Seite des Bahnhofs Alexanderplatz aber bereits ein C&#038;A existiert, soll das Alea 101 andere Einzelhandelsgeschäfte beherbergen.</p>
<p>Nebem dem Wegfall der Grünanlage stößt mir auch <a href="http://www.baunetz.de/meldungen/Meldungen-Sauerbruch_Hutton_gewinnen_Wettbewerb_in_Berlin_886523.html">das entstehende Gebäude</a> selber auf den Magen. Die Stadt Berlin hat zwar <a href="http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/alexanderplatz/de/realisierung/index.shtml">eine fragwürdige Vorstellung von der Entwicklung des Alexanderplatzes</a>, das Gebiet rund um den Fernsehturm <a href="http://www.berliner-zeitung.de/berlin/neubau-am-fernsehturm-nach-alexa-kommt-alea,10809148,11422330.html">soll jedoch erst in der gerade begonnenen Amtsperiode näher betrachtet werden</a>, da bis 2019 eine Umgestaltung durch den Neubau der U55 geblockt ist. Da schafft der Investor quasi Fakten, indem er den Stil des Cubix aufgreift (dazu gibt es <a href="http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?t=8712">im Deutschen-Architektur-Forum einen Thread mit vielen Pro- und Kontra-Stimmen</a>) und die maximal laut Bebauungsplan erlaubte Höhe ausnutzt. Aus einem offenen Vorplatz des Fernsehturms wird so eine Fassadenschlucht, die die Umbauten des Telespargels in den Schatten stellt und den Charakter der Ecke massiv verändert &#8211; und zwar wieder zurück zu der engen, gedrängten Bebauung, die bis vor 70 Jahren schon einmal an dieser Stelle vorherrschte.</p>
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		<title>Der Elektromarkt, der Verrückte macht</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2012/01/22/der-elektromarkt-der-verruckte-macht/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Jan 2012 00:25:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[getan]]></category>

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		<description><![CDATA[In einer klassischen Komsumgesellschaft gibt es zwei genau definierte Rollen: Konsumenten und Verkäufer. Wenn beide aufeinandertreffen, dann tauschen im Normalfall Waren und Geld den Besitzer, in einer festgelegten Richtung: Der Konsument gibt dem Verkäufer einen Geldbetrag, und dieser ihm dafür eine vorher vereinbarte Ware. So weit, so einfach. Kompliziert wird es, wenn das Prinzip umgedreht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer klassischen Komsumgesellschaft gibt es zwei genau definierte Rollen: Konsumenten und Verkäufer. Wenn beide aufeinandertreffen, dann tauschen im Normalfall Waren und Geld den Besitzer, in einer festgelegten Richtung: Der Konsument gibt dem Verkäufer einen Geldbetrag, und dieser ihm dafür eine vorher vereinbarte Ware. So weit, so einfach.</p>
<p>Kompliziert wird es, wenn das Prinzip umgedreht wird und der Konsument die erworbene Ware zurücktauschen möchte. Diese Erfahrung musste ich zumindest im großen Elektrofachmarkt des <a href="/blog/2007/09/12/und-ewig-lockt-das-einkaufszentrum/">Alexa</a> machen, als ich ein defektes Weihnachtsgeschenk zurücktauschen wollte. Die Runden, die ich zu drehen hatte und die mich auf drei Etagen des Marktes führten, erinnerten mich frappierend an <em>Asterix erobert Rom</em>, als Asterix und Obelix mit der Aufgabe betraut werden, in einem Haus voller Schalter und Beamte einen <em>Passierschein</em> zu besorgen.</p>
<p>Meine kleine Odyssee, die ich zur Erhöhung des Schwierigkeitsgrades in der Mittagspause gestartet hatte, begann im Erdgeschoss an der Information, wo ich einen Zettel erhielt, der bestätigte, dass ich einen gekauften und bezahlten Artikel zurück in den Markt brachte. Danach ging es in die TV-Abteilung, wo die erste Hürde darin bestand, einen Mitarbeiter zu finden, der nicht mit einem Kundengespräch beschäftigt war &#8211; denn so etwas entspricht der klassischen Rollenverteilung und hat deshalb Vorrang. Als sich eine Fachkraft schließlich für mich zuständig fühlte stellte sich schnell heraus, dass der Service erst den Defekt aufnehmen und das Gerät entgegennehmen muss. Als wurde ich zur Abholung meines persönlichen <em>Passierscheins</em> eine Etage höher geschickt, wo ein junger Mann eine so intensive Beziehung zu seinem Monitor hatte, dass er sich während der Bearbeitung meines Falles kein einziges Mal davon abwendete.</p>
<p>Nach dem Tausch des Gerätes gegen den <em>Passierschein</em> durfte ich zurück in die TV-Abteilung, mich wieder anstellen und erhielt so den nächsten Schein, den ein Mitarbeiter mir ausdruckte und den sein Chef höchstpersönlich abzeichnete. Dieser sollte es mir ermöglichen, an der Kasse den Kaufpreis zurück zu erhalten und damit die Umkehrung des normalen Komsumvorgangs abzuschließen. Aber im Erdgeschoss, nach fast zehn Minuten des Wartens in der Schlange, wurde klar, dass der Bürokratie nach drei Formularen noch nicht Genüge getan war. Denn die Kassiererin teilte mir mit, dass das letzte Formular falsch ausgefüllt wurde und sie mir deshalb kein Geld geben könne.</p>
<p>So drehte ich eine weitere Schleife über die TV-Abteilung und 45 Minuten und vier ausgedruckte DIN-A4-Seiten später hatte ich schließlich das Geld in den Händen, ohne wie Asterix ein neues Formular erfinden zu müssen &#8211; wobei ich dafür dem Wahnsinn recht nah war. Aber das war wohl die verdiente Strafe für mein Fallen aus der Konsumentenrolle. Zukünftig werde ich es mir zweimal überlegen, den Elektromarkt, der Verrückte macht, zu betreten.</p>
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		<title>Meine liebsten Filme 2011</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 20:42:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[gefunden]]></category>
		<category><![CDATA[gesehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Was Quentin Tarantino kann, kann ich ebenfalls &#8211; eine Bestenliste der gesehenen Filme 2011 aufstellen. Ich war zwar nur 19mal im Kino und muss mit dem Zeitversatz der deutschen Veröffentlichungen leben, habe aber genug gesehen um eine eigene Top12 aufzustellen (mit nur einer Überschneidung zu Tarantino). Und hier ist sie: Scott Pilgrim gegen den Rest [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was <a href="http://www.tarantino.info/2012/01/14/exclusive-quentin-tarantinos-favorite-films-of-2011-more/">Quentin Tarantino kann</a>, kann ich ebenfalls &#8211; eine Bestenliste der gesehenen Filme 2011 aufstellen. Ich war zwar <a href="/blog/2011/12/31/mein-jahr-2011-in-zahlen/">nur 19mal im Kino</a> und muss mit dem Zeitversatz der deutschen Veröffentlichungen leben, habe aber genug gesehen um eine eigene Top12 aufzustellen (mit nur einer Überschneidung zu Tarantino). Und hier ist sie:</p>
<ol>
<li><a href="/blog/2011/03/22/scott-pilgrim-vs-the-world/">Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt</a></li>
<li>Sherlock (erste Teil der <a href="/blog/2011/08/08/sherlock/">BBC-Mini-Serie</a>)</li>
<li><a href="/blog/2011/09/16/midnight-in-paris/">Midnight in Paris</a></li>
<li>The Social Network</li>
<li><a href="/blog/2011/05/22/four-lions/">Four Lions</a></li>
<li><a href="/blog/2011/04/24/movies-on-a-plane/">True Grit</a></li>
<li><a href="/blog/2011/06/08/biutiful/">Biutiful</a></li>
<li><a href="/blog/2011/02/15/the-guard/">The Guard</a></li>
<li>Gainsbourg &#8211; Der Mann, der die Frauen liebte</li>
<li><a href="/blog/2011/04/24/movies-on-a-plane/">The Fighter</a></li>
<li>The King&#8217;s Speech &#8211; Die Rede des Königs</li>
<li><a href="/blog/2011/01/30/black-swan/">Black Swan</a></li>
</ol>
<p>Und wenn Herr Tarantino Sonder-Awards vergibt, dann will ich nicht hintenanstehen und vergebe deshalb den Preis für den besten Soundtrack an die Chemical Brothers für ihre beeindruckende musikalische Untermalung von <em>Wer ist Hanna?</em>.</p>
<p>Zum Schluss muss ich unbedingt noch <a href="http://www.hbo.com/game-of-thrones">Game of Thrones</a> als beste TV-Serie des Jahres nennen, die bei der diesjährigen Verleihung der <a href="http://www.goldenglobes.org/blog/2012/01/peter-dinklage-wins-a-golden-globe/">Golden Globes</a> mit nur einem Award für den besten Nebendarsteller (Peter Dinklage) für meinen Geschmack etwas zu kurz gekommen ist.</p>
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		<title>Mein Jahr 2011 in Zahlen</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2011/12/31/mein-jahr-2011-in-zahlen/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 15:54:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[(nur) 19 mal im Kino gewesen 10 Bücher gelesen (solider Durchschnitt) 151 Filme gesehen 4 Spiele durchgespielt 19939 Meilen geflogen (fast einmal um die ganze Welt!) 82 Blogeinträge verfasst (Mittelmaß) 84 Bilder in 15 Gallerien hochgeladen 2805 Bilder insgesamt geschossen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li>(nur) 19 mal <a href="/blog/tag/kino/">im Kino gewesen</a></li>
<li>10 <a href="/blog/category/gelesen/">Bücher gelesen</a> (solider Durchschnitt)</li>
<li>151 Filme gesehen</li>
<li>4 Spiele durch<a href="/blog/category/gespielt/">gespielt</a></li>
<li>19939 Meilen geflogen (fast einmal um die ganze Welt!)</li>
<li>82 Blogeinträge verfasst (Mittelmaß)</li>
<li>84 Bilder in 15 Gallerien hochgeladen</li>
<li>2805 Bilder insgesamt geschossen</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>The Elder Scrolls V Skyrim &#8211; Mein Tagebuch, Teil 1</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2011/12/26/the-elder-scrolls-v-skyrim-mein-tagebuch-teil-1/</link>
		<comments>http://www.kingoli.net/blog/2011/12/26/the-elder-scrolls-v-skyrim-mein-tagebuch-teil-1/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 01:19:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[gespielt]]></category>
		<category><![CDATA[Fantasy]]></category>
		<category><![CDATA[PS3]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor ich über meine Eindrücke vom jüngsten Spross der The Elder Scrolls-Serie berichte, will ich kurz meine bisherigen Erfahrungen mit Bethesda-Spielen schildern, die großen Einfluss auf meine Erwartungen an Skyrim haben. Mein erstes Spiel der Spieleschmiede war The Elder Scrolls III Morrowind. Im Jahre 2002 war ich vor allem von der Grafik des Open-World-Rollenspiels angetan. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bevor ich über meine Eindrücke vom jüngsten Spross der <em>The Elder Scrolls</em>-Serie berichte, will ich kurz meine bisherigen Erfahrungen mit <em>Bethesda</em>-Spielen schildern, die großen Einfluss auf meine Erwartungen an <em>Skyrim</em> haben.</p>
<p>Mein erstes Spiel der Spieleschmiede war <em>The Elder Scrolls III Morrowind</em>. Im Jahre 2002 war ich vor allem von der Grafik des Open-World-Rollenspiels angetan. Zum ersten Mal gab es dank Pixelshadern halbwegs realistische Wasseroberflächen zu bewundern und das Spiel erforderte mit dem von NVidia gehypten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Transform_and_Lighting">T&#038;L</a> massiv Grafikkartenpower. Ich war zu dem Zeitpunkt noch nicht auf dem RPG-Trip und legte das Spiel nach dem Sattsehen an der Grafik schnell zur Seite.</p>
<p>Erst Jahre später, als ich mit der <em>Gothic</em>-Serie Genreerfahrungen gesammelt hatte, wagte ich angestachelt durch den <a href="http://www.youtube.com/watch?v=m1IRxTN-_kU">legendären Speedrun</a> einen neuen Versuch &#8211; und kam nicht sehr viel weiter. So schön und fantasievoll die Welt in Szene gesetzt war, so leer war sie auch. Als Spieler begegnete ich kaum NPCs in der endlos freien, aber auch unbevölkerten Welt. Erst in den Gebäuden liefen Charaktere herum, aber da alle Gebäude von außen ähnlich aussahen und die Open World an den Haustüren mit einem Ladebildschirm endete, fand ich die Welt von <em>Morrowind</em> eher steril und nicht sehr spielenswert.</p>
<p>Zudem habe ich ein sehr persönliches Problem mit der Grafikengine: Charaktere und Landschaft bilden keine Einheit und sehen aus meiner Sicht aus wie ein Paar Schuhe, das nicht zusammenpassen will. Die Figuren scheinen über die Oberfläche zu schweben statt zu gehen, die Bewegungen der Füße sehen aufgesetzt aus und nicht so, als würden sich die Figuren wirklich damit bewegen. Durch diese schlechte Kollisionsabfrage büßt das Spiel massiv an Glaubhaftigkeit ein und erschwerte es mir so, Zugang zu der Spielewelt zu finden.</p>
<p>Der Nachfolger <em>Oblivion</em> machte an dieser Stelle einen großen Schritt vorwärts, doch scheiterte ich diesmal an der nächsten Hürde: Ich verstand das Spielprinzip einfach nicht. Bei der Charaktererstellung wird vom Spiel nicht erklärt, wie sich die einzelnen Attribute und Völker auf die Spielfigur auswirken. Ich rannte also relativ blind in die ersten Quests hinein, voller offener Fragen zur Charakterentwicklung und mit einigem Groll gegenüber dem grauenvollen User Interface, und landete schließlich zum ersten Mal in der namensgebenden höllengleichen <em>Oblivion</em>-Welt. Dort respawnten ständig neue Gegner, und ich fand den Ausgang nicht. Klar gibt es in jedem Open-World-Spiel Gegenden, die man mit einem wenig entwickelten Charakter nicht betreten sollte, da die Gegner zu stark sind. Aber dann sollte es zumindest möglich sein, den Rückzug anzutreten. Ich dagegen hatte das Gefühl, dass ich für die Hauptstory durch das <em>Oblivion</em> musste und mich dort plötzlich in einer tödlichen Sackgasse ohne Ausgang wiederfand. Heute würde ich an so einer Stelle nun Google bemühen, damals habe ich das Spiel einfach zur Seite gelegt.</p>
<p>Einen weiteren Anlauf mit <em>Bethesda</em> unternahm ich schließlich bei <em>Fallout 3</em>. Hier machte ich gleich zu Beginn den Fehler, meinem Charakter falsche Attribute zu geben. Denn auf der PS3 hatte ich einfach keine Maus zur Verfügung, um das Spiel wie einen Egoshooter zu spielen. Für das V.A.T.-System, bei dem der Kampf pausiert wird und auf einzelne Körperteile des Gegers gezielt werden kann, benötigt der eigene Charakter aber vor allem eins: Beweglichkeit. Ohne diese war das Spiel ein ganzes Stück schwerer als es sein musste &#8211; und leider konnte dieses Attribut nur sehr eingeschränkt verbessert werden.</p>
<p>Aber ich habe mich trotzdem durchgekämpft und war überrascht, wie gut das Szenario einer zerstörten Welt nach der nuklearen Katastrophe umgesetzt war und wie die Schwäche von <em>Morrowind</em>, eine recht leblose Welt zu besitzen, im Szenario von <em>Fallout</em> zu einer Stärke wurde. Relativ früh im Spiel lief ich durch eine zerstörte Kleinstadt, als ich plötzlich ein Piepsen vernahm, gefolgt von knatternden Lautsprecheransagen, und aus dem Augenwinkel eine Bewegung wahrnahm. Aus einem sicheren Versteck heraus (Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste &#8211; am Anfang starb ich oft schneller, als ich die mutierten Gegner ausmachen konnte) konnte ich schließlich beobachten, wie eine Sonde durch die Straßen des Städtchens patroullierte. Der Schreck, der mir dabei durch die Glieder fuhr, war eine direkte Folge der <a href="/blog/2011/09/06/washington-d-c-und-die-fallout-brille/">stimmigen Atmosphäre</a> des Spiels.</p>
<p>Und doch habe ich es ebenso wie die beiden Teile der <em>Elder Scrolls</em> nicht durchgespielt. Warum? Weil ich wieder in eine Sackgasse geraten bin und mich vom Spiel allein gelassen fühlte. Das wenig aussagekräftige Questlog gab mir nur eine Richtung vor und ich habe mehrere Stunden lang erfolglos nach einem Weg gesucht, ohne ihn zu finden. Google war leider auch keine große Hilfe und so habe ich dann schweren Herzens das Spiel beiseite gelegt, da ich ohnehin keine Zeit mehr zum Zocken hatte.</p>
<p><em>Skyrim</em> soll nun mein erstes <em>Bethesda</em>-Spiel werden, welches ich durchspiele. Das habe ich mir fest vorgenommen. Um dies zu erreichen, habe ich mich vorher etwas über die Kampfmechanik informiert und werde versuchen, Probleme wie bei <em>Oblivion</em> und <em>Fallout 3</em> konstruktiv anzugehen. Ob mir das gelingt, werden die folgenden Beiträge zeigen.</p>
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		<title>Mein Milestone 2 nascht Lebkuchen</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2011/12/03/mein-milestone-2-nascht-lebkuchen/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 23:51:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[gefunden]]></category>
		<category><![CDATA[getan]]></category>

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		<description><![CDATA[Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Passend zur Adventszeit und ein Jahr nach meinem Kauf hat Motorola es geschafft, das Gingerbread-Update für das europäische Milestone 2 auszurollen. Und als wäre es noch nicht Grund genug zur Freude, endlich wieder ein halbwegs aktuelles Betriebssystem auf dem Stein zu haben, gibt es als Belohnung für das lange [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Passend zur Adventszeit und ein Jahr nach meinem Kauf hat Motorola es geschafft, das <a href="http://developer.android.com/sdk/android-2.3-highlights.html">Gingerbread</a>-Update für das <a href="https://supportforums.motorola.com/thread/50326">europäische Milestone 2</a> auszurollen. Und als wäre es noch nicht Grund genug zur Freude, endlich wieder ein halbwegs aktuelles Betriebssystem auf dem Stein zu haben, gibt es als Belohnung für das lange Warten auch noch ein Feature, dass <a href="/blog/2011/01/05/android-das-kleinere-ubel/">ich vorher sehnlich vermisst hatte</a>: Einen Telefonkalender, also einen Kalender, der weder mit GMail noch mit einem anderen Online-Account synchronisiert wird, sondern einzig und allein auf dem Handy existiert.</p>
<p>Eine weitere für mich wichtige Funktionalität, die Gingerbread mitbringt (allerdings auch alternative Launcher), ist die Gruppierung der Apps. Bei fast annähernd 100 Apps auf meinem Handy ist Ordnung einfach das A und O, und da war bisher mit den Hausmitteln des Betriebssystems nichts auszurichten. Seit dem Update kann ich nun beliebige Gruppen anlegen und meine Apps darauf verteilen &#8211; eine super Funktion!</p>
<p>Neben diesen objektiven Kriterien ist mein Milestone 2 seit dem erfreulich problemlosen Update auch gefühlt geschmeidiger bedienbar und hat etwas an Akkulaufzeit gewonnen. Ein kleines Manko gibt es aber, und das will ich nicht verschweigen: Irgendwie hat Motorola in ihrem mit Motoblur angepassten Gingerbread die Funktion vergessen, die Geburtsdaten der Kontakte zu erfassen bzw. zu ändern. Dank Ebobirthday ist dies für mich kein Problem, aber ich wollte es zumindest erwähnen.</p>
<p>Da sich mit dem Update auch kleinere Probleme wie die sich von alleine aktivierende Sprachsteuerung und der versagende Autofokus der Kamera erledigt haben, bin ich gerade super zufrieden mit meinem Milestone. Schade nur, dass die Hardwaretastatur &#8211; vor dem Kauf war diese ein KO-Kriterium &#8211; auch von dem <a href="http://www.teltarif.de/motorola-milestone-2-tastatur-serienfehler/news/43426.html">Doppelte-Buchstaben-Problem</a> betroffen ist. Sonst wäre ich gerade wunschlos glücklich.</p>
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		<title>Das Garmin-Desaster</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2011/09/22/das-garmin-desaster/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 22:10:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Anmietung eines Autos für die Reise an der Ostküste der USA hatten wir auf zwei Punkte geachtet. Zum Einen sollte der Wagen einen ausreichend großen Kofferraum für drei Koffer haben und desweiteren ein Navigationsgerät, um uns sicher über die uns unbekannten amerikanischen Straßen zu leiten. Bekommen haben wir schließlich einen Dodge Grand Caravan [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Anmietung eines Autos für die Reise an der Ostküste der USA hatten wir auf zwei Punkte geachtet. Zum Einen sollte der Wagen einen ausreichend großen Kofferraum für drei Koffer haben und desweiteren ein Navigationsgerät, um uns sicher über die uns unbekannten amerikanischen Straßen zu leiten.</p>
<p>Bekommen haben wir schließlich einen <a href="http://www.dodge.com/en/2011/grand_caravan/index.html">Dodge Grand Caravan</a> und ein separates <a href="https://buy.garmin.com/shop/shop.do?cID=134&#038;pID=30937">Garmin nüvi 1350</a>, welches mich zu dieser Schmähschrift verleitet hat. Denn das Garmin war das schlechteste Navigationsgerät, das ich jemals in Benutzung hatte.</p>
<p>Die Probleme fingen damit an, dass wir vor der Eingabe der Zieladresse immer erst den Bundesstaat dazu wählen mussten. Für Amerikaner mag dies normal sein, doch für mit der Gegend unvertraute Autofahrer, also der Hauptzielgruppe eines Navis, sollte zumindest eine Suche über alle Staaten möglich sein, auch wenn die Ergebnislisten lang werden können.</p>
<p>Als wir diese Einstiegshürde überwunden hatten, folgten die Probleme im alltäglichen Einsatz. So ist das Kartenmaterial von Garmin und seine Darstellung auf dem Display alles andere als optimal, was das Abschätzen von Entfernungen und das Erkennen der richtigen Kreuzung oder Abfahrt zum Glücksspiel machte. Erschwerend kam hinzu, dass die Ansagen meist viel zu spät kamen, so dass ein notwendiger Spurwechsel gar nicht mehr möglich war.</p>
<p>Ein weiterer eklatanter Schwachpunkt war die  Routenführung. Das Navi hatte des Öfteren Aussetzer, bei denen es uns vom Highway runter lotste und durch kleine Straßen von Städten wie <a href="/blog/2011/04/24/movies-on-a-plane/">Lowell</a> schickte, obwohl wir auf dem Highway hätten bleiben können. Das war leider keine Ausnahme von der Regel, denn ein anderes Mal sollten wir mitten durch eine Army Base fahren (ein Anwerbversuch der amerikanischen Streitkräfte?) oder über das gesperrte Gelände eines Flughafens. Zum Glück hatte ich vorher eine Karte auf mein Handy geladen, so dass ich uns aus diesen Situationen hinausleiten konnte. Doch wenn wir neben dem Navi noch eine andere Karte zur Navigation benötigen, wofür benötigen wir dann ein Navi?</p>
<p>Ebenfalls nervend waren die langen Denkpausen, die sich die vermutlich unterdimensionierte Hardware dieses Einsteigermodells gönnte. Allein der Start des Gerätes, welches keine Eingaben ohne GPS-Signal ermöglicht, dauerte oft Minuten. Aber auch auf einer Route nahm es sich die eine oder andere Auszeit, was auf Highwaykreuzen sehr nervig sein kann, wenn wir dringend einen Hinweis auf die richtige Ausfahrt brauchten. Dank der Mautstationen reicht es in den Vereinigten Staaten nämlich nicht aus zu wissen, in welcher Himmelsrichtung das Ziel liegt. Alle Richtungen werden durch dieselben Mautabfahrt geleitet und danach wieder aufgeteilt. Teilweise passiert dies so kurz hinter dem Mauthäuschen, dass man sich von vornherein für die richtige Spur entscheiden muss, um danach die richtige Abfahrt zu erreichen.</p>
<p>Alles in allem hatte das Garmin so viele Macken und Probleme, dass wir uns nur darüber geärgert haben und ich es definitiv niemandem empfehlen kann. Wer sich nur auf dieses Gerät verlässt, wird selten gut an sein Ziel gelangen&#8230;</p>
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		<title>Washington D.C. und die Fallout-Brille</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 03:03:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[gespielt]]></category>
		<category><![CDATA[gewesen]]></category>

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		<description><![CDATA[Man sollte nicht zuerst Fallout 3 spielen, und danach Washington D.C. besuchen. Sonst schwingt in jedem Blick auf die Stadt die postapokalyptische Atmosphäre des Spiels mit, in welchem die ortsansässigen Entwicklern mit viel Liebe zum Detail ihre Heimat nachgebildet haben. Dies gilt vor allem für das U-Bahn-System, welches in seinem einzigartigen Stil so perfekt in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="/blog/wp-content/uploads/2011/09/washington_metro.jpg" rel="lightbox"><img src="/blog/wp-content/uploads/2011/09/washington_metro_klein.jpg" alt="Washington D.C. Metro Station" title="Washington D.C. Metro Station" width="500" height="271" /></a></p>
<p>Man sollte nicht zuerst <em>Fallout 3</em> spielen, und danach Washington D.C. besuchen. Sonst schwingt in jedem Blick auf die Stadt die postapokalyptische Atmosphäre des Spiels mit, in welchem die <a href="http://bitmob.com/articles/i-live-in-fallout-3">ortsansässigen Entwicklern</a> mit viel Liebe zum Detail ihre Heimat nachgebildet haben. Dies gilt vor allem für <a href="http://multiplayerblog.mtv.com/2008/10/30/fallout-3-map-vs-reality/">das U-Bahn-System</a>, welches in seinem einzigartigen Stil so perfekt in die <em>Fallout</em>-Welt passt, dass es für das Spiel kaum abgewandelt werden musste. Die Mischung aus schwacher, indirekter Beleuchtung und der erdrückend wirkenden <a href="http://www.thecoolist.com/washington-metro-the-most-iconic-subway-in-the-us/">Architektur</a> der gewölbten Stationen mit ihrem als Eierkarton bezeichneten gleichförmigen Muster aus Betonwaben wirkt seltsam unnatürlich und ich konnte mir gut vorstellen, dass gleich ein Supermutant hinter der nächsten Ecke hervorgesprungen kommt. Zum Glück ist das heutige Washington D.C. nicht so ausgestorben wie seine <em>Fallout</em>-Variante, aber das mulmige Gefühl, dass dieses Untergrundsystem nicht für den Menschen geschaffen ist, konnten auch die vielen Fahrgäste nicht vertreiben &#8211; dazu hat das Spiel viel zu stark geprägt.</p>
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		<title>Die Rückkehr der Sofortbildkameras</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Aug 2011 21:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gab Zeiten, da führte der Weg von der Aufnahme eines Fotos bis zum fertigen Bild, welches man in der Hand hielt, über die Entwicklung eines Films &#8211; ein Prozess, der viel Zeit in Anspruch nahm. Schneller ging es mit den von Polaroid hergestellten Sofortbildkameras, bei denen direkt aus der Kamera ein sich selbst entwickelndes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gab Zeiten, da führte der Weg von der Aufnahme eines Fotos bis zum fertigen Bild, welches man in der Hand hielt, über die Entwicklung eines Films &#8211; ein Prozess, der viel Zeit in Anspruch nahm. Schneller ging es mit den von Polaroid hergestellten Sofortbildkameras, bei denen direkt aus der Kamera ein sich selbst entwickelndes Bild kam. Doch mit dem Siegeszug der Digitalkameras und der Möglichkeit, Fotos vom eigenen Drucker sofort auf Papier zu bringen, kam das Ende für dieses Kamerasystem &#8211; Polaroid stellte ab 2008 keine neuen Filme mehr her.</p>
<p>Ich selber war nie ein Fan der meist qualitativ fragwürdigen Sofortbilder, doch einige Künstler setzten die Kameras durchaus kreativ ein und sorgten mit ihrer Nachfrage dafür, dass es nun wieder neue Sofortbildkameras gibt &#8211; und das nicht nur von Polaroid. Doch warum sollte jemand in Zeiten, in denen es möglich ist, tausende Fotos zu knipsen und kostengünstig zu speichern und katalogisieren, sich freiwillig auf ein teures (1€ pro Foto), unvollkommenes Produkt einlassen?</p>
<p>Es ist vermutlich genau diese weite Verbreitung der Dauerknipserei, die zu einer Verweigerungshaltung führt. Gegen diese Überflutung mit immer perfekter werdenden Bildern von Jedermann kann nur angegangen werden, indem ihnen individuelle Originale entgegengesetzt werden. Kein massenhafte Ansammlung von digitalen Kopien mehr, deren Verbreitung im Internet keine Grenzen gesetzt sind, sondern analoge Einzelstücke, die kein Facebook oder Google nach Gesichtern scannen kann.</p>
<p>Ob diese Flucht vor der gleichmachenden Netzkultur wirklich einen dauerhaften Markt für Sofortbildkameras schafft, bezweifel ich jedoch. Wenn der Hype vorbei ist und auf jeder Party Polaroids geschossen werden, werden andere Lifestyleprodukte ihren Platz einnehmen und die Nachfrage zurückgehen. Dann muss sich Polaroid erneut der Frage stellen, ob sie ein Produkt am Leben erhält, dass so untrennbar mit dem Firmennamen verbunden ist wie sonst kaum ein anderes.</p>
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		<title>Tücken der (UMTS-)Technik</title>
		<link>http://www.kingoli.net/blog/2011/07/30/tucken-der-umts-technik/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Jul 2011 00:02:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>KingOli</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedacht]]></category>
		<category><![CDATA[gefunden]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal können einfache Fragen komplizierte Lösungen haben. Zum Beispiel ob ich mit meinem Smartphone, dem Motorola Milestone 2, mit einer passenden Prepaid-SIM auch in den USA mobil mit UMTS surfen kann. Die Antwort nach einer längeren Google-Session ist leider nein, aber die Begründung ist interessant. Denn das Handy unterstützt an sich eine Menge Frequenzen. So [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal können einfache Fragen komplizierte Lösungen haben. Zum Beispiel ob ich mit meinem Smartphone, dem <a href="/blog/2011/01/05/android-das-kleinere-ubel/">Motorola Milestone 2</a>, mit einer passenden Prepaid-SIM auch in den USA mobil mit UMTS surfen kann. Die Antwort nach einer längeren Google-Session ist leider nein, aber die Begründung ist interessant.</p>
<p>Denn das Handy unterstützt an sich eine Menge Frequenzen. So ist es als Quadband-Gerät in der Lage, GSM-Verbindungen (Telefonate aber auch Datenverbindungen per EDGE oder GPRS) über die Frequenzbänder 850, 900, 1800 und 1900MHz zu führen, und UMTS ist ebenfalls an Bord. Ärgerlich ist nun, dass es dabei auch unterschiedliche Frequenzen gibt. In Deutschland wird das Frequenzband 2100 genutzt; zudem kann mein Milestone 2 auch mit dem 900er Band umgehen. In den USA haben jedoch die beiden UMTS-Anbieter eigene Wege gewählt: AT&#038;T hat einfach das bestehende GSM-Netz hochgerüstet und funkt auf 850 bzw 1900MHz, T-Mobile nimmt neben dem 2100er Band noch das 1700er dazu. Und damit ist mein Smartphone vom amerikanischen 3G-Netz ausgeschlossen.</p>
<p>Hinter dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Umts#FDD-Modus">UMTS-Standard</a> verbergen sich also, so musste ich lernen, viele verschiedene Frequenzbänder, doch je nach Land und Netzgeschichte wurden nur eine Auswahl davon für den Betrieb freigegeben (oder von den Anbietern auserwählt). Nun könnten die Smartphone-Hersteller sicherlich Geräte produzieren, die den kompletten Standard unterstützen. Doch entweder ist dies eine teure Angelegenheit, oder es wird mit Absicht versucht, künstliche Barrieren aufzubauen, um die weltweite Nutzung eines Handys zu verhindern (vom Milestone 2 gibt es insgesamt drei unterschiedliche Hardware-Varianten mit unterschiedlicher Frequenzunterstützung). Egal welcher Grund dahinter steckt &#8211; da wo UMTS als schicker Marketingbegriff draufsteht, ist noch lange nicht das volle Spektrum des Standards drin. Doch dies merkt der Kunde erst, wenn er einmal die Grenzen des eigenen Landes überschreiten will&#8230;</p>
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